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suchscautelen, die Reihenfolge und Quantität in der die Reagentien zu benutzen sind, auf
die durch den Einfluss der salpetrigen Säure, des Wasserstoffsuperoxyds und dergl. mehr
bewirkten Ungenauigkeiten beziehen, (cfr. Trominsdorff: Zeitschr. anal. Chem. 1869,
pag. 364; 1870, pag. 171; Goppelsröder: Zeitschr. anal. Chem. 1870, pag. 3; 1871, pag. 266;
Struve: Zeitschr. anal. Chem. 1872, pag. 25; v. Bemmelen: Zeitschr. anal. Chem. 1872,
p. 136, K uh el-Tie mann: Anleit, zur Unters, von Wasser, 2. Aufl., pag. 65 u. 70;
Sutton: Volumetrie analysis 1876, pag. 320; Fresenius: Anleit, zur quant. Anal. I. 1878,
II. 157; insbesondere auch Warrington: Chem. news 1877, pag. 45 u. 57.)
Trotz aller dieser Bemühungen ist es aber dennoch nicht möglich gewesen, alle von
Fischer (Mittheihmgen des Gewerbevereins für Hannover 1873, pag. 21 u. J. pr. Chem. II.,
pag. 757); Wibel: (loc. et. pag., 1876 pag. 10); Mohr: Titrirmethode 1878, pag. 728);
Wagner: (Zeitschr. anal. Chem. 1881, pag. 343) besprochenen Mängel zu beseitigen und
ist auch im Gesundheitsamte bei den nach dieser Methode ausgeführten Arbeiten insbesondere
die Schwierigkeit eines scharfen Erkennens der Endreaction und das stets zu niedrig aus
fallende Resultat in unvortheilhafter Weise beobachtet worden.
Die Mehrzahl der anderen Salpetersäure - Bestimmungsmethoden sind von Eder
(Zeitschr. anal. Chem. 1877, pag. 267 ff.) einer sorgfältigen und eingehenden Kritik unter
zogen worden, die er unter Berücksichtigung der Salpetersäure-Bestimmung im Brunnen
wasser (Zeitschr. anal. Chem. 1878, pag. 434) fortsetzt. Wagner: (Zeitschr. anal. Chem. 1881,
pag. 344) hat dieselbe weiter commentirt.
Von allen Verfahren, nach welchen die Salpetersäure durch die Menge eines anderen
von ihr oxydirten Körpers ermittelt wird, hat nur das eine in der Trinkwasseranalyse Ver-
werthung gefunden, das auf der Ueberführung von Chromoxyd durch schmelzende Nitrate
in Chromsäure und Bestimmung der letzteren begründet, von Wagner (Dingl. pol. J. 200,
pag. 120) zuerst im Allgemeinen vorgeschlagen, später aber auch zum speciellen Zweck der
Salpetersäurebestimmung im Trinkwasser weiter ausgebildet worden ist (Wagner: bayerisches
Industrie und Gewerbeblatt 1878, pag. 170).
Nach anderen Methoden wird die Salpetersäure durch Eisenchlorür in Stickoxyd über
geführt, welches letztere entweder als solches gemessen oder in Salpetersäure zurückverwandelt
wird, deren Menge man dann massanalytisch bestimmt.
Schon der Urheber des Princips, Schlösing, erkannte die Bequemlichkeit der erst
erwähnten Modification (J. pr. Chem. 62, p. 147), brachte dieselbe aber nicht zur Anwendung,
Weil er befürchtete, dass sich durch die Einwirkung des Ferroclilorids und der Salpetersäure
auf die organischen Bestandtheile des Trinkwassers andere, unabsorbirbare Gase dem Stick
oxyd beimengen. Er zog es daher vor, das Stickoxyd wieder in Salpetersäuie zuiückzu-
verwandeln.
Die Schlösing’sehe Methode giebt, nach dem Urtheil aller Chemiker, die danach
arbeiteten, sehr befriedigende Resultate. Cf. Fresenius (Zeitschr. anal. Chem. 1862 p. 39),
Schulze*(Zeitschr. anal. Chem. 1867 p. 384 und 1870 p. 400); desgleichen Frühling und
Grouven (Landwirthschaftl. Versuchsstation 9 p. 14 u. 150), die ebenso wie Reichardt,
Letzterer besonders durch Einführung des Natriumhydrats an Stelle des Quecksilbers als
Sperrflüssigkeit (Zeitschr. anal. Chem. 1870 p. 23), den Schlösing’sehen Apparat wesentlich
Vereinfachten. _
Noch mehr gewann dieses Verfahren aber, als Schulze und Wulfert (Zeitschrift
anal. Chem. 1870 p. 400), die directe Messung des Stickoxydes empfahlen und Tiemann
(D. chem. Ges. Ber. 11 p. 920) das von den beiden letztgenannten Chemikern noch als
Sperrflüssigkeit beibehaltene Quecksilber durch Natronlauge ersetzte.
Es erscheint nicht wohl angebracht, die in der Literatur zahlreich vorhandenen Beleg-
aüalysen hier noch durch weitere zu vermehren. Die Resultate sind stets so günstig aus
gefallen, dass im Gesundheitsamte fast ausschliesslich nach dieser Methode in der Tiemann sehen
Modification gearbeitet wird. Ueber die Verwendbarkeit der von Wagnei (Dingl. pol. J.
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