Bibliographia
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v on den betroffenen Lauten (Vokalen, Halbvokalen und Konsonanten) und nicht von
den Urhebern der Lautveränderungen, in diesem Falle li- und ni-, ausging.
Im Gebrauch der Nominalklassen treten auch manche bemerkenswerten Einzel
heiten hervor, wie z. B. der häufige Gebrauch von ca- statt ci- im Präfix Kl. 7 und das
Vorkommen der so seltenen Augmentativklasse 21, Ur-Bantu yi-, im Shona zi- ; in der
Konkordanz richtet sich die Klasse wie auch in anderen Sprachen nach Kl. 5. — Auf
P- 118 werden unter “Nouns derived from Substantives” auch die Zusammensetzungen
mit sa- „Vater von" und nya- „Mutter von“, die den Besitzer, Hüter, Benutzer etc.
bezeichnen, gebracht, z. B. samusha „Gehöftsvorstand“ zu musha „Dorf“. Ergänzend
sei bemerkt, daß sich außer im Zulu und Lamba entsprechende Bildungen vor allem
auch im Nyanja sowie in anderen Sprachen von Rhodesien und Tanganyika finden ;
v gl. auch Meyer, Nyanja-Lautlehre, pp. 199-204. Es handelt sich dabei um eine sehr
alte Nominalkomposition, die mit den Präfixklassen an sich nichts zu tun hat.
Gut sind auch die Darlegungen über “Compound Nouns” (pp. 124-129) als Sonder
kapitel innerhalb der Behandlung des Nomens ; desgleichen haben auch die spezifischen
Adverbien (Ideophones) pp. 421-430 eine sorgfältige Behandlung unter Belegung durch
Beispielsätze erfahren. Es ist etwas verwunderlich, daß der Verfasser die „Ideophones“
nicht mit unter den „Adverbials“ (pp. 389-404) bringt, da er diesen Begriff ganz besonders
^eit gefaßt hat. Man findet in dem außerordentlich gründlich ausgearbeiteten Abschnitt
alles, was wir unter adverbialen Bestimmungen verstehen. Auch der Komparativ wird
hier mit aufgeführt (p. 394), ferner die mit na (pp. 397 ff.) gebildete Angabe des Täters
bei der Passivkonstruktion, die des Instruments usw., wie na baba 2 „durch Vater“.
Fortune sieht na „und, mit“ als adverbiales Formans an und muß in diesem Abschnitt
daher auch Beispiele bringen, wo na rein verbindende Bedeutung hat, wie in Sadza na
Gutu 2 „S. und G.", oder wo es in verballosen Sätzen als Kopula fungiert, z. B. ndi
Kenzara <( na (i)nzara „ich habe Hunger“. Der Verfasser schafft insofern einen Ausgleich,
als er na gesondert auch unter den Konjunktionen (pp. 418-419) sowie unter den “Copu-
latives” (pp. 382 ff.) aufführt.
Fortune unterscheidet zwischen “primitive adverbials” (= adverbs) und “derived
adverbials”, d. s. Substantiva (einschließlich der Pronomina) in adverbialer Funktion
ttfit oder ohne Formantien (vgl. p. 389). Hinsichtlich -pi „wo ?“ wird p. 403, Anm. 3,
die Ansicht vertreten, “that -pi ? is basically an adverb which may function substan-
tivally”. Es tritt nämlich enklitisch an Verben, kann aber auch als “possessive stem”, in
Konkordanz mit dem vorangehenden Nomen, fungieren. Für die richtige Einordnung
solcher “adverbs” möge ein Hinweis darauf dienen, daß -pi auf altes *pa- (— Lokativ-
Präfix Kl. 16) -f- Fragepartikel *i zurückgeht. In dem adverb riini „wann ?“ dürfte das
Fräfix Kl. 5, Ur-Bantu li-, in seiner Funktion als Zeitangabe und ferner *mu- (Präfix
Kl. l oder 3) -j- *i enthalten sein. (Wegen der Details hierzu vgl. E. Meyer, Das Frage
wort in den Bantu sprachen, Z. f. Eg. Spr. 35, 1949-1950, pp. 81-106.) Statt der Be
zeichnung “primitive” und “basical” für solche Adverbien wäre daher ein Hinweis etwa,
daß sieinderheutigenSprache Adverbien darstellen, eher anzuraten. pi „welch ?“
lr i Konkordanz mit dem vorangehenden Nomen erscheint unter den “Enumerative
Qualificatives”, pp. 165-168, zusammen mit -mye „einer, derselbe“, -mye „anderer,
gewisser" und -yi „was für ein ?“ Bezüglich der in den Dialekten wechselnden Konkordanz
spricht der Verfasser von “strong and weak concords”. (Cole gebraucht in seiner “Intro-
duction to Tswana Grammar”, London 1955, dieselben Ausdrücke, vgl. daselbst p. 148.)
Ahr scheint diese Unterteilung nicht ganz glücklich gewählt zu sein. Wäre es nicht ein
facher und den Sachverhalt klarstellend, zu sagen, daß im Zezuru und Karanga die
Stämme -mye, -mye und -yi ? in Kl. 1, 3, 4 und 6 nicht die “enumerative concords”,
d. h. die Pronominalstämme, sondern die “adjectival concords” (pp. 152 ff.), d. h. die
Kominalpräfixe, annehmen, während das im Manyika nur bei -nyi ? der Fall ist ?
In dem Teil "The Verb” sei als Besonderheit unter den Verbalableitungen die
Bildung von Augmentativstämmen durch das Stimmhaftwerden des anlautenden stimm-
2 Fortune schreibt na in einem Wort zusammen mit dem folgenden Substantiv.