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Anthropos, 99.2004

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Anthropos, 99.2004

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711752
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711752
Persistenter Identifier:
1510222436589
Titel:
Anthropos, 99.2004
Erscheinungsjahr:
2004
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 99, 2004, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Die kulturellen Leistungen der Zoroastrier. Besprechungsaufsatz zu "A Zoroastrian Tapestry"
Sonstige Person:
Hutter, Manfred
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
    -
  • Anthropos, 99.2004
    [727]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Impressum
    -
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt] Anthropos 99.2004/1
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 99, 2004, Heft 1
    [3]
  • Werbung
    [350]
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt] Anthropos 99.2004/2
    [351]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 99, 2004, Heft 2
    [353]
  • Zeitschriftenartikel: A l'unisson des tambours. Note sur l'ordre social et la chasse aux têtes parmi les Wa de Chine / Formoso, Bernard
    [353]
  • Werbung
    [364]
  • Zeitschriftenartikel: An Anthropological Study of Atsabe Perceptions of Kolimau 2000. A New East Timorese Religious Cult or Internal Security Problem? / Molnar, Andrea K.
    [365]
  • Werbung
    [380]
  • Zeitschriftenartikel: Order in Tribal Middle Indian 'Kinship' / Pfeffer, Georg
    [381]
  • Werbung
    [410]
  • Zeitschriftenartikel: Toward a Cultural Psychology of Voluntary Action Beliefs / Nuckolls, Charles W.
    [411]
  • Werbung
    [426]
  • Zeitschriftenartikel: The Quest for the Authentic. On the Heroics of African Visual Anthropology / Gordon, Robert J.
    [427]
  • Zeitschriftenartikel: Ntok ebkuo. A Western Grassfields' Palace (Cameroon) / Bah, Njakoi John
    [435]
  • Zeitschriftenartikel: The Gift of the Gab. Anthropology and Conversation Analysis / Zeitlyn, David
    [451]
  • Zeitschriftenartikel: Was sucht die Ethnologie auf dem Laufsteg? Lokale Schönheitskonkurrenzen als "Riten der Modernisierung" / Lauser, Andrea
    [469]
  • Zeitschriftenartikel: Lightning, Sacrifice, and Possession in the Traditional Religions of the Caucasus (Continued from Anthropos 99.2004: 143-159) / Tuite, Kevin
    [481]
  • Werbung
    [498]
  • Zeitschriftenartikel: Missionaries of the "Iron Cage". The Indigenist Sector of the Society of the Divine Word (SVD) in Paraguay, 1910-2000 / Piwowarczyk, Darius J.
    [499]
  • Zeitschriftenartikel: The warawara malanggan in Lesu. The Historical Anthropology of a New Ireland Society / Aijmer, Göran
    [519]
  • Zeitschriftenartikel: Strategic Murders. Social Drama in Tonga's Chiefly System (Western Polynesia) / Grijp, Paul van der
    [535]
  • Zeitschriftenartikel: Klimawandel, internationale Umweltpolitik und indigene Völker / Rossbach de Olmos, Lioba
    [551]
  • Zeitschriftenartikel: [Berichte und Kommentare] Representations of Kinship. Agnatic Ideology and Uterine Values in a Berber-Speaking Tribe (Southeast Morocco) / Gélard, Marie-Luce
    [565]
  • Zeitschriftenartikel: From Relativism to Imagination. Towards a Reconstructive Approach to the Study of African Witchcraft / Merz, Johannes
    572
  • Zeitschriftenartikel: Kritische Anmerkungen zu einem Kupferstich aus James Cooks Reiseberichten und zur Rezeption bei Jules Verne / Schifko, Georg
    580
  • Zeitschriftenartikel: Contemporary Zoological Transformation and the Semai of Malaysia. An Addendum to Forth (1998) / Forth, Gregory
    585
  • Zeitschriftenartikel: Religión, ritual y vida cotidiana en los Andes / Kessel, Juan van
    586
  • Zeitschriftenartikel: Die kulturellen Leistungen der Zoroastrier. Besprechungsaufsatz zu "A Zoroastrian Tapestry" / Hutter, Manfred
    591
  • Werbung
    [600]
  • Zeitschriftenrezension: Rezensionen
    [601]
  • Zeitschriftenartikel: Miszellen
    688
  • Literaturverzeichnis: Neue Publikationen
    [689]
  • Literaturverzeichnis: Zeitschriftenschau
    [703]
  • Autorenindex
    [721]
  • Werbung
    [726]
  • Titelseite
    [727]
  • Impressum
    [728]
  • Inhaltsverzeichnis: Autorenindex
    [729]
  • Inhaltsverzeichnis: Rezensenten
    734
  • Inhaltsverzeichnis: Geographischer Index
    [735]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

592 
Berichte und Kommentare 
Anthropos 99.2004 
essiert, aufschlussreich. Denn obwohl die Heraus 
geberinnen (9) sich entschlossen haben, 1947 als 
Jahr der Unabhängigkeit Indiens als Schlusspunkt 
des Textteils dieser Kulturgeschichte zu wählen, 
führen vielen Abbildungen bis in die Gegenwart 
des Lebens der Zoroastrier in Iran, v. a. in Yazd, 
bzw. in Bombay. Insgesamt stellt das Buch die 
Leistungen des Zoroastrismus über einen Zeitraum 
von mehr als 3000 Jahren aus dem Blickwin 
kel von “neotraditionalistischen” 2 Parsen dar. Da 
mit bleibt m. E. an manchen Stellen der Beitrag 
der Zoroastrier zur gesellschaftlichen Entwicklung 
Irans gegenüber der Situation in Indien etwas we 
niger facettenreich dargestellt. Die folgende kriti 
sche Würdigung dieser Kulturgeschichte konzen 
triert sich in systematischer Weise v. a. auf den 
religionsgeschichtlichen Ertrag und auf sozialge 
schichtliche Aspekte. 
1. Grundzüge der Rellgionsgeschichte und 
der religiösen Praktiken des Zoroastrismus 
Die ersten Artikel skizzieren zunächst die Anfänge 
der Religion Zarathustras, der um 1200 v. Chr. 
(Mary Boyce, 19) gelebt hat. Die Grundlehre Za 
rathustras bezieht sich auf ethisches Verhalten, das 
sich im Guten Denken, Guten Sprechen und Guten 
Handeln zeigt (23) und auf die Verehrung Ahu- 
ra Mazdas als “Herrn der Weisheit”, den Zara 
thustra an die Spitze der von Indo-Iranern ver 
ehrten “höchsten Wesen” bzw. “Herren” (aves- 
tisch: Ahuras, Sanskrit: Asuras) gerückt hat (19). 
Als reale Lokalisierung für Zarathustras Heimat, 
die im Avesta als Airyanam Vaejah bezeichnet 
wird, favorisiert James R. Russell (31) das Ge 
biet nordöstlich des Aralsees bis nördlich des Bal- 
kashsees im heutigen Kasachstan, jedenfalls au 
ßerhalb der Grenzen des heutigen Irans, in wel 
ches Gebiet iranische Völker erst zu Beginn des 
1. Jahrtausends v. Chr. eingewandert sind. Ne 
ben den Medem im Nordwestiran trat v. a. unter 
den Achämeniden der Zoroastrismus ins Blickfeld 
der “internationalen” Geschichte, wobei im späten 
6. Jh. v. Chr. - ausweislich der Felsreliefs bzw. 
reliefierten Darstellungen der achämenidischen Ar 
chitektur - bildlich-anthropomorphe Darstellungen 
für die übernatürlichen Wesen der Religion Za 
rathustras noch nicht verwendet wurden, aller 
dings kam es zur Adaptierung mesopotamischer 
Ikonographie. Die assyrische geflügelte Sonnen 
scheibe wurde als Symbol jener übermenschlichen 
2 Zu dieser Richtung unter den zeitgenössischen Parsen siehe 
Kreyenbroek 2001: 47. 
Herrlichkeit (khvarenah) adaptiert, die von göttli 
chen Wesen an Helden, Könige, Zarathustra, aber 
auch an rechtgläubige Zoroastrier verliehen wer 
den konnte (vgl. Boyce, 45). Im 19. Jh. n. Chr. 
wurde dieses religiöse Symbol aus der achäme 
nidischen Kunst von den Parsen als Symbol für 
den Zoroastrismus wiederbelebt, dem damaligen 
iranistischen Forschungsstand entsprechend jedoch 
fälschlicherweise als Abbild Ahura Mazdas inter 
pretiert. Andere Zeugnisse der achämenidischen 
Kunst (vgl. z. B. die Abb., 55-59), die Einblick in 
kultische Praktiken geben, sind Darstellungen von 
Herrschern in Verehrung vor dem Heiligen Feuer 
als Repräsentanz Ahura Mazdas, aber auch magi 
(Priester) und Adelige, die durch das Tragen eines 
Bündels aus Baresman-Zweigen anscheinend als 
Teilnehmer an Opferzeremonien zu Ehren Ahura 
Mazdas dargestellt sind. Heiligtümer in Form von 
Tempelbauten wurden erst im 4. Jh. v. Chr. unter 
babylonischem Einfluss im Zoroastrismus üblich, 
genauso wie die anthropomorphe Darstellung von 
göttlichen Wesen. Erste entsprechende anthropo 
morphe Statuen dürften die Göttin Anahita dar 
gestellt haben, in Anlehnung an Kultbilder der in 
der babylonischen Spätzeit wichtigen Göttin Nana- 
ya (53). War somit der Zoroastrismus im Achäme- 
nidenreich - wenngleich nicht als einzige Religion 
- weit verbreitet, so setzt sich dies auch in den bei 
den nachfolgenden “Dynastien” der Arsakiden im 
Partherreich (ca. Mitte des 3. Jh.s v. Chr. bis 224 
n. Chr.) und der Sasaniden (224 bis 651 n. Chr.) 
fort. Mary Boyce (98-115) diskutiert dabei in 
diesem Zusammenhang die nach wie vor aufgrund 
der Quellenlage nicht völlig befriedigend geklärte 
(bzw. klärbare) religiöse Situation während der 
Partherzeit, doch macht die Verfasserin überzeu 
gend klar, dass es nicht zulässig wäre, die Parther 
in einer religionsgeschichtlichen Darstellung des 
Zoroastrismus unberücksichtigt zu lassen. Besser 
informiert sind wir hingegen bzgl. der Epoche 
der Sasaniden, die in den Ausführungen von Al 
bert de Jong bzw. Faribourz Nariman thematisiert 
wird: Neben dem aus der Perspektive der Herr 
scher deutlich favorisierten Zoroastrismus zeigen 
die Quellen die Zunahme eines religiösen Plu 
ralismus. Teilweise durch die Westexpansion der 
Sasaniden im 3. und 4. Jh. bedingt, lebten inner 
halb des Sasanidenreiches auch Christen, genauso 
kann der aus gnostischen Wurzeln stammende Ma- 
nichäismus 3 zumindest bis ins frühe 4. Jh. im sasa- 
3 In dem reich bebilderten Band wäre wünschenswert gewe 
sen, wenn in diesem Zusammenhang auch eine Abbildung 
Manis reproduziert worden wäre, etwa jenes berühmte Bild 
Manis auf einem Bergkristall, vgl. die Abbildung bei Klim- 
keit 1982; Tf. XXXII.
	        

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