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Sagen der Stadt Magdeburg

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Sagen der Stadt Magdeburg

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-713258
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-713258
Persistenter Identifier:
BV047254060
Titel:
Sagen der Stadt Magdeburg
Autor:
Hülsse, Friedrich
Erscheinungsort:
Magdeburg
Verlag:
Albert Rathke, Verlag
Erscheinungsjahr:
1887
Beschreibung:
Sozial- und Kulturanthropologie#Kunst und Wissen
Literatur und Sprachen#Deutsche Sprache und Literatur
Signatur:
LC 82070 H887
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen
Literatur und Sprachen > Deutsche Sprache und Literatur

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
29. Mathilde von Heideck oder Die Wiederkehr aus der Gruft
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Sagen der Stadt Magdeburg
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Vorwort: Vorwort
    -
  • Kapitel: 1. Von der Gründung und dem Namen der Stadt
    [1]
  • Kapitel: 2. Wie die Sachsen in das Land gekommen
    [9]
  • Kapitel: 3. Wie die Wenden Magdeburg aufgaben
    [19]
  • Kapitel: 4. Otto der Große und Editha, seine Gemahlin
    [28]
  • Kapitel: 5. Das alte Magdeburg
    [45]
  • Kapitel: 6. Der diebische Rabe
    [105]
  • Kapitel: 7. Das goldene Schiff
    [125]
  • Kapitel: 8. Das eingemauerte Kind
    [150]
  • Kapitel: 9. Das rote Horn. Ein Märchen nach R. Wellnau / Wellnau, Rudolf
    [168]
  • Kapitel: 10. Der schwarze Bock
    [186]
  • Kapitel: 11. Das goldene Pflugeisen
    [217]
  • Kapitel: 12. Das brennende Licht am Kak und die Saugasse
    [233]
  • Kapitel: 13. Das preußische Wappen
    [239]
  • Kapitel: 14. Die Axt
    [255]
  • Kapitel: 15. Der goldene Kopf und das Hühnernest
    [267]
  • Kapitel: 16. Der goldene Apfel
    [287]
  • Kapitel: 17. Das freundliche Gesicht
    [299]
  • Kapitel: 18. Rothensee und der "Lindwurm"
    [307]
  • Kapitel: 19. Die eisernen Köpfe an der St. Jakobikirche
    [335]
  • Kapitel: 20. Der wilde Jäger
    [344]
  • Kapitel: 21. Die heilige Eiche in der Kreuzhorst
    [357]
  • Kapitel: 22. Die weiße Kutsche mit den Gebeinen des h. Norbert
    [366]
  • Kapitel: 23. Die Ahnfrau von Randau und der Schultheiß Tilo Weske von Magdeburg
    [372]
  • Kapitel: 24. Die Kindesmumie im Magdeburger Dom
    [385]
  • Kapitel: 25. Markgraf Otto IV. "mit dem Pfeile" von Brandenburg und seine Gefangenschaft
    [391]
  • Kapitel: 26. Die beiden Grafen von Gleichen
    [397]
  • Kapitel: 27. Das weiße Roß
    [411]
  • Kapitel: 28. Die Frau des Ratsherrn. Ballade von Julius Wolff / Wolff, Julius
    [417]
  • Kapitel: 29. Mathilde von Heideck oder Die Wiederkehr aus der Gruft
    [424]
  • Kapitel: 30. Der Dom zu Magdeburg
    [479]
  • Kapitel: 31. Die Hunde fressen kein Brot von einem Gebannten
    [568]
  • Kapitel: 32. Eine Jungfrau sieht in Krankheit ihren Tod voraus
    [570]
  • Kapitel: 33. Erzbischof Walthardus
    571
  • Kapitel: 34. Der h. Sebastian schützt das Land
    572
  • Kapitel: 35. Mordanschlag auf Erzbischof Werner
    573
  • Kapitel: 36. Mordanschlag auf Erzbischof Norbert
    574
  • Kapitel: 37. Demut Norberts
    575
  • Kapitel: 38. Die Spinne im Abendmahlswein
    576
  • Kapitel: 39. Erzbischof Dietrich und Karl IV
    [577]
  • Kapitel: 40. Erzbischof Dietrich und die Magdeburger
    579
  • Kapitel: 41. Erzbischof Friedrich über den Krieg
    582
  • Kapitel: 42. Die Ermordung Erzbischof Burchards III
    583
  • Kapitel: 43. Die Fahne des heiligen Mauritius
    586
  • Kapitel: 44. Die Magdeburger Hartköpfe (saxa) genannt
    [590]
  • Kapitel: 45. Die Kardinalsbirnen
    592
  • Kapitel: 46. Die Sage von der Krone des südlichen Domturmes zu Magdeburg
    [594]
  • Kapitel: 47. Der Teufel und der Turmwächter zu St. Johannis
    [602]
  • Kapitel: 48. Der Teufel und das Wickelkind
    604
  • Kapitel: 49. Die silbernen Läuse
    [607]
  • Kapitel: 50. Der Jude in der Kloake
    [618]
  • Kapitel: 51. Ein Magdeburger den heidnischen Göttern geopfert
    619
  • Kapitel: 52. Die Frohnleichnamskapelle
    623
  • Kapitel: 53. Die Statue Kaiser Ottos in der Neujahrsnacht
    626
  • Kapitel: 54. Die Gaukler in Magdeburg
    627
  • Kapitel: 55. Till Eulenspiegel in Magdeburg
    628
  • Kapitel: 56. Der Stadtkommandant Zangemeister
    629
  • Kapitel: 57. Der Markgraf von Meißen giebt die Belagerung von Magdeburg auf
    [633]
  • Kapitel: 58. Ein Engel hilft den Magdeburgern gegen ihre Feinde
    635
  • Kapitel: 59. Andreas Kritzmann und der St. Jakobiturm
    639
  • Kapitel: 60. Vorzeichen vor dem Kriege
    643
  • Kapitel: 61. Das erste Turnier in Magdeburg
    647
  • Kapitel: 62. Das Gralspiel in Magdeburg
    648
  • Kapitel: 63. Das Holen der Burg
    651
  • Kapitel: 64. Das Kufenbrennen
    652
  • Kapitel: 65. Das Blicken und Kakwien
    654
  • Kapitel: 66. Vorzeichen von der Eroberung und der Zerstörung der Stadt Magdeburg 1631, am 10. Mai
    655
  • Kapitel: 67. Die letzte Nacht vor der Einnahme Magdeburgs
    [662]
  • Kapitel: 68. Die Schreckenstage Magdeburgs
    [668]
  • Kapitel: 69. Das Haus zum 10. Mai
    [696]
  • Kapitel: 70. Der Traum des Fischerknaben Benjamin
    [701]
  • Kapitel: 71. Bericht des Predigers an der St. Katharinenkirche, Christoph Thodänus, über seine Rettung aus der Stadt (1631) / Thodänus, Christoph
    [716]
  • Kapitel: 72. Bericht eines magdeburgischen Bürgers über seine Lebensrettung
    [738]
  • Kapitel: 73. Geschichte der Errettung des Oberstadtschreibers Daniel Friese und seiner Familie
    [747]
  • Kapitel: 74. Die eifersüchtigen Bauherren
    [758]
  • Kapitel: 75. Die goldene Wage
    [762]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    771
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

472 
„Komm Geliebter! Ich weiß, Du bist schwer geprüft. 
Siehe, ich lebe und bin nicht tot, wie Du gemeint. Kein 
Wunder ist geschehen, denn schon lange weile ich wieder 
unter den Lebenden und habe in unsagbarer Sehnsucht auf 
diese Stunde gewartet. Doch laß uns eilen, daß wir in 
das lang vermißte Haus zurückkehren, damit ich Dir dort 
mein Schicksal erzähle. Auch nicht allein werde ich kommen, 
sondern noch einen kleinen Engel mit mir bringen, den Du 
schon einmal gesehen hast." 
Raimund hob die Geliebte aus dem verhängnisvollen 
Sarge heraus und schaute sie mit glückstrahlenden Augen 
an, da erklang eine andere Stimme, die ihn von Neuem 
von Freude und Wonne erbeben ließ. Er schaute sich um, 
und bemerkte jetzt erst, daß noch mehr lebende Wesen da 
unten in der Gruft der Toten versammelt waren. Eine 
schwarzgekleidete Alte trug ihm jenes holde Kindlein mit 
den blonden Locken entgegen, das er einstmals im Walde 
gesehen, und wiederum streckte sie ihm die Aermchen entgegen 
und rief ihm den süßen Namen „Vater" zu. Er nahm es, 
und das kleine Mädchen ließ sich von ihm herzen und küssen, 
in der Alten aber erkannte er das Mütterchen, das ihm am 
Ufer der Elbe den Gruß von Mathilde zugerufen hatte. 
Nun aber eilte Raimund mit den so wunderbar Wieder 
gefundenen nach Hause, nachdem er den beiden, dem Toten 
gräber und dem Glöckner, reichen Lohn zurückgelassen hatte. 
Er konnte es noch immer nicht fassen und bangte, daß mit 
dem Ablauf der mitternächtlichen Stunde Alles wie eine 
nächtliche Geistererscheinung verschwinden möchte. Doch 
diesmal war es nicht Täuschung, denn die Stunde hatte 
längst geschlagen und noch immer saß er an der Seite der 
wiedererstandenen Gattin und hörte von ihrem sonderbaren 
Schicksal.
	        

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