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Zeitschrift für Ethnologie, 85/86.1960/61

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 85/86.1960/61

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712370
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712370
Persistenter Identifier:
1551783892669
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 85/86.1960/61
Erscheinungsjahr:
1960/61
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 85, 1960, Heft 2
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
    -
  • Zeitschrift für Ethnologie, 85/86.1960/61
    [317]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 85, 1960, Heft 1
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 85, 1960, Heft 2
    [177]
  • Titelseite
    [317]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    [318]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 86, 1961, Heft 1
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 86, 1961, Heft 2
    [161]
  • Titelseite
    [317]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    [318]
  • Leerseite
    -
  • Impressum
    -
  • Werbung
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

  
     
    
    
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
|. Abhandlungen und Vorträge 
Zu einigen polynesischen Verwandtschaftsnamen 
Von 
Thomas S. Barthel 
Ausgangspunkt der folgenden Betrachtungen bildet der ethnographische 
Befund auf der Osterinsel. Wie schon Métraux erkannte, stimmt das Verwandt- 
schaftssystem der Osterinsulaner unverkennbar mit dem polynesischen Muster 
überein. Fast alle Termini sind klassifikatorisch; direkte Verwandtschafts- | 
bezeichnungen gelten nur dem Ehemann und dem Bruder des Ehemannes. Eine ; | 
Unterscheidung zwischen Kreuz- und Parallelvettern bzw. -basen fehlt ebenso | 
wie eine besondere Benennung der Vaterschwester oder des Mutterbruders, 
obgleich bei diesem gewisse engere Bindungen zum Schwestersohn auffallen. 
Die Nomenklatur entspricht dem Generationssystem oder „Hawaiischen Typ“. 
Dabei erläutern weitere Zusätze das Geschlecht, den relativen Verwandtschafts- 
abstand oder nichtblutsmäßige Beziehungen. In der heutigen Praxis werden 
meistens nur vier, in der früheren Zeit dagegen wurden sechs Generationen 
klassifikatorisch voneinander unterschieden. Von Ego aus gerechnet, haben 
wir es mit folgenden Benennungen von Verwandten in zwei aufsteigenden 
und in vier absteigenden Generationen zu tun: 
2. aufsteigende Generation: tupuna 
Wird auch im weiteren Sinne gebraucht als , Ahn" für alle vorangehenden Vor- 
fahren. Die Bezeichnung ist gemein-ozeanisch, wie Milke gezeigt hat (1). 
1. aufsteigende Generation: matu'a 
Vor allem als Bezugsform verwendet. Als Anredeform mit reverentieller 
Tónung für die Patres der Missionszeit und für den Bischof von Tahiti nach- 
weisbar. Auch 1957 wurde im Alltag des Dorflebens von Hangaroa unter matu'a 
in erster Linie der Missionar (Pater Englert) verstanden. Geschlechtsdifferen- 
zierende Zusátze (tamaaroa für den Vater, tamahahine für die Mutter, ebenso 
matu'a poreko oder matu’a a’u), Hervorheben des grôBeren Abstandes zu kol- 
lateralen Verwandten in der Elterngeneration (matu’a keke) oder eine Er- 
läuterung, daB keine Blutsverwandtschaft besteht (matu’a hungavai für die 
Schwiegereltern, matu’a hangai für die Adoptiveltern), führen zu einer prä- 
ziseren Bestimmung innerhalb des allgemeinen Generationsterminus (2). 
Das Wort matu’a gehórt zweifellos in den Wortschatz des alten Rapanui: 
Dafür sprechen die Namen des Einwandererführers Hotu-Matu'a und der Gott- 
heiten Matu'a-Anua und Atua-Metu'a. Um so bemerkenswerter ist die Aus- 
Sage von OsSterinsulanern, matu'a tamaaroa und matua tamahahine seien 
Jünger als zwei weiter unten zu besprechende Termini für , Vater" und , Mut- 
ter“, An einen rezenten EinfluB von Tahiti ist in diesem Zusammenhang nicht 
zu denken, weil dann die geschlechtsdifferenzierenden Zusätze als tane bzw. 
als vahine erscheinen müßten. — Ebenso wie in der 2. aufsteigenden Genera- 
lion ist auch in der 1. aufsteigenden Generation ein gemein-ozeanischer Ter- 
minus festzuhalten (3). 
1. absteigende Generation: Wáhrend fama und fama-iti ganz außer Ge- i 
brauch geraten sind und praktisch nur als Bestandteile alter Namen auftreten, | 
dominiert als Anrede- und Bezugsform poki vollständig. Wir finden hier nun 
     
Zeitschrift für Ethnologie, Band 85 12
	        

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