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Anthropos, 46.1951

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Anthropos, 46.1951

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711728
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711728
Persistenter Identifier:
1508749208359
Titel:
Tribus, 20.1971 N.F.
Erscheinungsjahr:
1971
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 20. 1971
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenrezension

Strukturtyp:
Zeitschriftenrezension
Titel:
Conrad Koch: La Colonia Tovar. Geschichte und Kultur einer alemannischen Siedlung in Venezuela. (= Basler Beiträge zur Ethnologie, Band V)
Sonstige Person:
Laubscher, M.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
    -
  • Anthropos, 46.1951
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Index Auctorum [Index Geographicus Index Rerum Index Illustrationum]
    [V]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1951, Heft 1, 2
    1
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1951, Heft 3, 4
    [337]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 46, 1951, Heft 5, 6
    [705]
  • Zeitschriftenartikel: Streitwagen und Streitwagenbild im Alten Orient und bei den mykenischen Griechen / Schachermeyr, Fritz
    [705]
  • Zeitschriftenartikel: Textes ethnographiques de la "Tamâjeq" des Iullemmeden de l'est (Touâjreg de la Colonie du Niger, Afrique Occidentale Francaise) / Nicolas, Francis
    754
  • Zeitschriftenartikel: Der wandernde Medizingott / Trippner, J.
    801
  • Zeitschriftenartikel: Eine merkwürdige Holzfigur vom mittleren Sepik in Neuguinea / Laumann, Karl
    808
  • Zeitschriftenartikel: The Te Festival or Gift Exchange in Enga (Central Highlands of New Guinea) / Bus, G. A. M.
    813
  • Zeitschriftenartikel: Wahrsagerei bei den Bahaya (Tanganyika) / Mors, Otto
    825
  • Zeitschriftenartikel: The Corn Mother in America and in Indonesia / Hatt, Gudmund
    853
  • Zeitschriftenartikel: Karusakaybe, der Vater der Mundurukú / Kruse, Albert
    915
  • Zeitschriftenartikel: First Dictionary of Tchaga Language, Central Highlands, New Guinea / Crotty, John
    933
  • Zeitschriftenartikel: How Blood Is Used in Magic and Medicine in Ch'inghai Province / Frick, Johann
    964
  • Zeitschriftenartikel: Die Beschneidungsschule (Nkumbi) bei den Wald-Babira und den Bambuti am Ituri / Schebesta, Paul
    980
  • Zeitschriftenartikel: Analecta et Additamenta / Trimborn, Hermann
    995
  • Zeitschriftenartikel: Miscellanea
    1008
  • Literaturverzeichnis: Bibliographie
    1016
  • Literaturverzeichnis: Eingesandte Literatur - Publications received
    1072
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau - Review of Reviews
    1078
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

832 
Отто Mors 
Anthropos 46. 1951 
II. Die Orakel der bafumu 
1. Rizinuskern-Orakel (kuteka nshoga) 
Eines Tages ging ich mit einem meiner Katechisten über Feld. An 
einer Kreuzung der Pfade sahen wir Rizinuskerne auf dem Boden liegen. 
Da fragte mich mein Begleiter: „Wissen Sie, was diese Kerne bedeuten?“ 
Ich mußte gestehen, daß ich keine Ahnung davon hatte. Allerdings war mir 
der Ausdruck kuteka nshoga schon mehrmals begegnet, und ich wußte unge 
fähr, worum es sich handelte. Aber nshoga hatte ich noch nie gesehen. Ich hob 
die Kerne auf : platte, zebrafarbene, kleine Bohnen. Sie stammten vom 
mujuma - Strauch (Rizinus), der sie als Früchte in Kapseln eingeschlossen 
trägt. Ich wurde belehrt, daß diese nshoga nicht mehr ganz gebrauchsfähig 
waren, es fehlte ihnen die Nase, die Handhabe ; sie hatten Ungünstiges 
prophezeit und wurden deshalb an heiligem Orte, an einer Kreuzung des 
Weges weggeworfen. 
Wir waren noch ziemlich weit vom Dorfe entfernt. Unterwegs erfuhr 
ich nun den ganzen Sachverhalt des Wahrsagens mit den nshoga. Kaum 
waren wir bei den ersten Hütten angekommen, da nahm der Katechist mich 
beiseite und sagte : „Kommen Sie mal und sehen Sie sich diese nshoga an, 
die frisch gestellt sind.“ Er hatte sofort die ziemlich verborgene Stelle ent 
deckt, wo der Hausbesitzer das Wahrsagen vornahm. Mein Katechist kannte 
sich in den Praktiken aus, weil sein Vater selbst embandwa war. In seiner 
Jugend mußte er seinem Vater häufig helfen. 
Fast in jedem Bananenhain der Bahaya wächst die Rizinusstaude, der 
bis zu 3 m hohe Wunderbaum (Ricinus communis). Die Samen enthalten das 
als Purgativ und in der Technik verwendete Rizinusöl (Christpalmöl). Nur 
einmal sah ich Neger, die eine größere Menge der Rizinuskerne gesammelt 
hatten, zu welchem Zwecke konnte ich allerdings nicht erfahren. Die Bahaya 
suchen die schönsten, besonders die weißfarbenen, aus für das Wahrsagen. 
Dabei müssen sie beachten, daß die kleinen Stiele an den Kernen bleiben. 
Auch weiß-schwarz gefärbte Kerne werden benutzt. Die Stämmchen der 
Rizinusstaude dienen besonders als Stützen ausgereifter Bananentrauben. 
a) Ausführung des Wahrsagens 
Das kuteka nshoga oder kushoroma nshoga oder auch kurägura nshoga 
beginnt mit der Auslese schöner, getrockneter Kerne. Man braucht dazu 
zweimal drei Kerne : die Gruppe der Freunde und Feinde. In jeder Abteilung 
gibt es einen männlichen Kern, d. h. einen Kern mit Stiel oder Lippe (rushaija 
bedeutend : der Mann) und zwei weibliche (enkazi), die ohne Stiel sein müssen. 
Der Kernansatz dient nämlich den kleinen Wanderameisen — die rötlichen 
werden busisi und die schwarzen binyomo genannt — zur Bewegung der 
Kerne, was etwas Wesentliches für die Deutung des Orakels ist. 
Um eine glatte Bahn zu haben, benutzen die Bahaya ein Stück Rinde 
eines alten Bananenstumpfes. Die weiblichen Kerne liegen auf der einen 
Seite als Freunde, und auf der andern Seite werden sie als Gegenspieler und
	        

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