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Globus, 26.1874

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 26.1874

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-708397
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708397
Persistenter Identifier:
DE-11-001723782
Titel:
Globus, 26.1874
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1874
Signatur:
LA 3252-26
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
No. 7. 1874
Sonstige Person:
Andree, Karl
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Skizzen aus Chile. I. Zur See von Valparaiso nach Chanaral
Sonstige Person:
Thiele, Georg
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 26.1874
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Literaturverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1874 / Andree, Karl
    [1]
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1874 / Andree, Karl
    [17]
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1874 / Andree, Karl
    [33]
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1874 / Andree, Karl
    [49]
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1874 / Andree, Karl
    [65]
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1874 / Andree, Karl
    [81]
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1874 / Andree, Karl
    [97]
  • Zeitschriftenartikel: F. Garnier im nördlichen Laos
    [97]
  • Zeitschriftenartikel: Die Russen in Sibirien. II. II. Rußland colonisirt Sibirien / kohn, Albin
    103
  • Zeitschriftenartikel: Skizzen aus Chile. I. Zur See von Valparaiso nach Chanaral / Thiele, Georg
    106
  • Zeitschriftenartikel: Zur ostfriesischen Neck- und Spottlust. II. / Meier, Hermann
    107
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    110
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1874 / Andree, Karl
    [113]
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1874 / Andree, Karl
    [129]
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1874 / Andree, Karl
    [145]
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1874 / Andree, Karl
    [161]
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1874 / Andree, Karl
    [177]
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1874 / Andree, Karl
    [193]
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1874 / Andree, Karl
    [209]
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1874 / Andree, Karl
    [225]
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1874 / Andree, Karl
    [241]
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1874 / Andree, Karl
    [257]
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1874 / Andree, Karl
    [273]
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1874 / Andree, Karl
    [289]
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1874 / Andree, Karl
    [305]
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1874 / Andree, Karl
    [321]
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1874 / Andree, Karl
    [337]
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1874 / Andree, Karl
    [353]
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1874 / Andree, Karl
    [369]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

106 
Georg Thiele : Skizzen aus Chile . I . 
Skizzen c 
Von Dr . med . 
Zur See von Valpc 
Der Morgen des 16 . Octyber ( 1873 ) , welcher dem Abend unserer Abfahrt von Valparaiso folgte , war kalt aber klar , so daß sich die nahe chilenische Küste deutlich übersehen ließ . Es war eiu dürres Sandland , über welchen : wenige Schritte landeinwärts vegetationslose Felsen , etwa bis zur Höhe von 500 bis 800 Fuß , sich erhoben . Etwa gegen Mittag , unmittelbar hinter einem steilen und höhern Felsen , trat das Ufer zurück und ward allmalig unsichtbar . Dies war der Eingang zur Bucht vou Tongoi , von wo eine Eisenbahn nach Ovalle führt , welcher letztere Ort eine früher reiche , jetzt sehr wenig ergiebige Kupfermine hat , und außerdem führt jetzt eine Eisenbahn von Ovalle nach la Serena , so daß Tongoi ganz verfallen ist . 
Allmalig bekamen wir das Ufer wieder zu Gesicht , immer gleich dürr und hoch , bis nach Coquimbo . Hier erscheint zuerst eiu gauz baumloser aber völlig grüner Berg , dessen helle Farbe in Verbindung mit seiner beträchtlichen Höhe sonderbar gegen das dürre , felsige Ufer absticht . Dann kommt noch ein sehr schroffer , ganz weiß aussehender Fels , auf desseu Spitze sich der hohe Thurm des Schmelzwerkes von Gnayacau erhebt ; und ist man um diese Ecke herum , so befindet man sich in der Bucht von Serena . Serena ist nach Valparaiso und Santiago eine der bedeutendsten Städte des Landes . Sie liegt in einer sehr fruchtbaren Gegend , und wir sahen sie in ein anmnthiges Grün gehüllt im Hintergründe der Bucht liegen . Da diese zu seicht ist , so gehen die Schiffe nur bis Coquimbo , einem kleinen Städtchen , mit dem jenes durch eine Eisenbahn verbunden ist . 
Das Schiss , dessen Verdeck fortwährend mit Fruchthändlern überfüllt ist , so daß es einem wandelnden Frucht - und Gemüsegarten gleicht , blieb in Coquimbo sechs Stunden und wir begaben uns ebenfalls ans Land . Während landeinwärts überall fruchtbarer Boden ist , ist die Küste allenthalben dürr und steinig . Das gut gebauete Städtchen hat eine Markt - Halle , breite Straßen und auf dem Marktplatze geschmackvolle Parkanlagen . Auf einer Estrade vollführte eben eine Musik - baude ein wahrhaft schauriges Coucert . Einige Coquimbaner und Coqnimbanerinnen lustwandelten zu diese» erheiternden Klängen in der Abendkühle . Nachts 1 Uhr dampfte das Schiff ans dem Hafen hinaus . 
Hinter Coquimbo beginnt allmälig der unfruchtbarste Theil Chiles , die eigentliche Wüste Atacama , nur hin und wieder von einzelnen fruchtbaren Thälern durchzogen . Ein solches ist Huasco , wo wir gegen Mittag des 17 . anlang - ten . Das Ufer selbst ist öde wie überall , und ein großer , noch ganz dürrer Berg verdeckt die Aussicht in das Thal , das eins der schönsten in Chile sein soll . Es ist auch ziemlich groß und beherbergt zwei leidlich bevölkerte Städt - chen , Freirina und Vallenar . Indessen ist diese Gegend noch ziemlich terra incognita , und es wohnt weder in Freirina noch in Vallenar ein Europäer . Auch der Meuschen - schlag hier ist wegen seiner Schönheit wohl belenmnndet . Wir sahen davon nur eine Menge junger Mädchen , die ans das Schiff kamen um Früchte zu kaufen , und sie stachen 
u s Chile . 
Georg Thiele . 
aiso nach Chanaral . 
durch ihre stattlichen Figuren gegen die meist kleinen und unansehnlichen Chilenen Vortheilhaft ab . Auch näherten sich ihre Gesichter mehr unseren europäischen Begriffen von Schönheit als die übrige Nace hier im Lande ; dagegen ren sie alle tief kupferbraun und sonach wohl noch nnver - mischte Indianer . 
Nach Huasco wird der Anblick des Ufers immer ab - schreckender und dürrer . Selbst die Cacteen , die bis dahin noch hier und da ans den Uferfelsen saßen , beginnen zu seh - leu . Gegen 4 Uhr erreichten wir Carrizal Bajo , wo große Kupferminen find . Der Ort ist einer der volkreichsten Plätze an der Küste , hat aber verhältnißmäßig wenig Leben und Verkehr , da sonst alles ausschließlich Domäne eines gro - ßen Grundbesitzers ist . 
Hinter Carrizal Bajo beginnt das Ufer niedrig zu wer - den . Ein großer sargsörmiger Berg zeigt den Seeleuten , daß sie sich der Bucht von Caldera nähern . Caldera selbst ist noch über eine geographische Meile vom Berge entfernt , neben dem sich die ehemalige Mündung des Flusses Copiapu befindet , sowie der Platz , wo einst Puerto Copiap» stand . Letzteres war einst , ehe Caldera erbant wurde , der Hafen der Provinz ; hente aber steht kein Hans mehr da und lebt keine Seele daselbst , obgleich auf den in Deutschland üblichen Karten Puerto Copiapo als ziemlich große Stadt gedruckt erscheint . 
Wir erreichten Caldera in der Nacht und verließen am Morgen des 18 . das Schiff . Caldera ist eine Stadt , die erst 20 Jahre alt ist oder noch jünger . Am Ende der fünfziger Jahre stieg der Export von Erzen aus Copiapo . derart , daß man sich veranlaßt fand , eine Eisenbahn von Copiapo nach der Küste zu baueu . Man führte diese Eisen - bahn nach dem Punkte der Küste , der den besteu Hafen bietet und hier entstand Caldera ; das erwähnte Puerto Copiapo giug ein . Caldera liegt an einem sanft ansteigenden Sand - user und ist regelmäßig gebaut , sehr sauber für dieses Laud und hat einige größere öffentliche Gebäude . Zur Zeit seiner Blüthe zählte es über 6000 Einwohner , heute wenig über 1000 , hat aber als Haupthafen der Provinz viel Verkehr . Es hat , wie man sagt , von allen Städten Südamerikas das beste Klima . Da es indessen hier nie regnet und anch keine Süßwasserquellen giebt , so hat es auch keine Vegetation — nichts als Sand und im Hintergründe die nackten Felsen der Wüste Atacama . 
Um 12 Uhr fuhren wir mit dem Zuge nach Copiapc» . Die Fahrt dahin ist für den , der die Wüste noch nicht gefe - hen hat , sehr interessant . Wir fuhren zuerst über eine große Sandfläche , rechts und links vou rotheu Hügelreiheu begrenzt . Der Sand ist nicht ganz ohne Vegetation , es wachsen einige Blumen und Kräuter darin . die sogar recht hübsch gefärbte und stark riechende Blumen tragen . Für gewöhnlich sehen sie verdorrt und vertrocknet aus , da es hier nie reguet ; nach einem recht feuchten Nachtnebel werden sie jedoch für einige Tage ganz grün und blühen schleunigst . Allmälig erreicht man die Hügelreiheu und fährt in ein etwas fchma -
	        

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