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Bibliographische Daten: Die Periodicitätsmoduln der Abel'schen Integrale erster Gattung als Functionen eines Parameters aufgefasst für den Fall einer Riemann'schen Fläche, deren Gleichung in Bezug auf die eine Variabele binomisch ist

DIE MANNBARKEITSFEIERN BEI DEN TSOKWE 
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Wenn wir uns an den Puppentanz der tundanzi in Samayisi erinnern (s. S. l6f.), dann wird 
uns im Zusammenhang mit dem Phallustanz klar, daß die „tsiheu“ irgendwie mit dem 
Fruchtbarkeitskult des Beschneidungslagers verbunden ist. Tatsächlich gehört auch heute 
noch die tsiheu-Maske zu den Mukanda-Masken, ähnlich wie „tsizaluke“ (s. unten) oder 
„katwa“ (s. S. 27!.) u. a,, obwohl sie sich öfter außerhalb des Lagers in den Dörfern sehen 
läßt und dort vor den Weibern tanzt. In diesen Masken gehen vor allem die yilombola 
(Wärter) in die Ansiedlungen, um allerlei zu erbetteln. Äußerlich ist die ,,tsiheu“-Maske 
wohl die unscheinbarste und am wenigsten künstlerisch ausgebildete. Sie hat nie einen 
Kopfaufsatz wie die vorgenannten Masken, meist nur einen Besatz vom Fell des Nacht 
affen, das Kopfhaar markierend. Der Rindenstoff des Gesichtsteils ist nicht immer mit 
Harz modelliert, auch nicht immer mit roten Stoffteilen oder weißen Baststreifen, bzw. 
Baumwollschnüren verziert. Die Augen- und Mundöffnungen sind in der Mehrzahl der 
Fälle einfach roh in den Stoff geschnitten, und die kleine Nase ist lieblos angefügt. Die 
Abb. 29a (Orig. Nr. 795) wiedergegebene Maske ist wohl noch eine der schönsten, von 
mir gesehenen. Das ganz besonders schlecht gearbeitete Exemplar (Abb. 32 g, Orig. Nr. 1000) 
.stammt von denLunda-,,Minungo“ aus Muyengu und hat als Bezeichnung ,,tsiheu kapwipwi“ 
(der schwarze tsiheu). 
5. „tsizaluke“ (Abb. 25; 29c), wörtlich „ein verrückter Mensch, ein Narr.“ Das Ge 
sichtsteil ist klein und hat ein dürftig ausgestaltetes, dreieckiges Gesicht mit roten Quer 
streifen aus Stoff und einen Bartkranz aus Ziegenhaar. Das Schädelteil trägt drei bis vier 
beulenartige Auswüchse. Wildkatzenfelle bedecken den Hinterkopf; als besonders charak 
teristisch gelten noch der rechteckige, über die Mitte des Gesichts geklebte rote Stofflecken mit 
den schmalschlitzigen Augen, und dann vor allem derfarbenprächtige Anzug. Die ngozi- Schnüre 
werden schwarz und rot gefärbt und in schönen, meist dreieckigen Ornamentkombinationen 
verflochten. Joyce bildet im „Man“ (1903, Nr. 38) eine „chizaluke, the fool“ genannte, fast 
wesensgleiche Maske von den Valovale (Luena) am oberen Sambesi ab. Er 
gibt an, daß sie in Beschneidungslagern von den Wärtern der Knaben ge 
tragen wird und einen Verstorbenen, der auferstanden ist, darstelle. Das 
deckt sich also gut mit meinen Vermutungen bezüglich der tsiheu-Maske, der 
„tsizaluke“ sehr nahe steht, denn auch er hat einen Tanzphallus „zum 
Spielen mit den Frauen“, wie sich die Tsokwe ausdrücken. Er ist aber viel 
primitiver und besteht aus einer Astgabel, deren beide freie Enden mit Bast 
zusammen- gepreßt werden; in die Bastwicklung sind eine große Zahl 
Lederstreifen eingeklemmt. Dieser Tanzphallus ähnelt etwas dem der 
,,ngazi“-Maske („fui-fui“). 
6. „ngazi“ ist eine Maske, ganz ähnlich der „tsizaluke“. Der auch 
hier vorhandene breite, rote Gesichtsstreifen gilt als typischstes Kenn 
zeichen. Die Haare sind bei einem „Minungo“-Lunda-Exemplar durch 
schwarz gefärbte, bürstenartig in die Höhe stehende Pflanzenfasern er 
setzt; ein Tsokweexemplar ist kaum von der „tsizaluke“ zu unterscheiden f u i_f u i‘ 
(drei Kopfwülste, Bartkranz aus Ziegenhaar, Fell auf Hinterkopf usw.). Der Tanzphallus für 
als Tanzphallus dienende Lederwedel „fui-fui“ ist auf Abb. 30 dargestellt, die ngagi-Maske. 
Wird die „tsikusa“ und „tsihongo“ mit Vorliebe plastisch als Holzschnitz 
schmuck verwendet, so trifft man die ,,ngazi“-Maske immer wieder unter den Wand 
malereien der Tsokwehäuser. „ngazi“ ist der Name für den Richter in den Gerichts 
sitzungen. 
7. „sumbu“ und „sambu“, zwei wenig charakteristische Masken. Die erstere ähnelt 
dem „tsiheu“; ein Exemplar aus Luma ist durch die groteske, schiefe Gesichtsbildung (eine 
dicke, schiefe Backe) ausgezeichnet. Die Sambu-Maske ist besser modelliert, ähnelt der 
4 Baessler-Archiv.
	        
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