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Globus, 94.1908

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 94.1908

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711734
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711734
Persistenter Identifier:
1509387531732
Titel:
Tribus, 26.1977 N.F.
Erscheinungsjahr:
1977
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 26.1977
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Fejfa Über das hölzerne Grabmal in Ungarn
Sonstige Person:
Kunt, Ernö
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 94.1908
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des XCIV. Bandes
    [V]
  • Korrekturen: Berichtigungen zum XCIV. Bande
    [uncounted]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 2. Juli 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 9. Juli 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [21]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 16. Juli 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [37]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 23. Juli 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 30. Juli 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [69]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 6. August 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [85]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 20. August 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [101]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 27. August 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [117]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 3. September 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [133]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 10. September 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [149]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 17. September 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [165]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 24. September 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [181]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1. Oktober 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [197]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 8. Oktober 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [213]
  • Zeitschriftenartikel: Der Neubau des Berliner Museums für Völkerkunde und andere praktische Zeitfragen der Ethnologie / Graebner, F.
    [213]
  • Zeitschriftenartikel: Die Carajá-Indianer. Mit 44 Abbildungen / Koenigswald, Gustav von
    217
  • Zeitschriftenartikel: Die Riabouschinsky-Expedition nach Kamtschatka / Jochelson, Waldemar
    224
  • Zeitschriftenartikel: Über die Herkunft der holarktischen Vogelfauna auf den Philippinen und den Sunda-lnseln / Eckardt, Wilh. R.
    225
  • Zeitschriftenartikel: Die Römerstadt Agunt / Moser, L. Karl
    226
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    227
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 15. Oktober 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [229]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 22. Oktober 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [245]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 29. Oktober 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [261]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 5. November 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [277]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 19. November 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [293]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 26. November 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [309]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 3. Dezember 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [325]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 10. Dezember 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [341]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 17. Dezember 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [357]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 24. Dezember 1908 / Andree, H. Singer; Richard
    [373]
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
    [uncounted]
  • Nachsatzblatt
    [uncounted]
  • Hinterer Buchspiegel
    [uncounted]
  • Hinterer Einband
    [uncounted]
  • Farbkeil
    [uncounted]

Volltext

Dr. Willi. R. Eckardt: Über die Herkunft der holarktiscben Vogelfauna usw. 
225 
Teile des Stillen Ozeans ausgeführt und auf mehrere ethno¬ 
logische Fragen des asiatischen und amei'ikanischen Kou- 
tinents ein neues Licht geworfen hat, neue Forschungen auf 
demselben Gebiete die Lösung der bestehenden Probleme be¬ 
fördern. In diesem Sinne ist die Untersuchung der Aleuten 
von größter Wichtigkeit. Sie kann den Zusammenhang der 
eskimoischen, indianischen und paläoasiatischen ethnischen 
Gruppen in der Vergangenheit erläutern. Somatologisch sind 
die Aleuten noch nicht untersucht, und ihre Sprache ist 
wenig bekannt. Unsere Kenntnisse der Sprache gründen sich 
hauptsächlich auf Weniaminoffs Grammatik, die einer Revi¬ 
sion bedarf, und dann muß ihr Zusammenhang mit den 
Eskimosprachen näher untersucht werden. Auch müssen die 
Ansichten Dalls über die Spuren verschiedener Kulturen auf 
den Aleuten-Inseln durch neue Ausgrabungen bestätigt wer¬ 
den. Andererseits sind die Beziehungen der Aleuten zu den 
sibirischen Stämmen genauer festzustellen. 
Ausgrabungen auf den Kurillen-Inseln werden sicher auf 
die früheren Beziehungen der Nordpaläoasiaten zu den Süd- 
paläoasiaten ein Licht werfen. Die früheren Kurillen dienten 
als ein Band zwischen den Nord- und Südpaläoasiaten, deren 
materielle Kultur durchaus einheitlich war. Jetzt sind die 
Kurillen-Inseln mit Ausnahme von Jetorup, Kunaschir und 
Shikotan unbewohnt, und Beziehungen zwischen Ainos und 
Kamtschadalen existieren nicht mehr. 
Auf dem Kontinent sind zurzeit die Korjaken von den 
Giljakon durch Eindringen tungusischer Stämme voneinander 
getrennt. Ausgrabungen auf den Kurillen-Inseln werden 
sicherlich auch zur Entscheidung des Streites der japanischen 
und anderer Forscher, wie Tsuboi, Koganei und Baelz, über 
die Urbevölkerung Japans beitragen können. 
Meinem Vorschlag, im ersten Jahre die Aleuten zu 
untersuchen und über Amerika dorthin zu reisen, und das 
zweite Jahr den Kamtschadalen zu widmen, stimmte auch 
Herr Riabouschinsky zu. Die Notwendigkeit, über Amerika 
und nicht von Kamtschatka aus nach den Aleuten zu gehen, 
wird jedem klar sein. Da die Beförderungsmittel auf Kam¬ 
tschatka sehr begrenzt sind, so wird mein späteres Kommen 
nach Kamtschatka die Bewegungen der übrigen Abteilungen 
erleichtern. 
Auf die Bitte der Russischen Geographischen Gesellschaft 
wandte sich das russische Ministerium des Auswärtigen an 
die Regierung der Vereinigten Staaten um Beistand und 
Ei-laubnis für meine Abteilung, die Aleuten zu untersuchen 
und Ausgrabungen auf den Inseln vorzunehmen, was auch 
bewilligt wurde. Mit Bezug auf die Kurillen ist dieselbe Bitte 
an die japanische Regierung gerichtet worden. Außerdem 
wandte sich die Russische Geographische Gesellschaft mit 
Erfolg um Beistand an amerikanische wissenschaftliche Ge¬ 
sellschaften und Institute. 
Als Teilnehmer will ich mich hier nicht auf die von der 
Expedition erwarteten Resultate ein lassen. Ich will nur noch 
einige Bemerkungen über die Organisation der Riabou- 
schinskyschen Expedition im allgemeinen machon. Seit den 
großen sibirischen Expeditionen des 18. und denen zu Anfang 
des 19. Jahrhunderts hat Ostsibirien keine wissenschaftliche 
Expedition gesehen, die einen so zahlreichen Stab gehabt 
hätte wie diese. Die Zahl der wissenschaftlichen Mitglieder 
beträgt nicht weniger als 24. Außerdem hat jede Abteilung 
Fuhrleute, Führer, Arbeiter und Dolmetscher, so daß die 
Gesamtzahl der Teilnehmer gegen 70 betragen dürfte. Die 
Organisation der Expedition unterscheidet sich wesentlich 
von der der früheren großen Expeditionen. Die unsrige hat 
keinen Chef. Jede Abteilung arbeitet ganz unabhängig von 
den anderen. Das hat einen großen Vorzug. Jeder Abteilungs¬ 
leiter hat direkte Beziehungen zu dem Stifter der Expedition 
und richtet sich seine Reisewege und Forschungen den 
speziellen Forderungen gemäß ein, so daß keine Hemmungen 
durch eine andere Abteilung stattfinden können. Im Gegenteil 
werden in Fragen, die zwei oder mehr Abteilungen inter¬ 
essieren, diese sich gegenseitig nützen. Das große Verdienst 
des Stifters der Expedition, der für die zweijährige Forschungs¬ 
arbeit allein 200 000 Rubel bestimmt hat, liegt klar auf der 
Hand. Es müssen hier aber noch die Verdienste hervor¬ 
gehoben werden, die die Russische Geographische Gesellschaft, 
besonders ihr Vizepräsident P. P. Semenov-Tjan-Shansky und 
der Vorsitzende der Abteilung für physische Geographie, 
Generalmajor J. M. Schokalsky, sowie der Moskauer Anthro¬ 
pologe A. A. Iwanowsky sich um die Organisation der Expe¬ 
dition erworben haben. 
London, 5. September 1908. Waldemar Jochelson. 
Über die Herkunft der holarktischen Vogelfauna auf den Philippinen 
und den Sunda-lnseln. 
Wenn es irgendwo auf der Erde ein klassisches Land 
gibt, in dem man die Wirkungen der Entwaldung in 
jeder Hinsicht und namentlich in ihren letzten Stadien 
studieren kann, so ist es China. Fast dieses ganze Land 
ist heute bis in die Mittel-, ja vielfach selbst bis in die 
Hochgebirge hinauf von Wäldern entblößt. Sogar die 
mächtigen vom tibetanischen Hochplateau ausstrahlenden, 
den Alpen Europas in gewissem Sinne vergleichbaren Hoch¬ 
gebirge, wie der Kuenlun, der Tsinlingschan und Funiu- 
schan, die das eigentliche China in einen größeren südlichen 
und einen kleineren nördlichen Teil zerlegen und, was die 
Laubhölzer anlangt, vor noch nicht allzulanger Zeit die 
artenreichsten Wälder der Erde trugen, sind heute fast 
gänzlich entwaldet. Mit der in jeder Hinsicht sinnlosen 
Vernichtung des Waldes, die über China vor allem die 
verderblichsten Hochwasserkatastrophen und stärkere 
Temperaturgegensätze als früher hervorruft, ist auch 
eine reichhaltige Vogelfauna größtenteils verschwunden. 
Sie dürfte zum Teil überhaupt ausgestorben, zum Teil 
aber auch ausgewandert sein, nachdem ihr eben in der 
Heimat die erste und letzte Existenzbedingung: die Mög¬ 
lichkeit zum Brüten geraubt worden ist. Wir glauben 
nun mit aller Bestimmtheit auf den höheren Erhebungen 
der Sunda-lnseln und vor allem der Philippinen einen 
Teil dieser Ornis wiederzufinden, in Gebieten, in denen 
ein großer Teil der ehedem viel reichhaltigeren Vogel¬ 
fauna Chinas von jeher den Winter zubrachte. Nament¬ 
lich die große Nordinsel der Philippinen, Luzon, hat eine 
besondere Gebirgsfauna von Vögeln, vielfach aus Formen 
von rein holarktischem Gepräge bestehend, aufzuweisen. 
So begegnete nach A. Jacobi (Lage und Form biogeo¬ 
graphischer Gebiete. Zeitschr. d. Ges. f. Erdkunde zu 
Berlin 1900, S. 176/77) der vortreffliche Sammler 
J. Witehead Singvögeln wie Cettia Seebohmi, deren 
Gattung ihr Zentrum im Himalaja hat und sich von 
Japan bis Spanien ausbreitet, während eine andere ver¬ 
sprengte Art (C. montana) auf Java, sowie eine dritte 
(C. Everetti) auf Flores und Timor, und zwar beide in 
höheren Gebirgslagen sich vorfinden. Sodann Lusci¬ 
niola Seebohmi, ebenfalls aus einer Gattung von 
nordischer Heimat, deren nächste Spezies, L. luteiven- 
tris, im östlichen Himalaja bis Muping vorkommt. 
Die Ufer der Gießbäche belebt ein schmucker Rotschwanz 
(Chimarrhornis bicolor), dessen einziger gattungs¬ 
verwandter Ch. leucocephala ganz Hochasien bis zum 
Oberlaufe des Irawaddy bewohnt. Ferner entdeckte 
jener Forscher einen neuen Gimpel (Pyrrhula leuco- 
genys), der sich ebenfalls am nächsten an die Arten 
von Ostsibirien anschließt, und endlich sogar einen 
Kreuzschnabel (Loxia luzoniensis) von deutlicher Ver¬ 
wandtschaft mit L. himalayana. „Das sind Tiere“, so 
meint Jacobi mit Recht, „denen man in den Bergen 
und Wäldern unter dem Polarkreis eher zu begegnen 
glauben würde als auf einer Tropeninsel.“ Jacobi 
glaubt nun das Vorkommen jener holarktischen Vögel, 
zu dem das Vordringen von gewissen Föhrenarten als 
Gebirgspflanze sowie das Vorhandensein von Land¬ 
schnecken in denselben Lagen, die sich an paläarktische
	        

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