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Globus, 29.1876

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 29.1876

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711778
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711778
Persistenter Identifier:
1510649436189
Titel:
Anthropos, 69.1974
Erscheinungsjahr:
1974
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Index Auctorum
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 29.1876
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1876 / Kiepert, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1876 / Kiepert, Richard
    [17]
  • Zeitschriftenartikel: Die Wüste Atacama. II.
    [17]
  • Zeitschriftenartikel: Neugranadinische Alterthümer. I. / Andree, Richard
    22
  • Zeitschriftenartikel: Die neuvorpommerschen Küsten. II. / Denecke, B.
    24
  • Zeitschriftenartikel: Die französische Venusexpedition auf St. Paul. II. / Kohn, Albin
    26
  • Zeitschriftenartikel: Zur Kulifrage. I.
    28
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    31
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1876 / Kiepert, Richard
    [33]
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1876 / Kiepert, Richard
    [49]
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1876 / Kiepert, Richard
    [65]
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1876 / Kiepert, Richard
    [81]
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1876 / Kiepert, Richard
    [97]
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1876 / Kiepert, Richard
    [113]
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1876 / Kiepert, Richard
    [129]
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1876 / Kiepert, Richard
    [145]
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1876 / Kiepert, Richard
    [161]
  • Zeitschriftenheft: Band 12. 1876 / Kiepert, Richard
    [177]
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1876 / Kiepert, Richard
    [193]
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1876 / Kiepert, Richard
    [209]
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1876 / Kiepert, Richard
    [225]
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1876 / Kiepert, Richard
    [241]
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1876 / Kiepert, Richard
    [257]
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1876 / Kiepert, Richard
    [273]
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1876 / Kiepert, Richard
    [289]
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1876 / Kiepert, Richard
    [305]
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1876 / Kiepert, Richard
    [321]
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1876 / Kiepert, Richard
    [337]
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1876 / Kiepert, Richard
    [353]
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1876 / Kiepert, Richard
    [369]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

30 Zur K 
braucht den vaterländischen Boden nicht zu verlassen ; aber Hunderttausende , um nicht zu sagen Millionen , können an einem Tage nur von dem Verdienste des verflossenen leben oder hungern ; und tritt nnn gar eine Calamität , wie Miß - ernte etwa , eiu , so stirbt ein bedeutender Procentsatz im Elend , und das menschliche Unglück präsentirt sich in grauenvollster Weise , und im Binnenlande noch entsetzlicher , als in den Küstenstädten , wo durch maritimen Verkehr mehr Mittel für Mildthätigkeit vorhanden sind . Namentlich solche Jahre begünstigten anfangs die Massenauswanderung sehr . 
Seitens der Regierungen der Staaten , welche der Kulis bedurften , konnte und kann für die Förderung der chiuesischeu Einwanderung jedoch direct weniger geschehen , als für die von Europäern oder Nordamerikanern , wie z . B . ermüßigte oder kostenfreie Passage , um den Preis der letztern nach nnd nach abverdienen zu lassen ; alle solche Mittel sind den Chi - nesen gegenüber nicht anwendbar ; denn als Ostasiaten ist ihnen ein gegebenes Versprechen auch nicht allzuheilig , und im Falle einer Ortsverändernng ist kaum die Identität einer Person nachzuweisen , indem die Ähnlichkeit unter duen von annähernd gleichem Alter und gleicher Statur zu groß ist . Für einen entlaufenen John Chiuaman finden sich an einem andern Punkte stets viele , von denen Niemand sagen kann , ob einer von ihnen der entlaufene ist , fo daß für die Regierungsbeamten keine Möglichkeit vorhanden ist , die Kosten der ausgelegten Ueberfahrt wieder einzutreiben . Anders bei Weißen . Ein solcher aus einem Staate mit einigermaßen geordneter Verwaltung kann sich heutzutage kaum irgendwo auf die Dauer verleugnen oder verbergen . Es gehört dazu schon der brasilianische Urwald , das Innere Afrikas oder das öde Binnenland Australiens ; anßerdem kann man überall seiner habhaft werden ; bei zwanzig Chi - nesen wird man aber stets irren . Außerdem sind uns chine - sische Sprache und Namen durchaus fremd und noch unzu - gänglich . 
Die Beschaffung von Kulis nach Peru muß daher Privat - leuteu überlassen bleiben , und hieraus ergiebt sich sehr Vieles , über das mit großem Unrecht von Theoretikern der Stab ge - krochen worden ist . 
Der peruanische Grundbesitzer bedarf für die Cnltnr sei - nes Landes Jahr aus Jahr ein so ziemlich derselben Menge von Arbeitern . Der äußerst fruchtbare Boden vergilt unter einem durch die Humboldt - Strömung und hohe Berge ge - mäßigten Klima mit großer Dankbarkeit alle aufgewandte Mühe , und die verhältnißmäßig sehr schwache Bevölkerung liefert deshalb aus ihren unteren Schichten nur wenige Lohnarbeiter . Der Geringste hat genug , um seines Daseins froh zu werden , und mit Recht kann man fagen , daß jeder , der etwa dort wie überhaupt in Südamerika , Hungers ge - storben ist , Gold in der Tasche gehabt hat ; denn nur in menschenleeren Gegenden kann sich das ereignen , und in solche treibt der Forschungsgeist nur Repräsentanten der höhern Stände . Ein Armer betritt nicht ans eigenem An - triebe ihm so sern liegende Regionen . 
Arbeitermangel machte sich schon seit vielen Jahren zum größten Nachtheile des Landes im hohen Grade geltend . Dazu haben die Eisenbahubauteu in Peru die Taglöhuer , welche etwa gegen hohen Lohn noch aufzutreiben gewesen waren und zu welchen auch Chile ein großes Contingent gestellt hat , angezogen . Die Reis - , Zucker - und Baum - wollencnltnr kann sich also nur auf die Chinesen , die für ländliche Arbeiten ganz geeignet sind , aber für Berg - und Eisenbahnbau keine hinreichenden Kräfte besitzen , stützen . 
Die Großgrundbesitzer traten also zusammen und errich - teten in Macao selbst Vermittelungsbureaux . Dort verdin - gen sich die Chinesen für einige Jahre , um ihre Ueberfahrt 
ifrage . 
zu bezahlen , und für etliche weitere gegen den landesüblichen Tagelohn . Hierbei darf nicht übersehen werden , daß die Schisse von Callao aus in Ballast nach China gehen müs - sen , weil die Einrichtung für Hunderte von Passagieren keine Wagenladung zuläßt . Große Bequemlichkeiten sind freilich nicht zu schaffen ; wer aber wohlhabende , freie Kulis in Lima hat wohnen und schlafen sehen , betrachtet ein solches Schiffs - innere doch mit anderen Augen , als ein abstracter Philan - throp . 
Während der Ueberfahrt sind die Kulis im Anfang meist unter sich im Hader ; es finden sich viele streitsüchtige , und ihr Mißmuth wird noch durch die Reise bedeutend ver - mehrt . Die nöthigen Sicherheitsmaßregeln , die während der ganzen Passage genau inne gehalten werden müssen , tra - gen auch in der ersten Zeit nicht dazu bei , ihren Aerger zu vermindern . Die anfänglichen Selbstanklagen verwandeln sich bald in Vorwürfe gegen die Gefährten ; Unruhe entsteht und kann nur durch energisches Dazwischentreten der Mann - schast beseitigt werden . Die ostasiatische Wildheit aber macht sich , obwohl keine Gegenstände , die als Waffen dienen könn - ten , in ihrem Bereiche sind , doch geltend , und die lichen Streitigkeiten , die sich in Faustkämpfe , Erwürgen und Beißen aufgelöst hatten , werden später erbitterter , wo dann Schritte gethau werden müssen , unter denen auch Unschuldige mit zu leiden haben . Natürlich wird dadurch das Verhält - uiß zwischen der Mannschaft des Schiffes nnd den Kulis ein immer gespannteres ; ein directes Verständniß mit den Unruhestiftern ist unmöglich , weil kein Theil des andern Sprache versteht , und so steigert sich die gegenseitige Anti - pathie . Wer aber glaubt , daß es Capitäne gäbe , welche nur aus übler Laune oder aus Neigung die armen Kulis an Bord peinigten , kann bloß aus den Schauersceuen der Ro - mane und Piratengeschichten es gelernt haben . Schon die eigene Sicherheit des Lebens am Lande , nachdem die Chine - sen es betreten haben , zwingt die Mannschaft möglichst alles zu vermeiden , was ihnen die blutige Vergeltung eines Kuli bringen könnte . Jahrelang kann ein solcher seine Rache verber - gen , um sie im günstigen Augenblicke auszuführen . Man hört aber in Callao und Lima , wo doch sehr viele Chinesen unter der Bevölkerung sind , kaum von einem Mordansall durch einen dieser auf Seeleute , die auf Kulischiffen fahren . Wohl aber ereignet es sich nicht selten , daß ein gelber Chinaman einen Capitän anhält , ihn begrüßt und in gebrochenem Spa - nisch erzählt , er habe die Fahrt mit ihm gemacht : c . , aber sehr oft halb verstimmt geht , weil ihm der Capitän nur ant - Worten kann , daß es wohl möglich sei ; daß er sich aber nicht mehr bestimmt erinnere n . s . f . 
Eine Milderung des strengen Systems an Bord eintre - ten zulassen , nachdem sich Zeichen einer schnellen Beruhigung eingestellt , ist im höchsten Grade gefährlich . Diese ist sehr häufig der Vorbote eines Orcans . Schon mehrere Capitäne haben mit den Ihrigen das größere Maß von Freiheit , wel - ches sie ihren Kulis an Bord zugestanden , nachdem dieselben sich anscheinend vertragen hatten , durch ihr Leben bezahlen müssen , ohne daß aber deshalb nur einer von jenen seinem Verderben entronnen wäre . Todesstrafe schreckt weder den Betroffenen noch seine Gefährten . Sie glauben sofort wie - der lebend in ihr Land zurückversetzt zu werden , wenn ihnen in fremder Erde das Dasein genommen ist . 
Es bleibt also nichts übrig , als am Tage der Einschiffung schon ein so strammes Regiment einzuführen , das nur in höchst geringfügigem Grade Modisicationen gestattet . Nur in der eisernen Conseqnenz des Festhaltens an dem , was für nothwendig erkannt war zur Erreichung des vorgesteckten Ziels , liegen die Bedingungen des Gelingens . Natürlicher Weise liegt es im Interesse des Capitäns , seine Chinesen
	        

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