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Inhalt / Download : Arbeiten aus dem Kaiserlichen Gesundheitsamte, 25.1907

244 Versuch Aussaat Malachitgrünagar Malachitgrünbouillon III. 3000000 Fäceskeime + 158 Ty f (1 Kolonie) f T (10 Kolonien) „ „ + 370 Ty t t + 925 Ty t t IV. 300 000 „ + 60 Ty 0 f (sehr viel) „ „ fl- 180 Ty t (2 Kolonien) T » ii 15 15 + 300 Ty t (io „ ) t „ „ VII. 3 000 000 „ + 100 Ty f t „ „ + 300 Ty f t „ 5) + 500 Ty t t IX. 100 000 „ + 60 Ty 0 0 ,, „ + 120 Ty 0 0 5» + 300 Ty 0 t (wenige) f = Typhus positiv. Diese Resultate entscheiden zunächst ohne Zweifel zugunsten des flüssigen Nähr­ mediums. Während die Bouillon nur in 2 Fällen (Versuch IX) die Isolierung der Typhuskeime nicht ermöglichte, versagte das Agar 4 Male (Versuch IV und IX) völlig und stand in 2 weiteren Fällen (Versuch IV) in seiner Leistungsfähigkeit bedeutend hinter der Bouillon zurück. Überhaupt ließen sich die Typhusbazillen im allgemeinen aus der Bouillon in größerer Menge züchten als aus der Agaraufschwemmung. Zu­ gleich aber machte sich (z. B. bei Versuch VII) ein Nachteil der Bouillon bemerkbar, der für die Beurteilung der Methode nicht ohne Bedeutung sein durfte. Neben den Typhuskeimen kamen nämlich zuweilen typhusähnliche Kolonien zur Entwickelung, welche die Identifizierung der Eberthschen Stäbchen in erheblichem Maße erschwerten, während auf den Malachitgrünplatten meist nur Colibakterien wuchsen, deren Unter­ scheidung von den Typhusbazillen auf der Endoplatte keine Schwierigkeiten machte. Immerhin durfte man auf Grund dieser Ergebnisse hoffen, die Malachitgrünbouillon bei der Fäcesuntersuchung mit Erfolg in Anwendung zu bringen. Bevor wir auf diese Untersuchungen eingehen, sei eines Umstandes Erwähnung gethan, der sich bei einem Vergleiche der Aussaatzahlen ergibt. Auffällig ist hierbei, wie durchaus verschieden die Leistungsfähigkeit sowohl des flüssigen, als auch des festen Nähr Substrates nach den einzelnen Versuchen beurteilt werden muß. Während sich im Versuch VII 100 Typhusbazillen aus einem Gemisch von 8000000 Fäces- keimen ohne Mühe isolieren ließen, was einem Verhältnis von 1 : 30000 entspricht, war dieses im Versuche IX nicht möglich, obwohl hier auf 1 Eberthsches Stäbchen nur ca. 1000 Darmbakterien kamen, die Wachstumsbedingungen also scheinbar günstigere sein mußten. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei einem Vergleiche der übrigen Re­ sultate mit denen des Versuches VII. Es ergibt sich daraus der Schluß, daß wir bei der Isolierung von Typhüsbazillen aus Fäces mit einer Reihe von Faktoren rechnen müssen, welche die Züchtung der Eberthschen Stäbchen unter Umständen erschweren, oder ganz unmöglich machen. Diese Faktoren, zu welchen wir die bakteriziden Kräfte des Stuhles, schädliche Stoffwechselprodukte anderer Mikroorganismen, das Überwuchern
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