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Globus, 24.1873

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 24.1873

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714814
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714814
Persistenter Identifier:
BV044347945
Titel:
Baessler-Archiv
Untertitel:
Beiträge zur Völkerkunde
ISSN:
0005-3856
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1910
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711540
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711540
Persistenter Identifier:
1501143206107
Titel:
Baessler-Archiv, 46/47=71/72.1998/99
Erscheinungsjahr:
1999
Signatur:
LA 1255
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 24.1873
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    [V]
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1873 / Andree, Karl
    [1]
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1873 / Andree, Karl
    [17]
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1873 / Andree, Karl
    [33]
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1873 / Andree, Karl
    [49]
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1873 / Andree, Karl
    [65]
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1873 / Andree, Karl
    [81]
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1873 / Andree, Karl
    [97]
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1873 / Andree, Karl
    [113]
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1873 / Andree, Karl
    [129]
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1873 / Andree, Karl
    [145]
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1873 / Andree, Karl
    [161]
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1873 / Andree, Karl
    [177]
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1873 / Andree, Karl
    [193]
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1873 / Andree, Karl
    [209]
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1873 / Andree, Karl
    [225]
  • Zeitschriftenartikel: Auf Tahiti in der Südsee
    [225]
  • Zeitschriftenartikel: Zug mit einer Sklavenkarawane in Baghirmi. II. / Nachtigal
    231
  • Zeitschriftenartikel: Die Sage von den goldgrabenden Ameisen in Indien
    233
  • Zeitschriftenartikel: Die Chinesen in San Francisco. Ein Culturbild aus dem fernen Westen. I. / Kirchhoff, Theodor
    236
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    238
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1873 / Andree, Karl
    [241]
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1873 / Andree, Karl
    [257]
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1873 / Andree, Karl
    [273]
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1873 / Andree, Karl
    [289]
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1873 / Andree, Karl
    [305]
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1873 / Andree, Karl
    [321]
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1873 / Andree, Karl
    [337]
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1873 / Andree, Karl
    [353]
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1873 / Andree, Karl
    [369]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

232 Dr . Nachtigall Zug mit einer 
gungen und Drohungen nicht mehr zum Weitergehen zwangen , der mußte rettungslos zurückbleiben : der Hunger trieb die Karawane rastlos voran , und selbst wenn Hunderte gefallen wären , der Rest würde mit derselben Rapidität glücklicheren Gegenden zugestrebt haben . Schon beglückwünschte ich im Herzen diejenigen , die Schwäche und Krankheit zu Falle brachten und keine Drohung und Züchtigung ihrer Herren zum Weitergeheu zu bewegen vermochten . Die Ruhe , der Lichtstrahl wiedergefundener Freiheit in ihrer Seele , die Nähe bewohuter Heidenortschaften boten die einzige Möglichkeit ihrer Wiederherstellung und Rettung . Ach , ich kannte die Bestialität , zu der sich der Mensch erniedrigen kann , die Verschrobenheit des Urtheils deren er fähig ist , noch wenig . Als mein marokkanischer Diener Hammu kam , mir zu sagen , daß man die Marschunfähigen nicht einfach zurücklasse , sondern als warnendes Beispiel für die Uebrigen abschlachte , weigerte ich mich , überhaupt nur die Möglichkeit eines so unmensch - lichen Verfahrens zuzugeben . Daß ihre Herren bei den Ge - fallenen zurückblieben , schien mir nur den Zweck zu haben , neue Versuche , die Erschöpften zum Weitergehen zu vermögen , anzustellen . 
Doch bald sollte ich von der Richtigkeit der Denunciation Hammu's durch Augenschein überzeugt werden . Ich war einst hinter der Karawane zurückgeblieben und sah beim Hin - zureiten aus der Ferne einen Kanuri mit einer gefallenen Sklavin beschäftigt . Näher gekommen sah ich nur noch wie dieser Mensch , wenn er diesen Namen überhaupt noch ver - dient , sein blutiges Messer abwischte , und fand das arme Opfer mit abgeschnittener Kehle den letzten Athem aus - hauchen . Jener meinte nur mit philosophischer Miene . - „ Wahrlich , diese Sklaven haben keinen „ Aman " ( wie wenn sie willkürlich die auf sie gesetzten Hofsnungen getäuscht hätten ! ) ; es ist kein Gewinn bei ihnen zu holen . " — Selbst die Araber der Mittelmeerküste und Fezzans wollten mir kaum glauben , was ich mit Augen gesehen hatte . Jeder von ihnen hatte vielleicht schon einmal einen marschunfähigen Sklaven in der Wüste der Sonne , dem Hunger und dem Durste einem langsamen , sichern Tode — überlassen , wenn ihn der Mangel an Transportmitteln dazu gezwungen hatte ; doch daß man einen elenden , kranken Menschen , eine schwache Frau , ein zartes Kind wie ein Huhn abschlachte , wollte auch ihnen nicht in den Sinn . Freilich , wenn nicht in ihrem Falle die Wüste die Arbeit des Henkers mit so unerbittlicher Sicherheit übernähme , wenn Rettung der Zurückbleibenden aus den öden Dünen und der wüsten Hammadan überhaupt möglich wäre , würden auch sie vielleicht auf ein so risches Mittel , die übrigen Sklaven einzuschüchtern und an - zustacheln , verfallen sein . Denn es ist der Islam der diese Unmenschlichkeit erzeugt , das Gefühl in sonst gutmüthigen Menschen erstickt und ihr Urtheil in absurdester Weise ver - dreht ; ihm ist alle Schuld beizumessen , nicht seinen mora - lischen Produtten , den sonst oft harmlosen und gutmüthigen Menschen . 
Von den 27 Sklaven meiner Zeriba hauchten zwei Frauen ihr Leben ans , eine blieb zurück mit dem Verspre - cheu uns laugsam auf den Lagerplatz zu folgen , erreichte das jedoch nicht , bevor wir am großen Baghirmistrom zwischen Laffena und Mafsale ankamen . Doch herrschte unter ihnen eine Ophthalmie , welche ihrer zehn ergriff und zweien erhebliche Cornealtrübungen zurückließ . Die 17 Sklaven meiner engern Familie waren noch vollzählig ; doch herrschte die Ophthalmie gerade unter ihnen , und abgema - gert waren sie wie alle Uebrigen . 
Von Mafsale am Schari mußten die Rationen wieder herabgesetzt werden ; in Baingana , zwei Tage , oder bei den schwer passirbaren Wegen jetzt , drei Tage weiter , hoffte ich , 
Sklavenkarawane in Baghirmi . 
wie bei der ersten Passage , etwas Getreide für eine meiner Toben zubekommen . Je länger die Reise dauerte , je schwächer die Leute geworden waren , desto unzureichender wurde die Nahrung . Ich selbst fuhr unentgeltlich mit meinem Gepäck den großen Fluß stromabwärts , die einzige Wohlthat , deren ich mich von Seiten des Baghirmikönigs Mohammedu rühmen kann , und suchte für meine hungernden Leute Fische anfzu - treiben . In Baiugana gelang es mir in der That , für zwei bis drei Tage , also bis Mandzasa , Getreide zu kaufen , und als ich nach drei Tagen mit ihnen in letzterer Stadt zusammentraf , konnte ich sie mit einem frischen Fische von menschlicher Größe und einer feisten Ziege , die ich als Gast des Königs von einzelnen Ortschaften des Schari zum Ge - schenke erhalten hatte , regaliren . Dazu entledigte sich der Bürgermeister Mandzasas seiner Pflicht mir gegenüber durch 50 kleine Fische , welche mit den ebenerwähnten Geschenken uns bis Bugoman , zwei kleine Tagemärsche weiter , helfen mußten . 
Indessen hatte sich die Zahl meiner Pflegebefohlenen um drei vermindert ; zwei waren an Diarrhöe zu Grunde gegangen und den Anstrengungen erlegen , und einer war zu Mandzasa entflohen . Von den Gestorbenen war der Eine durch Cornealtrübungen fast ganz erblindet gewesen . Was den Entflohenen betrifft , so war es eine mir a priori schwer verständliche Thatsache , daß , je weiter wir uns von der Heimath der Sklaven entfernten , desto häufiger ihre Eut - weichungen wurden , oder vielmehr , daß , je länger die Reise dauerte , desto mehr Sklaven entflohen . In der That war es nicht mehr die Hoffnung , ihre ferne Heimath wiederzu - gewinnen , die sie zur Flucht bewog , sondern nur der Gedanke , dieser schrecklichen Reise mit ihrem Hunger , ihren anstrengenden Märschen durch Wasser und Sümpfe ein Ende zu machen . Die Armen hatten ja keinerlei Sicherheit , daß dies nnerträg - liche Reisen nicht etwa noch Monate dauern würde . Was wußten sie von der weiten Welt , von ihrem endlichen Ziele und ihrer schließlichen Bestimmung ? Die Entweichungen und Fluchtversuche begannen hier in Mandzasa , setzten sich in Bugoman und Logon fort , und endigten erst in der Nähe von Kuka , als Alle inne wurden und verstanden , daß das Ziel ihres qualvollen Transportes einstweilen erreicht sei . — Die Dualen des Hungers wurden einigermaßen beendigt in Bugoman , und verschwanden von Logan ab . Doch die Wege durch die Provinz Kotoko mit ihrem Thonboden , ihren Morästen und überschwemmten Wiesen waren schwerer Passirbar als die Baghirmiwege , und mehrtägige gute und reichliche Nahrung gab den durch monatelangen Hunger und Anstrengungen Erschöpften die normalen Kräfte nicht zurück , noch wurde dies durch eine zweckmäßige Behandlung der ununter - Krochen fortdauernden Diarrhöe erreicht . So wurden die Ent - weichuugen der Muthlosen in der Logonstadt , Kala kasra , und in den Mekariortschasten der Gegend von Afade ent - schlich häusig . Die nächtlichen Fesseln aus Stricken mit Hülfe des Feuers , das in den erreichten Gegenden fast all - abendlich und nächtlich unterhalten wurde , zu lösen oder zu zerstören , war ja so leicht . Der Flüchtling trat in die erste beste Hütte , die einen gewissen Wohlstand des Besitzers ver - rieth , und wurde von letzterm natürlich mit offenen Armen aufgenommen . Wenn Morgens auf Anstiften des ursprüng - lichen Herrn und des Bürgermeisters der Koran im Orte circulirte , konnte Jeder auf ihn schwören , er habe keinen entlau - senen Sklaven in seiner Behausung . Kleinere Kinder wurden auch von den Einwohnern der nördlichen Ortschaften Baghirmis , Logons und der Mekariortschasten Bornus gestohlen . 
Von meinen Pflegebefohlenen verlor ich noch zwei durch den Tod ( einen 'zwischen Bugoman und Logon , einen in der
	        

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