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Volltext: Nachrichten zur Geschichte des Dynasten- und Freiherren-Geschlechtes von Krosigk

104 Biographisches. 
98, Adolph (f a. 1633), 
der älteste Sohn Adolph's (82) auf Sandersleben, war am 5ten 
September 1575 geboren und wird als Erb- und Gerichtsherr auf 
Marienthal genannt, das er von seinem Bruder Albrecht Christoph 
(99) erworben hatte* Er starb im Jahre 1633, nachdem er mit 
Agnes von Holzendorf, Tochter des Stellanus von Holzendorf 
auf Droschkau, vier Söhne gezeugt hatte: Adolph Stellanus (123), 
Georg Rudolph (124), Wolfgang Albrecht (125) und Christian (126). 
99. Albrecht Christoph (f a. 1637), 
geboren am 5. Dezember 1576, trat nach Ableben seines Vaters 
Adolph (82) in den Besitz von Sandersleben neuen Theils und als 
sein Bruder Adolph Wittich (100) ohne Erben starb, vereinigte 
er Sandersleben älteren und neueren Theiles; Hohnsdorf erbte er 
von seinem kinderlos sterbenden Lehns-Vetter Claus (79), Gnölbs 
von Ernst Wilhelm (134), als mit diesem im Jahre 1636 die Kro- 
sigk-Gnölbssche Linie ausgestorben war. Beesedau muss er durch 
Kauf erworben haben. Marienthal kaufte er 1612 von Hans Cas- 
par von Geusau, trat es jedoch seinem älteren Bruder Adolph (99) 
ab. Er lebte zu Dessau, woselbst er Kammerrath, Hof-Marscliall 
und Hauptmann von Dessau war. Als im Jahre 1617 sich daselbst 
deutsche Fürsten und Edelleute vereinigten, und, um dem zuneh- 
menden Verderben der deutschen Sprache entgegenzuarbeiten, 
die sogenannte „Fruchtbringende Gesellschaft", auch bekannt 
unter der Bezeichnung des „Palmen-Ordens" bildeten, wird Al- 
brecht Christoph unter dem Namen „der Wohlbekommende" unter 
den Stiftern dieses Vereines aufgeführt1). 1628 versah er auf dem 
zu Bernburg gehaltenen Landtage die Stelle des Unter-Direktors 
der gesammten Anhaltinischen Fürstenthümer. Er starb 1637, aus 
seiner Ehe mit Catharina von Poplitz aus der Pfalz eine zahlreiche 
Nachkommenschaft hinterlassend, nämlich fünf Söhne: Adolph 
Wilhelm (127), Georg Christoph (128), Heinrich Philibert (129), 
Georg Aribert (130), Siegfried Hildebrand (131) und acht 
Töchter: ') Müller, Annal. Saxon. p. 312 und H. Kurz, Gesch. der deutschen Lite- 
ratur.
	        
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