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Full Text: Reise nach dem Ural, dem Altai und dem Kaspischen Meere auf Befehl Sr. Majestät des Kaisers von Rußland im Jahre 1829 ausgeführt von A. von Humboldt, G. Ehrenberg und G. Rose, 2. Band, Reise nach dem südlichen Ural und dem Kaspischen Meere, Uebersicht der Mineralien und Gebirgsarten des Ural

  
  
  
  
    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
   
  
  
  
  
  
  
   
  
     
„Ueber den Pyrrbhil, 
Unter den Mineralien, die in Alabaschka vorkom- 
men; und Th. 1 S, 416 beschrieben sind, ist noch ein 
neues zu erwülnen, das ich in einer früheren Beschrei- 
bung desselben *) nach seiner gelben Farbe P yrrhit 
(von s'v0boc, vóthlichgelb) zu nennen vorgeschlagen habe. 
leh lernte dasselbe aus einer prachtvollen Stufe ken- 
nen, die Herr Vicepräsident von Perowski in Pe- 
tersburg mir jm Sommer 1839 durch Hirn. Ober-Berg- 
meister Kämmerer zur Ansicht Zu kommen zu las- 
sen die Güte hatte. Die Stufe besteht vorzugsweise aus 
mehreren schönen Feldspathkrystallen, die einige Zoll 
gross und ockergelb sind; sie enthált aber ausserdem 
in sechsseitigen Tafeln krystallisirten, róthlichweissen, 
stark : perimutterglänzenden Lithionglimmer, kleine ta- 
felartige, weisse, stark durchseheinende Krystalle von 
Albit, die kugelig zusammengehäuft sind *), grössere 
Krystalle von nelkenbraunem Bergkrystall, und ein- 
zelne weisse Topaskrystalle. | 
o iit 
135) Poggendor ffs Annalen Bd, XXXXVIIL S. 562. 
2) Der Albit ist. von der Th, 1 S, 447 beschriebenen Varietit, 
Der schöne auf der Stufe vorkommende Lithionglimmer veranlasste 
mich, zu untersuchen, ob auf den von mir mitgebrachten Stücken‘ 
mit jenem Albit sieh mieht ebenfalls Lithionglimmer fände. Sie ‚ent- 
halten. nur sehr wenigen Glimmer, und diesen schon von etwas gelb. 
licher Farbe, derselbe erwies sich aber in der Untersuchung aller- 
dings als Gihionztimmer, Man hat also unter den bei Alabaschka 
vorkommenden Mineralien neben dem zweiaxigen Glimmer nun auch 
den Lithionglimmer aufzuführen,
	        
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