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Anthropos, 47.1952

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Anthropos, 47.1952

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711493
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711493
Persistenter Identifier:
1500547518006
Titel:
Baessler-Archiv, 16/17.1933/34
Erscheinungsjahr:
1934
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhaltsverzeichnis
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
    -
  • Anthropos, 47.1952
    III
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorsatzblatt
    I
  • Titelseite
    III
  • Inhaltsverzeichnis: Index
    V
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, H. 1./2., Jan. - Apr., 1952
    1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, H. 3./4., May - Aug., 1952
    369
  • Zeitschriftenartikel: Les Baamba et les Babwizi du Congo belge et de l'Uganda Protectorate / Joset, Paul-E.
    369
  • Zeitschriftenartikel: Bericht über meine südafrikanische Forschungsreise 1950/51 / Gusinde, Martin
    388
  • Zeitschriftenartikel: Was There a Palaeolithic Period in Melanesia ? / Riesenfeld, Alphonse
    405
  • Zeitschriftenartikel: Völkerkundliche und sprachliche Aufzeichnungen aus dem moándo-Sprachgebiet in Nordost-Neuguinea / Tranel, Wilhelm
    447
  • Zeitschriftenartikel: Les couleurs et les dessins au Ruanda / Pauwels, M.
    474
  • Zeitschriftenartikel: Zur Religion der Dongo auf Sumbawa / Arndt, Paul
    483
  • Zeitschriftenartikel: Present-Day Relics of the Vedic Horse-Sacrifice ? / Taliath, Joseph
    501
  • Zeitschriftenartikel: Der "Herr der Tiere" in einigen Sagenhndschaften Europas und Eurasiens / Schmidt, Leopold
    509
  • Zeitschriftenartikel: Djamar and His Relation to Other Culture Heroes / Worms, Ernst Ailred
    539
  • Zeitschriftenartikel: Die Weltzeitalter des Popol Vuh als Schichtung der Maya-Kultur / Schmidt, W.
    561
  • Zeitschriftenartikel: Clans et alliances entre clans dans le sud-ouest de l'Angola / Estermann, C.
    587
  • Zeitschriftenartikel: Another Version of the Baiga Creation Myth / Fuchs, Stephen
    607
  • Zeitschriftenartikel: Zur Religion der Tujen des Sininggebietes (Kukunor) (Erste Fortsetzung) / Schröder, Dominik
    620
  • Zeitschriftenartikel: Analecta et Additamenta / Schmidt, Wilhelm
    659
  • Zeitschriftenartikel: Miscellanea
    668
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
    677
  • Literaturverzeichnis: Eingeandte Literatur - Publications received
    718
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau - Review of Reviews
    726
  • Zeitschriftenheft: Bd. 47, H. 5./6., Sep. - Dec., 1952
    [737]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

490 
Paul Arndt 
Anthropos 47. 1952 
Landau! Am Stein schlachtet er ein Huhn und opfert es dem Landau, 
dem Gott des Regens. Im Dorfe Kala befindet sich auch ein Opferstein. 
Dorthin kehrt dann der Läufer zurück und wird vom ntsuhi empfangen, 
der am dortigen Opferstein betet. 
Man wendet sich an die déwa allgemein um Heil und Segen für das 
Dorf. Dies ist Anlaß zu einem Fest mit Gesang und Tanz, das drei Tage 
dauert. Drei Männer holen in einem kleinen Bambusgefäß, das im Hause 
des Klan- und Dorfvorstehers aufbewahrt wird, Wasser aus der See. Auch 
alle andern Bewohner begeben sich beständig singend zum Meeresstrand, je 
zwei auf einem Pferd, vorn ein Mann oder Junggeselle, dahinter eine Frau 
oder ein Mädchen. Am Strande waschen sie ihr Gesicht und kehren dann 
singend ins Kampong zurück. Im Gesang wird Déwa Muti gepriesen und 
um seinen Segen gebeten. Im Kampong bilden zwölf oder dreizehn Frauen 
eine Reihe. Vor ihnen steht ein Mann mit einer Lanze. Alle tragen 
einen weißen Überwurf um die Schultern und sind reich geschmückt. Sie 
bewegen sich langsam unter andauerndem Singen im Kampong umher. Als 
Festspeise dienen selbstgebackene Küchlein. Die Alten nehmen am Fest 
essen teil. Nachts wird zum Abschluß des Festes noch einmal gesungen. 
Beim Schwören wird der Name Allahs gebraucht ; z. B. „Im Namen 
Allahs bekenne ich, wenn ihr mir auch die Zunge spaltet, daß ich das Pferd 
nicht gestohlen habe.“ Der Gegner erwidert : „Wenn du nicht die Wahr 
heit redest, dann soll dich die Erde beim Tode nicht aufnehmen ! (d. h. er 
wird nicht zu den Vorfahren gelassen).“ 
Ein Bericht aus dem Dorf Mbawa. 
Es gibt nur einen Gott {déwa), der den Menschen gemacht hat. Es 
ist der Déwa Langi Lanta, der weiße Himmels-déwa, oder auch Ruma Suu, 
Herr der Gebote genannt. Er ist der größte und höchste déwa. Die andern 
déwa sind seine Untertanen. Déwa Langi Lanta hat alle Macht auf Erden 
und droben am Firmament (alan dunia ai bolén ni sa kekéti moti). Er ist 
ein alter Mann, aber gewaltig, unerschrocken, mutig und mächtig. Woher 
er kommt und wie er geworden ist, weiß man nicht. Im Traum ist er wohl 
sichtbar, aber nur wie im Vorbeihuschen, bald hier bald dort, dem Winde 
gleich. Sein Gewand ist weiß wie die Wolken. Der Mensch, der ihn zu 
sehen bekommt, muß sterben wegen seines schreckenerregenden Aussehens. 
Déwa Langi Lanta selbst stirbt aber nicht. Er macht alles, auch den Men 
schen. Er wirkt und schafft im Himmel, im Monde und auf der Erde ; alle 
seine Werke sind gut. Alles muß ihn fürchten und ehren ; denn er straft 
auch die Menschen. Sie denken an ihn im Traume und in der Not. Sein 
Name wird in der Furcht, im Zorne und beim Schwur genannt. In großer 
Not ruft man Ruma Suu an : „Jo Ruma Suu Ruma Kdai, o Herr der Gebote, 
mächtiger (?) Herr !“ Die andern déwa sind teils Männer teils Frauen, sie 
haben aber keine Kinder, sondern nehmen die Menschen als Kinder an. 
Menschen und déwa sind Untertanen des Déwa Langi Lanta {Ruma Suu). 
Es gibt déwa, die den Menschen krank machen und ihm auch sonst allerlei 
Unheil, Sorgen und Beschwerden verursachen. Es gibt aber auch solche,
	        

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