20 Das Opferfest des Dschagganatha zu Puri in Orissa , im Juni '1864 .
Das Bpftrftft des Dschagganatha zu Pari in Brissa^ im Juni 1864 .
Wir lesen so oft , daß die Wittwenverbrennungen in In - dien der Vergangenheit angehören , und doch vergeht kaum ein Monat , in welchem nicht ein Satti gemeldet wurde . Wir haben einige der jüngsten Wittwenopsernngen im Globus mit - getheilt . — In allen geographischen Lehr - und Handbüchern wird gesagt , daß bei dem großen Wagenfest des Dschagganatha kein frommer Pilger mehr sich von den Rädern zermal - men lasse , um dem Gotte Wischnu wohlgefällig zu sein und das ewige Leben zu erwerben . Nun finden wir aber in der Times vom 15 . August einen Brief aus Calcutta vom 8 . Juli , in welchem ein Augenzeuge das diesjährige Fest des Dschagga - uatha beschreibt ; er sah selber , daß sich Menschen von den Rä - dern des Götzenwagens zermalmen ließen . Wir lassen hier seine Mitteilungen folgen und fügen einige Bemerkungen hinzu .
„ Das große Fest wurde am 19 . Juni damit eröffnet , daß der Dschagganatha gebaut wurde ; es endete am 6 . Juli damit , daß man die großen Festkarren nach ihren alten Plätzen zurückführte . Eiu Juuitag in den bengalischen Ebenen ist keine angenehme Festzeit , der Thermometer stand auf 135° F . , der Bodeu brannte wie Lava unter den Füßen , und durch die angesammelten Men - schenmassen wurde die Atmosphäre geradezu unerträglich . Der Hindu aber kehrte sich wenig an alles das ; es waren ihrer Zehntansende meilenweit herbeigeströmt , Männer , Weiber und Kinder , um sich au dem großen Fest zu ergötzen .
Eröffnet wurde die mehrwöchentliche Feier durch eine Pro - cessiou zu Ehren des Gottes Krischna . Voran schritten Kerle mit silbernen Stäben , die ziemlich wie Banditen aussahen , hinterdrein Festordner , welche mit Stöcken die Menge abhiel - ten , dann kamen Musikanten , Priester , und endlich der Gott
Zwischen der Delagoa Bay und Sosala wohnt eiu zu den Kaffern gehörendes Volk , das derNy a m bana , deren Stammes - zeichen ans einer Reihe künstlich erzeug - ter Warzen besteht ; sie haben etwa die Größe einer Erbse , beginnen oben an der Stirn dicht unter dem Haar und gehen bis zur Nasenspitze hinab . Ans diese Auszeichnung sind sie sehr stolz .
Die Takua - u i am Sam - best haben an verschiedenen Theilen der Stirne Gruppen von Punkten und Ein - schnitten , dergleichen sie sich auch aus der Brust einschneiden . Sie wohnen an der Spitze des Sambesi - Deltas ; die M e s e n n a 's , welche dieselben Zeichen haben , findet man in und um Senna ,
tüfumü .
Die Mutschana's - " V sind ein wildes Volk tief ^ im Binnenlande , etwa 70 / \V ' deutsche Meilen von der st'
Küste entfernt , das mit den Maknastämmeu fast immer Krieg führt , um Sklaven zu erbeuten ; sie haben den Negertypus , machen sich auf Gesicht , Stiru und Oberkörper Ein - schnitte in der Gestalt kleiner Striche und Sterne und reiben Holzasche in die
Sinne bezeichnet werden und die Stadt bewohnen , nach der man sie benennt , schneiden sich vorn ans der Stirn ein Huf - eise» eiu und bringen zu beiden Seiten desselben noch einige Zeichen an . Sie machen dergleichen auch auf das Kinn , nnd ans die Brust brennen sie eine große Figur ein , welche einem S gleicht ; auch feilen sie jeden einzelnen Zahn spitz .
Mosambik - Neger Mutschana . Nyambana .
einer portugiesischen Stadt , die etwas weiter aufwärts am i Wunden . — So viel von den Stammeszeichen . Wir werden Strome liegt . I demnächst die Schwärzen au der Südwestküste charakterisireu .