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Globus, 28.1875

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 28.1875

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-708399
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708399
Persistenter Identifier:
DE-11-001723785
Titel:
Globus, 28.1875
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1875
Signatur:
LA 3252-28
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
No. 16. 1875
Sonstige Person:
Kiepert, Richard
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Der Markesas-Archipel. III.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
Nicht entzifferte Inschrift einer Insel des polynesischen Archipels
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 28.1875
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1875 / Andree, Karl
    [1]
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1875 / Andree, Karl
    [17]
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1875 / Andree, Karl
    [33]
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1875 / Andree, Karl
    [49]
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1875 / Andree, Karl
    [65]
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1875 / Andree, Karl
    [81]
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1875 / Andree, Karl
    [97]
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1875 / Andree, Karl
    [113]
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1875 / Andree, Karl
    [129]
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1875 / Andree, Karl
    [145]
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1875 / Andree, Karl
    [161]
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1875 / Andree, Karl
    [177]
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1875 / Kiepert, Richard
    [193]
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1875 / Kiepert, Richard
    [209]
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1875 / Kiepert, Richard
    [225]
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1875 / Kiepert, Richard
    [241]
  • Zeitschriftenartikel: Der Markesas-Archipel. III.
    [241]
  • Abbildung: Krieger, Frau und Greis auf den Markesas
    242
  • Abbildung: Anthropophagen
    243
  • Abbildung: Nicht entzifferte Inschrift einer Insel des polynesischen Archipels
    244
  • Zeitschriftenartikel: G. Fritsch über die Ova-herero
    245
  • Zeitschriftenartikel: Eine Expedition gegen die Branntweinhändler im amerikanischen Nordwesten
    247
  • Zeitschriftenartikel: Die englischen Himalaya-Besitzungen. II. / Schlagintweit, Emil
    248
  • Zeitschriftenartikel: Skizzen aus Chile. VI. / Thiele, Georg
    251
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    254
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1875 / Kiepert, Richard
    [257]
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1875 / Kiepert, Richard
    [273]
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1875 / Kiepert, Richard
    [289]
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1875 / Andree, Karl
    [305]
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1875 / Andree, Karl
    [321]
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1875 / Andree, Karl
    [337]
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1875 / Andree, Karl
    [353]
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1875 / Andree, Karl
    [369]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

244 
Der Markesas - Archipel . 
nett gefüllte Menschenschädel tragen , sowie die schreckliche Musik , so ist es begreiflich , daß der civilifirte Zuschauer eine Gänsehaut' bekommen kann , wie es den ersten Schiffern erging , welche die Insel besuchten . 
In diesem Augenblicke langen die Kinder an , jedes von einem Manne getragen und begleitet von jungen Mädchen , welche in ihren Händen die Zipfel des Tapa - Gewandes hal - ten , mit dem sie bekleidet sind . Neue Matten werden auf den Boden ausgebreitet und auf diese werden die armen Kleinen gesetzt , welche in ihrer dichten Umhüllung dicke Schweißtropfen vergießen und die Arme wie Eastagnetten - fchläger ausstrecken , ein Vergleich , der um so mehr zutrifft , als an den Fingern kleine Büschel von Federn und weißen Bart - haaren befestigt sind . 
In einiger Entfernung , auf einer besonders dazu her - gerichteten Erhöhung , haben sich die Musiker niedergelassen , meistens Greise , welche ohne irgend welchen Tact in ein aus einer großen Muschel gefertigtes Horn stoßen . An der Seite derselben befinden sich junge Leute , die Löwen des Festes , welche das Privilegium haben , die sie umgebenden Frauen zum Lachen zu bringen . Sie heißen Ravenave , was sich durch das spanische Gracioso am besten übersetzen läßt . Ihre Bekleidung ist beinahe dieselbe wie die der Kinder und auch bei ihnen werden die Einreibungen mit Kokos - öl nicht gespart . Zuweilen führen unbekleidete Frauen Tänze auf . Es macht einen widrigen Eindruck , häßliche , nur mit einem von der Ma - gengegend bis unter den Nabel reichenden Gürtel aus Tapa bekleidete Matronen in der Weife tanzen zu sehen , daß sie mit geschlossenen Knien in regelmäßigen Zwi - schenräumen springen . 
Dieses ist der öffentliche Theil der Koika , dessen An - blick , wenn man das Er - scheinen der verschiedenen Stämme unter dem schatti - gen Dache der gewaltigen Bäume , die imposante Tracht der Männer und die Eleganz der Frauen zusammenfaßt , viel Anziehendes hat , was nur durch das wilde Gefchrei der Feiernden abgeschwächt wird . Alles geht so ernsthaft her , daß man kaum glauben sollte , die Beteiligten fänden Ver - gnügen an dem , was sie seit Monaten vorbereitet hatten . 
Auf einer Seite des Platzes ist eine Art von Altar errich - tet , welcher mit Laubwerk und rohgearbeiteten Statuen ge - schmückt ist , von denen die eine einen sitzenden Mann , die andere eine riesige Eidechse darstellt . An diesem Altare wer - den oft die Schädel der getödteten Feinde niedergelegt . 
Nach einigen religiösen Ceremonien verkündet ein Herold den Versammelten , daß die Koika zu Ehren dieses oder jenen Stammes , dieses oder jenes Häuptlings abgehalten werde , welcher Schweine , Popoi u . s . w . besitze . Darauf findet die Vertheilung der Speisen unter die Geladenen statt , während diejenigen , welche das Fest geben , nicht essen und an dem - selben überhaupt nicht Theil zu nehmen scheinen . Die Gäste nehmen dasjenige , was sie nicht verzehren , mit nach Hause . 
Nach dieser Vertheilung beginnen die Gesänge und das Heulen in verstärktem Maße aufs Neue und währen bis gegen 1 Uhr Nachmittags , um welche Zeit man , wie ge - wöhnlich , Siesta hält . Nach gepflogener Ruhe nimmt das 
Nicht entzifferte Inschrift einer Insel des polynesifchen Archipels 
Fest seinen weitern Verlauf und dauert so gewöhnlich drei Tage und drei Nächte hindurch . Der Kava und überhaupt die geistigen Getränke , wenn man sich deren verschaffen konnte , werden nicht geschont , so daß schließlich die Orgie eine vollständige wird . 
Während der Dauer der Koika ist es nicht gestattet , ge - gen die Theilnehmer irgend einen Act der Feindseligkeit aus - zuführen . Geschähe solches dennoch , so würde der religiöse Zweck der Feier nicht erreicht werden . Zuweilen wird übri - gens dieses Verbot nicht geachtet , wie im Jahre 1856 , wo ein blutiger Krieg aus der Insel Ua - Uka die Folge war . Auf den Inseln , wo sich der abendländische Einfluß noch nicht geltend gemacht hat , sind mit der Koika in gewissen Fällen Menschenopfer verbunden , an deren Stelle auf Nnku - H iwa die Opfer von Meerfchildkröten , Hunden und Schwei - nen getreten sind . 
Die Eingeborenen lieben , außer bei solchen Festen , weder Demonstrationen noch das Gespräch . Hat man sie mit „ Kaoha ! " ( GutenTag ) begrüßt und ist man gefragt wor - den , woher und wohin , so hat die Unterhaltung gewöhnlich ihr Ende erreicht . Anfangs sind sie wie alle Wilden miß - trauisch , dieses Mißtrauen aber schwindet zusehends , sobald 
sie diejenigen , von denen sie besucht werden , genauer ken - nen gelernt haben . Sie sind sehr gastfrei und fanft , aber — um diesen Ausdruck zu brauchen — negativ , und man darf bei ihnen nicht die Gefühle civilisirter Völker suchen . Liebe , Freundschaft , Sinn für Familienbande , kurz alle Regungen des Her - zens und der Seele sind bei ihnen nicht zu finden . Der Tod des Vaters betrübt den Sohn durchaus nicht , die Mutter sieht gleichgültig ihr Kind sterben , welches vom Augenblicke der Geburt an fremden Händen überlassen bleibt . Nur physische Noth vermag die Einzelnen zu verbinden und zu gemeinsamem Handeln zu bewegen . 
Kaum fühlt sich eine Frau guter Hoffnung , so beschäftigt sie sich auch schon mit der Frage , wer ihr Kind adoptiren soll . Selten nämlich werden die Kinder von den Eltern erzogen , wie denn überhaupt eine Familie nach abendländischen Begriffen nicht existirt . Es ist diese Sitte wahrscheinlich aus dem Bedürfnisse entsprungen , Verbindungen mit anderen Familien und anderen Stämmen zu schließen , um schwierige Streitigkeiten innerhalb der Verwandtschaft leichter beilegen zu könne» . Außer den Adoptionen neugeborener Kinder finden solche auch zwischen Leuten jeden Alters und jeden Geschlechtes statt . Nichts ist gewöhnlicher , als daß ein Kind sich Vater oder Großvater eines Greises nennt . Die Neffen werden als wirkliche oder adoptirte Kinder des Onkels oder der Tante angesehen . Die Bezeichnungen zwischen den Vettern sind dieselben wie zwischen den Brüdern . Der Mann nennt seine Schwägerin Vehine ( Frau , Gattin ) und zwar in Folge einer alten Sitte , welche ihm in Abwesenheit seiner eigenen Frau Rechte aus dieselbe einräumt . 
Die Freundschaft wird dadurch gewichtiger und stärker , daß die Freunde ihre Namen austauschen . Der gewöhnliche Freund , Ehoa , hat nur ein Recht auf einfache Zuvorkom - menheiten , während man demjenigen , mit welchem man den
	        

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