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Kultur und Alltagswelt

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Nutzungslizenz

CC BY-NC-ND: Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Kultur und Alltagswelt

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711728
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711728
Persistenter Identifier:
1508749208359
Titel:
Tribus, 20.1971 N.F.
Erscheinungsjahr:
1971
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 20. 1971
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenrezension

Strukturtyp:
Zeitschriftenrezension
Titel:
Olga Linares de Sapir: Cultural chronology of the Gulf of Chiriquí, Panamá (= Smithsonian Contributions to Anthropology, vol. 8)
Sonstige Person:
Haberland, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Kultur und Alltagswelt
    [3]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Titelseite
    [1]
  • Impressum
    [4]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    5
  • Kapitel: I. Was ist Kulturanthropologie?
    11
  • Kapitel: II. Das Schlüsselwort Kultur
    52
  • Kapitel: III. Kultur und Alltagswelt
    93
  • Kapitel: IV. Volkskultur - Massenkultur - Subkultur
    157
  • Kapitel: V. Kultur und Identität
    219
  • Literaturverzeichnis: Literaturverzeichnis
    280
  • Werbung
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

gegeben haben, Beispiel für eine durch lange Stadien hindurchge- 
hende Identitätsarbeit, die, ohne die Auseinandersetzung mit der 
sie umgebenden Kultur zu meiden und Kommunikationsbarrieren 
zu errichten, ihre ethnische Identität als Eigenart in einer neuen 
Umwelt neu zu entwickeln versucht. Yoder teilt diese Entwick- 
lungsstadien in drei Hauptphasen — Germanisierung, Amerikani- 
sierung und Dialektisierung — ein (Yoder 1973, 187). 
Während die Germanisierung eine Orientierung der Identität an 
der nationalen deutschen Hochkultur bedeutete und die Amerika- 
nisierung eine sowohl von auBen als auch innen getragene stärkere 
Anpassung an die amerikanische Kultur forderte, beinhaltet die 
Dialektisierung eine neue Orientierung an einer spezifischen, 
durch den Dialekt besonders deutlich werdenden, ethnischen, das 
heißt pennsylvanien-deutschen Kultur. Allerdings ist nicht nur 
dieser pennsylvanien-deutsche Dialekt von einer starken Anglei- 
chung an Amerikamismen geprägt, sondern auch in anderen Kul- 
turbereichen überwiegt inhaltlich die ,,volkstümliche'* amerikani- 
sche Kultur. 
Diese „neue“ ethnische Identität, die in der Gegenwart zumeist 
eine auf institutioneller, insbesondere Vereinsebene sich abspie- 
lende Identitätsarbeit bedeutet, war bei verhältnismäßig homoge- 
nen und zugleich privilegierten Auswanderergruppen das Ergebnis 
eines quasi „natürlichen“ Akkulturationsvorgangs, bei dem in in- 
novatorischer Integrationsarbeit mit Elementen der fremden und 
eigenen Kultur auch eine neue ethnische Identität entstand. So 
hatten auch die Donauschwaben, Einwanderer aus den verschie- 
densten Gegenden Deutschlands, eine solche neue ethnische — 
donauschwäbische — Identität entwickelt (Weber-Kellermann 
1959; 1967), die vom ländlichen Lebensalltag geprägt war und 
gleichzeitig von jenem Disengagement am gesamtgesellschaftli- 
chen politischen Wertsystem. Ahnliche Entwicklungen ließen sich 
bei vielen deutschen Einwanderergruppen im Osten und Südosten 
Europas nachweisen (Schenk/Weber-Kellermann 1973; Weber- 
Kellermann/Schenk 1977; Weber-Kellermann 1978). 
Zu einer ethnischen Ideologie wird diese Identitätsarbeit erst bei 
einer bewußten Segregation von der umgebenden Gesellschaft auf-
	        

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