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Baessler-Archiv, 16/17.1933/34

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Baessler-Archiv, 16/17.1933/34

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711493
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711493
Persistenter Identifier:
1500547518006
Titel:
Baessler-Archiv, 16/17.1933/34
Erscheinungsjahr:
1934
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 16, 1933, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Wesen und Aufbau der Erziehung primitiver Völker
Sonstige Person:
Hedenus, H.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Baessler-Archiv
    -
  • Baessler-Archiv, 16/17.1933/34
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 16, 1933, Heft 1
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 16, 1933, Heft 2
    [105]
  • Zeitschriftenartikel: Wesen und Aufbau der Erziehung primitiver Völker / Hedenus, H.
    [105]
  • Zeitschriftenartikel: Bei den Orang Loeboe in Zentral-Sumatra / Helbig, Karl
    [164]
  • Zeitschriftenrezension: The Zodiac of Qusayr ‘Amra by Fritz Saxl. The Astronomical Significance of the Zodiac of the Qusayr 'Amra by Arthur Beer / Klüber, H. von
    [188]
  • Zeitschriftenrezension: James George Frazer, Mensch, Gott und Unsterblichkeit. Gedanken über den menschlichen Fortschritt / Preuss, K. Th.
    189
  • Zeitschriftenrezension: Karlin, Alma M. Der Todesdorn und andere seltsame Erlebnisse aus Peru und Panama / Krickeberg, W.
    190
  • Literaturverzeichnis: Büchereingänge
    -
  • Leerseite
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1934, Heft 1
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1934, Heft 2
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1934, Heft 3
    [103]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 17, 1934, Heft 4
    [155]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

H. HEDENUS 
1 46 
Allgemeine Cha 
rakteristika der 
Erziehung des 
eigentlichen 
Kindesalters. 
Technisch-prak 
tische Erziehung 
der beiden Ge 
schlechter. 
aus dem Kopf an, wie die 36 Steine miteinander aus den verschiedenen Löchern vertauscht 
werden sollen. Sobald seine Angaben nicht stimmen, indem er z. B. befiehlt, einen Stein 
aus einem Loch zu nehmen, in dem bereits keiner mehr ist, hat er verspielt. Rasches Sub 
trahieren und Addieren wird durch dieses Spiel in jeder Weise geübt, ganz abgesehen von 
der allgemeinen gedächtnismäßigen Schulung, 
Wie in der frühen Kindheit der eigentliche erzieherische Faktor das Spiel ist, so ist es 
bei den Naturvölkern auf der zweiten Altersstufe in ausgesprochenem Maße die praktische 
Arbeit. Bei dieser frühzeitig so ernsthaft einsetzenden Erziehungsform, ist es kaum zu ver 
wundern, daß bei manchen Völkern nicht das Recht auf Erziehung sondern das Recht auf 
Nichterziehung das Erstrebenswerte ist. Daher brauchen z. B. die Erstgeborenen in Kaiser- 
Wilhelmsland (Neu-Guinea) bis zu ihrem 10. Jahre nichts arbeiten, d. h. also nichts lernen 1 . 
Die Arbeitsschulung ist im wesentlichen durch die Unsicherheit und den Bedarf an 
Arbeitskräften der primitiven Wirtschaft bedingt. Allerdings hat es bei manchen Völkern 
den Anschein, als ob sie sich ganz bewußt zum Arbeitsprinzip bekennen, wie es etwa folgender 
Spruch der Schambala (Ostafrika) zum Ausdruck bringt: „Wer dich zur Arbeit anhält, 
meint es gut mit dir“ 2 . 
Nicht nur die Eltern sind von dem Wert frühzeitiger produktiver Arbeit für das Kind 
überzeugt, sondern die Kleinen selber erfahren das gleiche am eigenen Leibe, kaum daß 
sie eben laufen gelernt haben. So weiß z. B. das Seminole-Indianerkind (Florida) 3 sehr bald 
“that the more he can do for himself and the more he can contribute to the general domestic 
welfare the better he will get along in liefe.” Ein großer Teil der Hausarbeiten wird durch 
die Kinder erledigt, was trotzdem nicht hindert — wie wir sahen — daß ihre Jugend durch 
aus nicht unfreundlich und hart ist, wie manche Forscher es auf Grund der Literaturberichte 
darstellten. 
Ebenso charakteristisch wie die Arbeitserziehung ist für die zweite Altersstufe die all 
mählich immer ausgesprochenere Trennung der Geschlechter in Erziehung und Leben. Sie 
wird einerseits — wie bereits erwähnt — durch die verschiedenen wirtschaftlichen Funk 
tionen der Knaben und Mädchen wie auch durch die erziehlichen Wünsche für eine oft 
diametral entgegengesetzte Charakterentwicklung bedingt, während andererseits moralische 
Gründe bei steigenden Kulturansprüchen dafür eine immer gewichtigere Rolle spielen. 
Außerdem ist die von der Pubertätszeit ab bei vielen Stämmen womöglich noch strenger 
durchgeführte Trennung der Geschlechter auch auf politische und religiöse Motive zurück 
zuführen. Man wünscht keine Profanisierung und damit die allmähliche Unwirksamkeit der 
traditionellen Kultgeheimnisse und schließt daher sehr häufig die weiblichen Stammes 
angehörigen von den Einweihungs- und anderen religiösen Zeremonien aus. Ferner wird 
die machtpolitische Stellung des Mannes durch sein isoliertes Zusammenhalten mit den 
Geschlechtsgenossen weitgehendst gestärkt und ermöglicht ihm so vielfach, seine Wünsche 
und Bedürfnisse als die allein berechtigten geltend zu machen 4 . 
Die Geschichte der Erziehung primitiver Völker zeigt somit hier sehr anschaulich die 
mannigfaltige Verflochtenheit der ursächlichen Momente für alle pädagogischen Impulse. 
Was heute z. T. als sittliche Forderungen einer nahezu autonomen Pädagogik angesprochen 
wird, hat zumindesten in seinen Ursprüngen häufig gänzlich andersartige Motivationen als 
rein ethisch-pädagogische erfahren. 
Wenn es überhaupt angemessen ist, von einem Primitiven-,, Stundenplan“ für die 
zweite Altersstufe zu sprechen, so ist er gleichermaßen für beide Geschlechter auf den beiden 
großen Gruppen der beruflichen Vorbereitungs- und der moralischen Schulungsfächer auf 
gebaut. Die praktische Erziehung steht dabei naturgemäß im Vordergrund, wenn auch die 
1 Ploss-Renz, vol. IE S. 462. 3 Maccauly. S. 418. 
2 Johannsen u. Döring, S. 138. op. cit. Eilers, S. 29. 4 Beck, S. 44—5.
	        

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