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Bilder aus dem sächsischen Bauernleben in Siebenbürgen

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Volltext: Bilder aus dem sächsischen Bauernleben in Siebenbürgen

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712359
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712359
Persistenter Identifier:
1550575639441
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 93.1968
Erscheinungsjahr:
1968
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorwort

Strukturtyp:
Vorwort
Titel:
Vorwort
Sonstige Person:
Hartmann, Günther
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Bilder aus dem sächsischen Bauernleben in Siebenbürgen
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Widmung: Dem siebenbürgisch-sächsischen Bauern von guter Art, dem treuen Hüter deutscher Sitte gewidmet vom Verfasser
    [V]
  • Vorwort: Vorwort zur zweiten Auflage
    [VII]
  • Vorwort: Vorwort zur ersten Auflage
    [XI]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    -
  • Kapitel: I. Das sächsische Bauernhaus und seine Bewohner
    [1]
  • Kapitel: II. Eine Kindstaufe in den "dreizehn Dörfern"
    [14]
  • Kapitel: III. Kinderlust und Kinderleben unter sächsischen Bauern
    [25]
  • Kapitel: IV. Die Bruderschaft
    [48]
  • Kapitel: V. Eine sächsische Bauernhochzeit im Haferland
    [65]
  • Kapitel: VI. Die Nachbarschaft
    [82]
  • Kapitel: VII. Sächsisches Bauernleben daheim und im Feld
    [107]
  • Kapitel: VIII. Der sächsische Bauer "im Gespräch" vor den Gassenthüren
    [126]
  • Kapitel: IX. "Unser Wohlehrwürdige Herr Vater"
    [173]
  • Kapitel: X. "Unser Herr, der Hann"
    [209]
  • Kapitel: XI. Tod und Begräbnis bei sächsischen Bauern
    [229]
  • Sonstiges: Urtheile der Presse über die 1. Auflage der "Bilder aus dem sächsischen Bauernleben"
    -
  • Werbung
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

„Heiratsbureaux“ nicht und sucht sich die Frau nicht mit der Zeitung, 
wie der Krämer den Compagnon zu nutzbringendem Geschäft. Dass er 
aber bei der Wahl den Hof- und Grundbesitz mit in Anschlag bringt, 
ist ihm kaum zu verdenken. Hängt doch damit die Erhaltung der 
Familie wesentlich zusammen! Da es nur ausnahmsweise vorkommt, 
dass der sächsische Bauer sich dem Gewerbestand widmet oder studiert, 
so fällt das unter die Kinder vertheilte väterliche Erbe schmal aus und 
ein Zuwachs ist ihm erwünscht. Die Vorboten der Ehe gehen ihrem 
Abschluss um ein halbes Jahr voraus. Der Bursche geht zum Mädchen 
seiner Wahl „in die Gasse,“ das heißt er stattet ihm abends im Eltern⸗ 
haus seine regelmäßigen Besuche ab. Er setzt ihm zu Pfingsten den 
himmelanstrebenden Maibaum vors Fenster und ziert die Giebelnische 
an Liebchens Haus zu Weihnachten mit der immergrünen Mistel oder 
dem schmucken Tannenreis. Zu Ostern begießt er's recht tüchtig mit eiskaltem 
Wasser und empfängt für den Ausdruck urwüchsiger Liebe die bereit— 
gehaltenen bunten Ostereier als zartere Gegengabe. Ist ihm das 
Mädchen geneigt, so ziert es ihm den breitkrämpigen Hut Sonntags 
mit mächtigen Sträußen von künstlichen oder natürlichen Blumen und 
erhält als Gegengabe eine sorgfältig gearbeitete und verzierte Harke 
(Heurechen). Wird das Verhältnis inniger und haben sich beide unter 
vier Augen Liebe und Treue zugesagt, so erklärt das Mädchen dadurch 
öffentlich, es wolle dem Burschen angehören, dass es ihm in der Ernte 
Weizen oder Hafer heimführen hilft. — Sind die Feldarbeiten vorüber, 
so wird ernstlich an die Gründung des neuen Hausstandes gedacht. — 
Die Hochzeiten finden im ganzen Dorfe um dieselbe Zeit statt. — 
Der Katharinentag (25. November) ist der altherkömmliche Trauungstag. 
Der erste Schritt zur Heirat ist das „Heischen“ oder „Ver— 
bangen.“ Der Bursche nimmt einen nahen Verwandten als Braut— 
werber mit und hält durch ihn um die Hand der Geliebten an. Thut 
er keine Fehlbitte, so findet, in der Regel an demselben Abend, das 
„Brautvertrinken“ statt, das heißt die Sache wird für beide 
Theile durch einen Wisswein oder „Almesch“ festgemacht. Vier Wochen 
später findet vor dem Pfarrer die Verlobung unter Ringwechsel in 
Gegenwart von zwei Zeugen statt. Nach dreimaligem Aufgebot kommt 
es zur Trauung und Hochzeit. Die Zurüstungen zur letzteren sind
	        

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