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Globus, 2.1862

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 2.1862

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711223
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711223
Persistenter Identifier:
1497531787528
Titel:
Baessler-Archiv, 8=33.1960
Erscheinungsjahr:
1960
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorderer Buchspiegel

Strukturtyp:
Vorderer Buchspiegel
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 2.1862
    [I]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    [I]
  • Vorwort: Vorwort / Herausgeber, Der
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Inhaltsverzeichnis: Verzeichniß der Illustrationen
    [VII]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenartikel: Der heilige Berg Athos, seine Klöster und seine Mönche
    [33]
  • Zeitschriftenartikel: Ein Blick auf Mexiko und die Republiken im spanischen Amerika. I. Die Blutmischungen und ihr Einfluß / A.
    43
  • Zeitschriftenartikel: Lambert's Rückreise von Timbo in Futa Djalon nach St. Loius im Senegal
    46
  • Zeitschriftenartikel: Chontáles in Central-Amerika, das Land der edelen Metalle / Fröbel, Julius
    49
  • Zeitschriftenartikel: Thomas Hutchinson's Fahrten im Niger-Delta
    51
  • Zeitschriftenartikel: Unglaube und Zweifelsucht in der Geographie
    54
  • Zeitschriftenartikel: Die neapolitanischen Volksstämme. I. Die Apulier und Irpiner / R-r., E.
    55
  • Zeitschriftenartikel: Besteigung der Maladetta
    57
  • Zeitschriftenartikel: Das Braunauer Ländchen / R.
    58
  • Zeitschriftenartikel: Aus Westindien
    59
  • Zeitschriftenartikel: Der südamerikanische Strauß
    60
  • Zeitschriftenartikel: Ein Besuch beim alten Bonpland
    60
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    61
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    [97]
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    [353]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Kleine Nachrichten . 
6L 
scheidenen mib liebenswürdigen Greise , denn die politischen Ver - Hältnisse erlaubten gerade damals ein weiteres Vordringen nicht . 
Ich langte Nachmittags vor der bescheidenen Wohnung Bon - Plands an ; mein Diener hatte sie mit vieler Mühe am äußersten Ende San Borjas erfragen müssen . Den ganzen Tag über war wnthender Sturm und anhaltender Landregen gewesen , und meine Kleidung befand sich in einem sehr schlechten Zustande ; lauge , vom Wasser durchweichte Stiefeln bedeckten meine Beine ; au der Hüfte hing ein Säbel wie ihn die Rio - Grandefen tragen , und Pfund - schwere , in der Provinz ^au Paulo gekaufte Sporen klirrten an meinen Fersen . Meiueu Anzug vollendete eiu bunter aber sehr beschmutzter Poncho aus Baumwolle . Jedermann konnte mich für einen Landstreicher halten , aber wenige Worte genügten , um mich bei Boupland einzuführen und ihn mit dem Zweck meiner Reise bekannt zu machen . 
Schon nach wenigen Stunden saßen wir im traulichen Ge - spräche wie alte Bekannte beisammen . Bonpland war am 
August 1773 geboren ; sein Familienname war Goujaud , aber schon früh erhielt er den Beinamen Bonpland , der ihm denn auch bis zu seinem am N . Mai 1858 erfolgten Tode blieb . Er war eine Zeitlang Verwalter zu Malmaifou und in Navarra , auf Gütern der Kaisen» Josephine , und blieb in dieser Stellung bis zum Sturze des ersteu Kaiserreichs . — Die Erinnerung au Amerika und seine mit Humboldt unternommene» Reisen verließ ihn nicht ; mächtige Sehnsucht packte ihn ; er schiffte sich zum zweiten Male uach der neuen Welt eiu und sah Europa uie wieder . Nachdem er in Buenos Ayres gelaudet , durchstreifte er die Pampas und das Grau Chaco , um in Bolivien die Audes zu durchforschen . Daun besuchte er die alten Jesuitcu - Missionen am linken Ufer des Parana . Dort aber ward er von Soldaten des Dictators Francis über - fallen , geknebelt und iu Paraguay zehn Jahre gefangen gehalten , bis es endlich den Bemühungen des frauzösische» Münsters Chateaubriand gelang , ihn zu befreien . 
Als ich Bonpland kennen lernte , war er noch eiu äußerst rüstiger Greis , und trotz seines hohen Alters ein Reiter wie wenige . Sein Gedächtnis ; war außerordentlich , seine immer fesselnde Uuterhaltuug leicht , gewandt und mit spaßhaften Anekdoten ge - würzt . Gleich dem großen Alexander Humboldt schien anch er sich Frische und Kraft des Geistes in den Audes geholt zu haben , dort oben in den Eisregionen des Chimborazo und Jllimani , wo mau dem Himmel näher als der Erde zu sein scheint . 
Bei Bouplaud kouute ich mit Muße die weiteren Bor - bereitungeu zn meiner Reise treffen ; von dem freundlichen Greise unterstützt , studirte ich alles , was mir förderlich sein konnte . Ich übte mich im Zeichnen , nahm verschiedene Jndiauertypeu aus und 
skizzirte die Ruinen der schönen Jesuitenkirche . Morgens ging ich mit Bonpland zn seinen Kranken , die er als Arzt treulich pflegte ; Abends ritten wir in der Umgebung der Stadt spazieren , warfen unseren Pferden die Zügel über deu Hals und ließeu ihnen freien Lauf . Manchmal verweilten wir mehrere Tage hinter - einander in den dem Naturforscher über alles lieben Urwäldern , und dort lebten die alten Erinnerungen in dem großen Botaniker mächtig auf . Zuweileu ritten wir bis uach Passo , einem kleine» Weiter in Uruguay , wo der frühere Statthalter einer Provinz , Don Pedro Ferrer , in der Verbannung lebte . Zu Hausgenossen hatte er drei Jesuiten , die kürzlich aus Paraguay heimgekehrt warm und mir schätzeuswerthe Mittheilungen über jenes Land machten . 
Inzwischen schienen sich die politischen Wirren und Kämpfe bis iil die Ewigkeit anszudehucn und Paraguay blieb mir ver - schloffen . Um die Zeit angemessen zn benutzen , beschloß ich einen Ausflug in die seit Anfang unseres Jahrhunderts wieder mit Brasilien vereinigten Missionen oricntales zn macheu . Meine Vorbereitungen waren schnell getroffen und Bonpland entwarf den Reiseplan . Diesem gemäß sollte ich alle Missionen am linken Ufer des Uruguay besuchen . Bei einigen derselben fand ich uoch die Ruine» einstiger Große uud früher» Glanzes , von anderen war nichts übrig geblieben als ein wüster Trümmerhaufen , aus dem üppige Pflanzen emporwucherten . Hier uud da haben arme Indianer ihre Hütten aufgeschlagen , oder sie bewohnen die ver - lasseueu Gebäude ; überall herrscht Elend und Verlassenheit , überall lassen sich die gräulichen Spureu der Verwüstung verfolgen , welche zwei Kriege mit Fremden , mit den wilden Horden des Artiges und dem General Rivera 1828 , sowie der kürzlich be - endete Bürgerkrieg anrichteten . 
Als ich von meiner Durchforschung der Missionen nach San Borja zurückkehrte , faud ich bei Bouplaud Briefe erfreulichen Inhalts . Der brasilianische Geschäftsträger in Asuuciou , an den ich mich gewandt hatte , schrieb mir , daß meiller Bereisung des Landes Paraguay nichts mehr im Wege stehe und daß mir an der Grenze eiu Paß eingehändigt werden solle . Zugleich bot er mir in der liebenswürdigsten Weise seine Gastfreundschaft an . 
Nun machte ich mich , vou einigen Soldaten begleitet , rasch auf die Reife , uud als ich die Grenzstadt Jncarnaciou betrat , wäre» alle Beschwerden und Gefahren vergessen . Der Befehls - Haber des Ortes händigte mir im Namen des Präsidenten Lopez den Paß eiu ; derselbe enthielt zugleich den Befehl , daß ich mit allen uöthigeu Reisemitteln , Menschen und Pferden , auf der Reise uach der Hauptstadt Asuuciou unterstützt werden sollte . So sielen endlich die Schranken , welche mich bisher von einem in - teressanten Laude getrennt hatten . 
Kleine II fi ch r i rh t t n . 
Wohrr stammen die Cigarren ? Der Tabak ist ein specisisch - amerikanisches Erzeuguiß , welches mau iu der Alten Welt vor der Entdeckung der westlichen Erdhälfte nicht gekannt hat . Die Spanier waren sehr erstaunt , als sie sahen , daß die Indianer den Rauch dieses Krautes einschliirsteu uud dann wieder von sich bliesen . 
Eiue der ältesten Nachrichten über das , was wir jetzt Ei - garren ueuueu , theilt der Geschichtschreiber Gonzalo Fernande ; de Oviedo y Baldez mit , iu seiner Geschichte von Nicaragua , welche 1555 vollendet wurde . Er war viele Jahre laug iu deu Eentralaiuerikauischeu Gegenden uud spricht als Augenzeuge . Wir entnehmen ihm das Nachfolgende' . 
Am Sonnabend , U> . August >52» , kam Dou Alouso , Kazike vou Nieoya , dessen einheimischer Name Nambi , das heißt Hund >st , auf den Aiarktplatz seines Dorfes . Es war zwei Stunden vor Einbruch der Dunkelheit . Gegen hundert Indianer begleiteten chn . Sie setzten sich in eine Ecke und begannen ihren Ar'eito zu leimt . Aretto's sind Gesäuge , iu welchen sie das Andenken von Begebenheiten ans früherer Zeit oder aus der Gegenwart schildern 
uud vermittelst welcher sie das Andenke» bewahren . Sie tanzten uud sangen . Wahrscheinlich waren sie nur gemeine Leute , deuil der Kazike ging sehr feierlich nach eiuer andern Ecke des Markt - Platzes , wo er auf eiuer Art vou Bauk Platz uahm . Danu setzten sich die höchsten Beamten und etwa achtzig andere Indianer unt ihn herum und eiu junges Madchm brachte zu trinken in kleinen Kalebassen . Das Getränk war wie starker Wem uud eiu wenig säuerlich ; sie bereiten dasselbe aus Mms und nennen es Chicha . Es sieht ans wie Hühnerbrühe iu welche mau ein Paar Eier ge - schlagen hat . 
Als sie nun zu trinken angefangen hatten , uahm der Kazike eiu Päckchen mit ^ - abaksstückchen , etwa sechs Zoll lang uud so dick wie ein Finger ; die Blätter waren zusammeugerollt und mit einem Faden bewickelt . Sie verwenden ans den Anbau des Tabaks große Sorgfalt uud verfertigen aus ihm Rollen , welche sie au einem Ende anzünden ; diese brennen langsam einen ganzen Tag . Das andere Ende stecken sie in deu Mund , ziehen von Zeit zu Zeit deu Rauch ein , behalten
	        

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