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Globus, 12.1867

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Globus, 12.1867

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711733
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711733
Persistenter Identifier:
1509019026143
Titel:
Tribus, 23.1974
Erscheinungsjahr:
1974
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 23.1974
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenrezension

Strukturtyp:
Zeitschriftenrezension
Titel:
M. H. C. Lichtenstein: Foundation of the Cape. About the Bechuanas. - Being: A History of the discovery and colonisation of Southern Africa, fragment of an unpublished manuscript written circa 1811, and: A translation of Über die Beetjuanas, originally published in 1807
Sonstige Person:
Schüz, Ernst
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 12.1867
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    [V]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenartikel: Geographische Schilderung des Himalaya / Schlagintweit, Robert v.
    [1]
  • Zeitschriftenartikel: Die drei groߟen Völkergruppen in Europa. I. / Andree, Karl
    10
  • Zeitschriftenartikel: Buschneger und Galibis-Indianer in Guyana
    14
  • Zeitschriftenartikel: Die Dampferlinie zwischen Californien, Japan und China. Ein Banket in San Francisco
    17
  • Zeitschriftenartikel: Eine Fahrt nach der Wallachei
    19
  • Zeitschriftenartikel: Ein Rückblick auf Mexico
    24
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    26
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    [97]
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    [353]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

4 Robert v . Schlagintweit : Geogr 
Im Westen sind die weiteren Verzweigungen des Hima - laya im Hindu Kusch , iu den Gebirgen Kabuls und im weitern Sinne sogar in der von Norden nach Süden strei - chenden Solimankette zu suchen , die sich längs des rechten Ufers des Indus vom Pandschab bis nach Sindh herab er - streckt , oft dicht an den Fluß herantretend , oft wieder weit von demselben zurückweichend . Einer der höchsten uud be - kanutesten Berge in dieser Verzweigung ist der 14 , 839 eng - lische Fuß hohe Snfed Koh , d . i . der weiße Berg ; doch betrciat die mittlere Höhe aller übrigen Berge nur zwischen 5000 und 6000 Fuß . 
Während die Längenentwickeluug des Himalaya eine sehr bedeutende ist — sie entspricht einer Linie , welche der Ent - sernung zwischen Griechenland nnd Spanien gleichkommt — , ist die Breite eine ungleich geringere ; vom Südfnße des Hi - malaya bis zur Hauptkammhöhe beträgt sie etwa 14 bis 16 Tagemärsche . 
Diese verhältnißmäßig geringe Breite hat ihren Haupt - gruud darin , daß der Himalaya steil , plötzlich , sast ohne alle Vorberge über die Ebenen Indiens sich erhebt . Aus diesen Mangel an Vorbergen mache ich ganz besonders aufmerk - sam ; denn hierin unterscheidet sich der Himalaya sehr wefent - lich von den Alpen , die nicht plötzlich , sondern allmälig auf - steigen , die überhaupt von Vorbergen umgeben und umlagert sind . Allein bei dem Himalaya verhält sich dies anders ; mit einem Male ragt er sofort 7000 bis 8000 Fuß hoch empor ; er kann nicht unpassend mit einer Mauer verglichen werden , die auf einer Ebene erbaut , aber stark geueigt ist . Bei der Steilheit , mit der sich der Himalaya über Indiens Ebenen erhebt , ist es nicht zu verwundern , daß er , gerade im Gegensatze zu den Alpen , mehr enge Thäler und Schluch - teu in seinen äußeren Theilen zeigt , als im Innern . Thäler von der Breite und der sanften Neigung wie das untere Innthal in Tirol giebt es in den äußeren Theilen des asiati - schen Hochgebirges fast nirgends . Wenn sich aber der Hima - laya durch den Mimgel an Vorbergen wesentlich von unseren Alpen unterscheidet , so gleicht er ihnen doch darin , daß bis jetzt in ihm nirgends eine Spur eines Vulcaues , weder eines thätigen noch eines erloschenen , gefunden wurde , obwohl Schwefel und schwefelhaltige Quellen in eben so zahlreicher Menge vorhanden sind , wie überhaupt heiße Quellen aller Art . 
Die Stelle der Vorberge vertritt gleichsam im Himalaya eine der merkwürdigsten Zonen unserer Erde . Er bietet fei - nem ganzen südlichen Fuß entlang einen eigentümlichen blick . Plötzlich , mit einem Male , verwandeln sich Indiens reichbebaute , fruchtbare Ebenen in ein Sumpfland , im Indischen Tarai genannt , das an einigen Stellen einen nur schmalen Gürtel bildet , au anderen aber , wie besonders in Nepal , eine Breite von 15 bis 20 Stunden einnimmt . Die - ses Sumpfland , diese Tarai , ist mit einer außerordentlich üppigen , echt tropischen Vegetation bedeckt . Wo ich nur im - mer die Tarai überschritt , da fand ich die prachtvollsten Pal - men , wie die langblättrigen Plectocomias , eine Varietät der Dattelpalme ( Phoenix acaulis ) , mehrere Arten von Cala - mus , baumartige Farrenkränter , besonders Asophila gigan - tea , mächtige Bambus , gigantische Bäume , wie Magnolien , Cedrelen , Tiks ( Tectonia grandis ) und Sals ( Shorea ro - busta ) , riesige Feigen - und Gummiarten und zwischen ihnen 
Pariser Fuß . — In der Provinz Kulu : der Ratang , 21 , 365 engl . — 20 , 047 Pariser Fuß . 
Im nordwestlichen Himalaya . In der Provinz Lahol : der Kunzum oder Kulzum , 20 , 581 engl . — 19 , 311 Pariser Fuß . — In der Provinz Tschamba : derTschero , 20 , 044 engl . — 18 , 807 Pariser Fuß . — In der Provinz Kischtva r : der Gurdh ar , 21 , 142 engl . — 19 , 837 Pariser Fuß . — In der Provinz Radschauri : der Ratan , pir b . 3 , 15 , 593 engl . — 14 , 631 Pariser Fuß . — In Kaschmir : derMatschahoi , 17 , 904 engl . — 16 , 799Pariser Fuß . 
phiscke Schilderung^des Himalaya . 
hindurch Schlinggewächse der verschiedensten Art , die sich in den mannigfaltigsten Formen an der Bäume zahllose Aeste und Zweige hinaufrankten . Alles ist hier von der wuchern - den Vegetation überdeckt . Hier und da liegen abgefallene Aeste oder entwurzelte uud abgestorbene Baumstämme , welche ihrerseits wieder mit Schlinggewächsen aller Art überzogen sind . Die Rinnsale der Bäche , welche träg , trüb und fchlam - mig diefe Regionen durchziehen , sind zuweilen mit einer sol - cheu Unzahl von Wasserpflanzen oder Röhricht bedeckt , daß sie nur schwierig erkannt werden . Die Mannigfaltigkeit der Formen ist unermeßlich , die Pracht der Blüthen und die Zahl der herrlichsten Pflanzen unbeschreiblich . Gleichwie in den Urwäldern Südamerikas ist auch hier die tiefe Himmelsbläue , durch die vielgestalteten und verschiedenartig gefärbten Blät - ter hindurchschimmernd , von überaus malerischem Effecte . Selbst das eigentliche Indien hat kaum schönere Formen solch üppiger , echt tropischer Vegetation aufzuweisen , wenn - gleich der Teppich , welchen die blüthenreiche Flora über In - diens Ebenen ausgebreitet hat , ein außerordentlich ungleich gewobener ist . 
Aber nur mit geheimem Schauer weilt der europäische Reisende in diesem vegetabilischen scheinbaren Paradiese , des - sen Begehung mit Gefahren verschiedenster Art verbunden ist . Denn einerseits paart sich mit dieser prachtvollen Ve - getation ein dem Menschen verderbenbringendes Thiergeschlecht . Nicht nur mit den blutgierigsten Katzenarten , Tigern und Leoparden , ist die Tarai reichlich bevölkert , sondern auch mit Herden wilder Elephanten — sie sind besonders zahlreich in der Tarai von Nepal — und mit einer Anzahl giftiger , äußerst gefährlicher Reptilien . Selbst die Beobachtung der äußersten Vorsicht gewährt nicht immer hinreichenden Schutz gegen die eben fo kühnen wie oft unerwarteten Angriffe die - fer Thiere , deren jeweiligen Aufenthalt in Mitte des mäch - tigen Laubes und dichten Buschwerkes sofort zu erkennen selbst dem geübtesten Auge unmöglich ist . Andererseits lauern auf deu Reifenden in der Tarai noch manche Gefahren fo ernster Natur , daß er ihnen unbedingt zum Opfer füllt , wenn er eine Anzahl während des Durchzuges nöthiger Vorsichtsmaß - regeln verabsäumt . 
Aehulich wie in anderen Theilen unserer Erde , sind auch in der Tarai jene Verhältnisse , die sich der Entfaltung und EntWickelung des pflanzlichen Lebens und einer Menge wil - der , reißender Thiere so günstig erweifen , dem menschlichen Organismus in hohem Grade nachtheilig . Zu jeder Jahres - zeit lagert am frühen Morgen über der Tarai ausgedehnten Wäldern und dichten Dschangals fchleierartig eine hohe Schicht feinen , fast durchsichtigen Nebels , wogenartig erzitternd bei der leisesten Bewegung der Luft . Wenn nun im Laufe des Tages die Sonne ihre directen glühenden Strahlen herab - sendet , deren Kraft nur vorübergehend , nur während der Re - genzeit und selbst da häusig nur während kurzer Momente geschwächt wird , Strahlen , die sandige oder schwarzerdige Oberflächen und nackte Felswände bis zu 50° , ja selbst 55° Celsius erhitzen : dann scheint der Boden der Tarai zu dam - psen , dann entsteigen ihm überall in hohen , schon aus weiter Ferne sichtbaren Säulen Dünste , geschwängert mit einer masse von verwesten organischen Stoffen , welche die gefähr - lichsten Krankheiten , die hitzigsten todbringenden Fieber er - zeugen . Für den Europäer nicht allein , auch für den Be - wohner des eigentlichen Himalaya ist die Tarai vollkommen unbewohnbar . Nur einige wenige Stämme , wie die Boksas , die Ravats oder Radschis und die Tharus , die wir als Ur - einwohner zu betrachten haben , deren armselige aus Laub uud Holz gefertigte Hütten an einzelnen Lichtungen zerstreut umherliegen , haben sich im Laufe der Zeit an das jedem Än - dern Verderben bringende Klima der Tarai gewöhnt . Allein
	        

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