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Inhalt / Download : Anthropos, 54.1959

Bibliographia 
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v on den betroffenen Lauten (Vokalen, Halbvokalen und Konsonanten) und nicht von 
den Urhebern der Lautveränderungen, in diesem Falle li- und ni-, ausging. 
Im Gebrauch der Nominalklassen treten auch manche bemerkenswerten Einzel 
heiten hervor, wie z. B. der häufige Gebrauch von ca- statt ci- im Präfix Kl. 7 und das 
Vorkommen der so seltenen Augmentativklasse 21, Ur-Bantu yi-, im Shona zi- ; in der 
Konkordanz richtet sich die Klasse wie auch in anderen Sprachen nach Kl. 5. — Auf 
P- 118 werden unter “Nouns derived from Substantives” auch die Zusammensetzungen 
mit sa- „Vater von" und nya- „Mutter von“, die den Besitzer, Hüter, Benutzer etc. 
bezeichnen, gebracht, z. B. samusha „Gehöftsvorstand“ zu musha „Dorf“. Ergänzend 
sei bemerkt, daß sich außer im Zulu und Lamba entsprechende Bildungen vor allem 
auch im Nyanja sowie in anderen Sprachen von Rhodesien und Tanganyika finden ; 
v gl. auch Meyer, Nyanja-Lautlehre, pp. 199-204. Es handelt sich dabei um eine sehr 
alte Nominalkomposition, die mit den Präfixklassen an sich nichts zu tun hat. 
Gut sind auch die Darlegungen über “Compound Nouns” (pp. 124-129) als Sonder 
kapitel innerhalb der Behandlung des Nomens ; desgleichen haben auch die spezifischen 
Adverbien (Ideophones) pp. 421-430 eine sorgfältige Behandlung unter Belegung durch 
Beispielsätze erfahren. Es ist etwas verwunderlich, daß der Verfasser die „Ideophones“ 
nicht mit unter den „Adverbials“ (pp. 389-404) bringt, da er diesen Begriff ganz besonders 
^eit gefaßt hat. Man findet in dem außerordentlich gründlich ausgearbeiteten Abschnitt 
alles, was wir unter adverbialen Bestimmungen verstehen. Auch der Komparativ wird 
hier mit aufgeführt (p. 394), ferner die mit na (pp. 397 ff.) gebildete Angabe des Täters 
bei der Passivkonstruktion, die des Instruments usw., wie na baba 2 „durch Vater“. 
Fortune sieht na „und, mit“ als adverbiales Formans an und muß in diesem Abschnitt 
daher auch Beispiele bringen, wo na rein verbindende Bedeutung hat, wie in Sadza na 
Gutu 2 „S. und G.", oder wo es in verballosen Sätzen als Kopula fungiert, z. B. ndi 
Kenzara <( na (i)nzara „ich habe Hunger“. Der Verfasser schafft insofern einen Ausgleich, 
als er na gesondert auch unter den Konjunktionen (pp. 418-419) sowie unter den “Copu- 
latives” (pp. 382 ff.) aufführt. 
Fortune unterscheidet zwischen “primitive adverbials” (= adverbs) und “derived 
adverbials”, d. s. Substantiva (einschließlich der Pronomina) in adverbialer Funktion 
ttfit oder ohne Formantien (vgl. p. 389). Hinsichtlich -pi „wo ?“ wird p. 403, Anm. 3, 
die Ansicht vertreten, “that -pi ? is basically an adverb which may function substan- 
tivally”. Es tritt nämlich enklitisch an Verben, kann aber auch als “possessive stem”, in 
Konkordanz mit dem vorangehenden Nomen, fungieren. Für die richtige Einordnung 
solcher “adverbs” möge ein Hinweis darauf dienen, daß -pi auf altes *pa- (— Lokativ- 
Präfix Kl. 16) -f- Fragepartikel *i zurückgeht. In dem adverb riini „wann ?“ dürfte das 
Fräfix Kl. 5, Ur-Bantu li-, in seiner Funktion als Zeitangabe und ferner *mu- (Präfix 
Kl. l oder 3) -j- *i enthalten sein. (Wegen der Details hierzu vgl. E. Meyer, Das Frage 
wort in den Bantu sprachen, Z. f. Eg. Spr. 35, 1949-1950, pp. 81-106.) Statt der Be 
zeichnung “primitive” und “basical” für solche Adverbien wäre daher ein Hinweis etwa, 
daß sieinderheutigenSprache Adverbien darstellen, eher anzuraten. pi „welch ?“ 
lr i Konkordanz mit dem vorangehenden Nomen erscheint unter den “Enumerative 
Qualificatives”, pp. 165-168, zusammen mit -mye „einer, derselbe“, -mye „anderer, 
gewisser" und -yi „was für ein ?“ Bezüglich der in den Dialekten wechselnden Konkordanz 
spricht der Verfasser von “strong and weak concords”. (Cole gebraucht in seiner “Intro- 
duction to Tswana Grammar”, London 1955, dieselben Ausdrücke, vgl. daselbst p. 148.) 
Ahr scheint diese Unterteilung nicht ganz glücklich gewählt zu sein. Wäre es nicht ein 
facher und den Sachverhalt klarstellend, zu sagen, daß im Zezuru und Karanga die 
Stämme -mye, -mye und -yi ? in Kl. 1, 3, 4 und 6 nicht die “enumerative concords”, 
d. h. die Pronominalstämme, sondern die “adjectival concords” (pp. 152 ff.), d. h. die 
Kominalpräfixe, annehmen, während das im Manyika nur bei -nyi ? der Fall ist ? 
In dem Teil "The Verb” sei als Besonderheit unter den Verbalableitungen die 
Bildung von Augmentativstämmen durch das Stimmhaftwerden des anlautenden stimm- 
2 Fortune schreibt na in einem Wort zusammen mit dem folgenden Substantiv.
	        
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