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Anthropos, 74.1979

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Anthropos, 74.1979

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711750
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711750
Persistenter Identifier:
1510221856924
Titel:
Anthropos, 96.2001
Erscheinungsjahr:
2001
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorsatzblatt

Strukturtyp:
Vorsatzblatt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Hofgängerleben in Mecklenburg
    [1]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Leerseite
    -
  • Titelseite
    [1]
  • Vorwort
    [3]
  • Kapitel
    [7]
  • Kapitel: Ein mecklenburgischer Tagelöhner-Kontrakt
    [36]
  • Impressum
    -
  • Leerseite
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -

Volltext

21 
rumrumoren , Schweine füttern und was sonst zu thun ist . Die Frau war melken gegangen . Mag es Sonntag oder Werktag sein , im Bett haben sie keine Ruhe . Im Sommer geht's schon lange vor 4 Uhr aus dem Bett . 
Es dauerte nicht lange , so rief mich der Hausherr : „ Otto ! Du mußt upstehn , is Tied ! " Ich stand auf , kleidete mich flugs an und wusch mich ; dies Mal frug ich aber nicht mehr nach Seife . Meine Hausleute hatten schon Kaffee getrunken , als ich kam . Wie ich nun beim Trinken war , sagte der Tagelöhner : „ Du sost utmesten " . Gerade diese Arbeit hatten die Hofgänger nur gestern als mit die schlechteste geschildert , und an dieser sollte ich nun mein Heil zuerst versuchen . Er suchte eine Forke und einen Harken für mich und eine Trage , genannt „ Beere " , mittelst der wir den Mist herausschleppen sollten . Gegen T Uhr ging es erst zur Arbeit , ich hatte daher noch reichlich Zeit , ein paar Eimer Wasser zu holen . Selten holt eine Tagelöhner - Frau Wasser . Das ist des Hofgängers Arbeit . 
Endlich ertönte die Hofglocke , das Signal zum Kommen , und nun ging's zur Arbeit . Ein Hofgänger , mit dem ich sammen austragen mußte , fing , als er mich ansah , zu lachen an . „ Menschenskind , hat denn Dein Oller keine Kniestiefeln , die er Dir borgen kann ? Mit Deinen Schuhen kannst Du nichts werden lassen ! " Nun betrachtete ich ihn . Er hatte blauleinene Hosen an , welche in ein paar mächtigen Kniestiefeln staken . Wir hatten nicht lange Zeit , uns zu unterhalten , denn alles war schon nach dem Hof und wir mußten eilen , wollten wir nicht zu spät kommen . Als wir in den Kuhstall kamen , bot sich mir ein eigenartiger Anblick dar . An vierzehn , aus Stein , und Zement gebauten Krippen standen immer 2 Reihen Kühe , jede Reihe zählte 15 Kühe . Im Ganzen waren es also über 200 Kühe und zirka 40—50 Kälber . Von allen diesen Kühen sollten wir nun , 6 Mann hoch , den Mist herausschleppen , und das Schönste ist , daß wir es am Vormittag schaffen sollten . Diejenigen , die es nicht schaffen , müssen am Nachmittag weiter tragen und erst wenn sie fertig sind , können sie nach Haus gehen , erhalten aber dafür nichts bezahlt . 20 Pf . erhält der Hofgänger nur von seinem Tagelöhner , aber was der Hof dem Tagelöhüer bezahlt , wird abgezogen . Und dagegen ist der Hofgänger völlig machtlos . Wer etwas schwächlich gebaut ist , hat gerade genug daran 31t thun , wenn er den Stall bis Mittag' halb fertig hat . Komme , : einmal statt der Hofgänger , die Tagelöhner zum „ Utmesten " , so arbeiten ebensoviele und sie arbeiten auch ebenso lange und doch steht der Lohn des Hofgängers in gar keinem Verhältniß zu dem der Tagelöhner . In der Regel wird alle Tage ausgemistet , außer Sonnrags . . . Am Montag kommen dann zwei Hofgänger
	        

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