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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Globus, 50.1886

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714820
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714820
Persistenter Identifier:
BV043334262
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711882
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711882
Persistenter Identifier:
1513767681452
Titel:
Anthropos, 89.1994,1/3
Erscheinungsjahr:
1994
Signatur:
LA 1118
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
[Inhalt] Anthropos 89.1994/1-3
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 50.1886
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1886 / Kiepert, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1886 / Kiepert, Richard
    [17]
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1886 / Kiepert, Richard
    [33]
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1886 / Kiepert, Richard
    [49]
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1886 / Kiepert, Richard
    [65]
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1886 / Kiepert, Richard
    [81]
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1886 / Kiepert, Richard
    [97]
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1886 / Kiepert, Richard
    [113]
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1886 / Kiepert, Richard
    [129]
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1886 / Kiepert, Richard
    [145]
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1886 / Kiepert, Richard
    [161]
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1886 / Kiepert, Richard
    [177]
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1886 / Kiepert, Richard
    [193]
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1886 / Kiepert, Richard
    [209]
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1886 / Kiepert, Richard
    [225]
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1886 / Kiepert, Richard
    [241]
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1886 / Kiepert, Richard
    [257]
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1886 / Kiepert, Richard
    [273]
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1886 / Kiepert, Richard
    [289]
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1886 / Kiepert, Richard
    [305]
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1886 / Kiepert, Richard
    [321]
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1886 / Kiepert, Richard
    [337]
  • Zeitschriftenartikel: Victor Giraud's Reise nach den innerafrikanischen Seen 1883 bis 1885. VI. (Sämmtliche Abbildungen nach Skizzen und Photographien des Reisenden)
    [337]
  • Zeitschriftenartikel: Einiges über den Wajang auf Java / Metzger, Emil
    343
  • Zeitschriftenartikel: Das Volk der Omaha
    347
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    351
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1886 / Kiepert, Richard
    [353]
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1886 / Kiepert, Richard
    [369]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Das Volk der Omaha . 
347 
Java die Wiege des echten und unverfälschten Wajangs ist ; von dort ans hat er sich allerdings nach Osten und nach Westen verbreitet , doch sind alle diese Nachahmungen sehr - weit hinter dem Original zurückgeblieben . Echt finden wir ihn außerdem in schönster Form auf Bali und namentlich in Siam . 
Als eigentlich unterscheidendes Merkmal des Wajang 
vom Topeng ( einer anderen Art von Aufführungen , in denen Menschen anftreten ) handelt es sich bei erstcrem um die Vorstellung einer Legende oder nach dem Begriffe der hörer eigentlich einer historischen Thatsache , während bei ! letzterem eine augenblickliche Situation wiedergegeben wird , die alle Theilnehmer ausfassen und so gut als möglich zu Ende führen . 
Das Volk der Omaha . 
Ko . Die Nordamerikaner bemühen sich eben in der anerkennenswerthesten Weise zu retten , was noch von den Jndianerstämmen zu retten ist und wenigstens genaue gaben über ihre Sitten und Gebräuche der Nachwelt zu halten , gewissermaßen den Text zu den Illustrationen , welche die großartigen Sammlungen des Nationalmuseums bieteu . Das Bureau of Ethnology der Smithsonian stitution veröffentlicht alljährlich eine ganze Reihe licher Bände über diesen Gegenstand , aber es ist für den Laien nicht ganz leicht , sich durch den interessanten Inhalt hindurch zu arbeiten . Die amerikanischen Ethnographen haben nämlich in dem berechtigten Streben , die indianische Aussprache genau wiederzugeben , ein eigenes Alphabet geschaffen mit mindestens 60 Zeichen , das uns mit seinen zum Theil verkehrt gestellten und mit allen möglichen hängseln und Nebenzeichen versehenen Buchstaben sehr eigen - thümlich anmuthet . Wir denken unseren Lesern diese Arbeit zu ersparen und schreiben in den nachfolgenden Auszügen aus einer der interessantesten Arbeiten des Vorjahres I die indianischen Namen ungefähr so , wie sie ausgesprochen werden . 
Die Omahas sind der Rest eines Gliedes des Thegiha - Stammes ; sie bilden mit den Ponkas , den Osage und den Kansas die eine Hälfte dieser einst mächtigen Nation , während die Kw ap as die andere darstellen . Thegiha — das Th englisch ausgesprochen — bedeutet „ ein Mann aus dem Land " ; dieselbe Bedeutung hat nach der Angabe des Häuptlings Joseph la Fleche , welchem Dorsey viele volle Mittheilungen verdankt , der Name Dakota . Omaha , richtiger Umanhan , bedeutet „ die stromauf Gewanderten " , und soll nach der Tradition daher rühren , daß die Omahas , als die Nation bei ihrer Wanderung an die Mündung des Ohio gelangte , aufwärts zogen ; den Gegensatz bilden die Kwapas oder Ugagpa , die stromab Gewanderten . Sie haben noch die Tradition bewahrt , daß ihre Vorfahren mals da wohnten , wo heute St . Louis steht . Von dort zogen sie , immer noch mit ihren Verwandten vereint , im Missouri herum , wahrscheinlich vielfach in Berührung kommend mit den Iowas und wohl auch den Otos , bis sich schließlich an der Mündung des Osage River die vier Stämme endgültig trennten . Ponkas und Omahas gingen mit den Iowas zusammen über den Missouri , wanderten durch Missouri , Iowa und Minnesota und siedelten schließlich lange Zeit in den Umgebungen des berühmten „ Red pipe - st onegnarry " . Mörderische Kämpfe mit den Dakotas zwangen sie zum Weiterwandern ; an einem See in Dakota , wahrscheinlich dem heutigen Lake Andes , hielten sie wieder 
Omaha Sociology , by Rev . James Owen Dorsey . Extract from the third Annual Report of the Bureau of Ethnology . Washington 1885 , Or . 8° . 165 p . 
an und Hier gaben sich die Stamme der Tradition nach ihre heutige Organisation und schnitten das Bundeszeichen , den heiligen Pfahl ; die Stelle heißt heute noch „ Waqcexe gasai an“ , „ wo sie den heiligen Pfahl schnitzten " . Die Wciterwanderung ging immer stromauf , bis zum White Earth River , wo sie abermals den Missouri überschritten und dann wieder stromab zogen . Am Niobrara blieben die Ponkas zurück , am Bow Creek in Nebraska die Omahas , die Iowas zogen weiter bis zum Iowa Creek , wo sie in der Nähe der heutigen Stadt Ponka ihr Dorf bauten . Von da ab zogen die einzelnen Stämme in ihren Jagdgründen umher , doch ohne weiter zu wandern , bis sie 1845 in ihre heutigen Reservationen in Nebraska verwiesen wurden . Dort Hausen sie noch , und zwar meistens als Ackerbauer und in wohlgezimmerten Häusern . Das Land ist unter sie theilt worden und Einzelne , wie der oben genannte Häuptling La Fleche , haben schon seit 1858 begonnen , Ackerbau zu treiben . Der allgemeine Ilebergang dazu ist aber erst um 1869 erfolgt . Von einem Rückgänge des Stammes in neuerer Zeit kann man nicht reden ; ihre Seelenzahl betrug 1876 : 1076 , 1882 aber 1100 , also eine , wenn auch kleine Zunahme . 
Die Verfassung der Omahas beruht , wie bei allen Zweigen der großen Sionan - Familie , auf dem halt der Geschlechter ( Gens oder Clan ) der blutsverwandten Männer . Sie theilen sich in zwei Unterstämme , die Honga - cenu und die Jcta - sanda ; jeder zerfällt in fünf schlechter und diese wieder in Untergeschlechter Dorsey möchte annehmen , daß ursprünglich jedes Geschlecht in vier Unterabtheilungen zerfallen sei ; doch bringt er keinen Beweis dafür und es erscheint durchaus unwahrscheinlich , daß die Geschlechter , die sich doch unmöglich ganz gleichmäßig mehrt haben können , alle in ganz gleicher Weise getheilt gewesen sind . Dem Range nach unterscheidet man drei Hauptklaffen , N ik a g a h i , die Häuptlinge und angesehensten Männer , welche allein die Rathsversammlung bilden , die Wanace oder Tapferen ( der Autor bezeichnet sie sehr eigenthümlicherWeise als Policemen ) , und die Cénujiñga oder jungen Männer , die sich noch nicht in irgend einer Weise ausgezeichnet haben . Außerdem erfreuen sich noch einer besonderen Geltung die Bewahrer der sieben heiligen Pfeifen und der drei heiligen Zelte . Weder sie noch die Häuptlinge nehmen an Kriegszügen Theil ; für diese werden besondere Führer gewühlt und die Häuptlinge treten erst wieder in Funktion , wenn Friedensunterhandlungen ginnen . 
Die Omahas bauten ihre Winterdörfer ziemlich regellos aus Erdhütten , jede Frau da , wo es ihr gefiel , aber für Wanderschaft und Jagdzüge hatten sie ihre besondere Lager - ordnung . Es gehört das jetzt freilich der Vergangenheit an , denn der Büffel ist in Nebraska ansgerottet und ihren 
44 *
	        

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