digi-hub Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Streitfall Stadtmitte

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-NC-SA: Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Streitfall Stadtmitte

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712336
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712336
Persistenter Identifier:
1545481603956
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 102.1977
Erscheinungsjahr:
1977
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 102, 1977, Heft 1
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
l. Abhandlungen und Vorträge Kulturanthropologie und Soziologie (Versuch einer Identifizierung)
Sonstige Person:
Girtler, Roland
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Streitfall Stadtmitte
    [5]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Titelseite
    [1]
  • Titelseite
    [3]
  • Sonstiges: Zitat
    [5]
  • Leerseite
    [6]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    [7]
  • Vorwort
    [11]
  • Kapitel: Ausgangspunkte
    13
  • Kapitel: Kontexte. Perspektiven. Zugänge
    31
  • Kapitel: Repäsentationen. Praxen. Verhandlungsräume
    113
  • Kapitel: 7. Möglichkeitsraum: Stadtplanerische Perspektiven auf den Schlossplatz und seine Geschichte
    113
  • Kapitel: 8. Erzählungen, Perspektiven, Problematisierungen: Grundkonstellationen des Konfliktfelds Schlossplatz
    159
  • Kapitel: 9. Stadt, Raum, Zugehörigkeit(en): Die Schlossplatzdebatte als Verhandlungsraum
    233
  • Kapitel: Ausblick
    291
  • Anhang
    305
  • Werbung
    328
  • Hinterer Buchspiegel
    329
  • Hinterer Einband
    330
  • Farbkeil
    331

Volltext

Repräsentationen. Praxen. Verhandlungsräume 
»Der Hauptnutzen von Wahrzeichen ist ihr Identifikationswert. Je globaler die Architektur 
und je austauschbarer darum die Stadtbilder, desto wichtiger werden Wahrzeichen für die 
Identifikation mit der Stadt, für das Zugehörigkeits- und Heimatgefühl der Bürger und für 
die Attraktivität für Besucher und Zuwanderer. Weltweit werden daher in zunehmenden Ma- 
ße identifizierende Bauwerke liebevoll erhalten und wieder aufgerichtet.« (Anhörung, 9) 
Nicht nur dieses Statement verbindet Argumente städtischer Imagepolitik mit sol- 
chen der Identitätspolitik. So betrachtet verspricht der Wiederaufbau einen dop- 
pelten Nutzen — für die Stadt in Hinblick auf ökonomische Entwicklung und für 
die Stadtgesellschaft, indem das Gefühl der Zugehörigkeit gestiftet und/oder erhal- 
ten wird, das als Voraussetzung stadtbürgerlichen Engagements betrachtet (und ge- 
wünscht) wird. Die »objektive« Notwendigkeit der Imagepflege und tourismusorien- 
tierter Stadtentwicklung verleihen der identitätspolitisch behaupteten Bedeutung des 
Schlosses zusätzliches Gewicht: Sie bindet Berlin - über die Grenzen der Stadtgesellschaft 
hinausweisend — in globale Ökonomien ein. In den Diskussionen der GHB ist die 
Priorität dagegen eindeutig: Sie deutet das Zuviel an Touristen, Eventkultur und Stadt- 
festen eher als Moment der Entfremdung von der eigenen Stadt; Bürger/innen würden 
daran gehindert, »unsere Stadt so zu erleben, wie sie ist.«^? 
Die Argumentation der Schlossbefürworter/innen rekurriert letztlich auf einen vergan- 
genheitsbezogenen Begriff von Identitát, in dem beides, Identitit und Geschichte, es- 
sentialistisch festgeschrieben und verschmolzen wird. Svetlana Boym unterscheidet in 
ihrer Studie »The Future of Nostalgia« zwischen restaurativer und reflexiver Nostalgie: 
»Restorative nostalgia manifests itself in total reconstructions of monuments of the 
past, while reflexive nostalgia lingers on ruins, the patina of time and history, in the 
dreams of another place and another time. Nach dieser Unterscheidung folgt die 
Geschichte der Stadt, wie sie die Schlossbefürworter/innen erzählen, dem »nostal- 
gischen« Wunsch, mit der Rekonstruktion des Schlosses in der historischen Stadtmitte 
einen ästhetischen und emotionalen Bezugsraum entstehen zu lassen. Dieser soll vor den 
Anforderungen und Zumutungen schützen, die aus der Begründungsnotwendigkeit 
von Traditionen in der Spätmoderne resultieren:” Statt Reflexivität und Verhandlung 
— möglichst unproblematische Vergewisserung. Darum der Appell des Fördervereins an 
den Bundeskanzler: »Berlin braucht einen Gegenpol zu den Neubaukomplexen. Berlin 
braucht sein Stadtschloss!« Die strikte Abgrenzung von Architekturen der Moderne 
dient der Konstruktion eines Identitätsraums: Es soll ein geschlossener Raum sein, 
der es mit panoramatischem Blick erlaubt, sich beheimatet zu fühlen, ohne sich bzw. 
*  Heftig wird diese Diskussion geführt, als das Projekt einer »Licht-Raum-Plastik für den deut- 
schen Bundestag« vorgestellt wird: Wahrzeichen Reichstag von Wolfgang-Heinrich Fischer; For- 
schungsnotizen 29.2.2000. 
^  Boym (2001): Future of Nostalgia, 41. 
Vgl. Giddens (1996): Leben in einer posttraditionalen Gesellschaft. 
180
	        

Download

Downloads

Ganzer Datensatz

METS
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Suchtreffer

Suchtreffer

Möglichkeiten der Intelligenzprüfung bei motorisch und sprachlich geschädigten, cerebral gelähmten Kindern
5 / 1.007
Die Gesetzgebung für das heilpädagogische Sonderschulwesen in Niedersachsen
Zurück zur Trefferliste Zurück zur Trefferliste

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie viel ist 1 plus 2?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.