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Zeitschrift für Ethnologie, 41.1909

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 41.1909

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714788
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714788
Persistenter Identifier:
BV035173706
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie
Untertitel:
ZfE
ISSN:
0044-2666
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Reimer
Erscheinungsjahr:
1869
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712647
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712647
Persistenter Identifier:
1575560795402
Titel:
Zeitschrift für Ethnologie, 41.1909
Erscheinungsjahr:
1909
Signatur:
LA 7600
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd. 41, 1909, Heft 5
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Der Kausalzusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Empfängnis in Glaube und Brauch der Natur- und Kulturvölker
Sonstige Person:
Reitzenstein, Ferdinand v.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
    -
  • Zeitschrift für Ethnologie, 41.1909
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 41, 1909, Heft 1
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 41, 1909, Heft 2
    [143]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 41, 1909, Heft 3/4
    [309]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 41, 1909, Heft 5
    [591]
  • Zeitschriftenartikel: I. Abhandlungen und Vorträge. Die anthropologisch-ethnographischen Arbeiten der Expedition S. H. des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg für den Zeitraum vom 1. Juni 1907 bis 1. August 1908. (Hierzu eine Karte in Farbendruck.) / Czekanowski, Jan
    [591]
  • Zeitschriftenartikel: La famille linguistique Cahuapana / Beuchat, H.
    [616]
  • Zeitschriftenartikel: Alt-Kulturelles erläutert durch Neu-Chinesisches / Lehmann-Haupt, C. F.
    [635]
  • Zeitschriftenartikel: Der Kausalzusammenhang zwischen Geschlechtsverkehr und Empfängnis in Glaube und Brauch der Natur- und Kulturvölker / Reitzenstein, Ferdinand v.
    [644]
  • Korrekturen: Berichtigung. In der Abhandlungen von H. Klaatsch: "Die neuesten Ergebnisse der Palaeontologie des Menschen und ihre Bedeutung für das Abstammungsproblem"
    683
  • Protokoll: Il. Verhandlungen. Sitzung vom 26. Juni 1909
    [684]
  • Protokoll: Anthropologische Fachsitzung vom 13. Juli 1909
    [698]
  • Protokoll: Sitzung vom 17. Juli 1909
    [726]
  • Literaturverzeichnis: Ill. Eingänge für die Bibliothek
    [758]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 41, 1909, Heft 5
    [759]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis. Verzeichnis der Tafeln
    [983]
  • Inhaltsverzeichnis: [Inhalt]
    -
  • Impressum
    -
  • Werbung
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

674 Ferd. Frhr. v. Reitzenstein: 
nicht wie Festus glaubt, um die Unterwerfung der Braut zu symbolisieren, 
sondern um den Befruchtungszauber auszuüben. Dieses Joch steht hier 
in Beziehung zu Juno iuga, die ihren Altar auf dem vicus iugarius hatte 
und iu engster Beziehung zur Geburt steht, wie wir noch sehen werden"). 
Bei den Germanen ist der Glaube weitverbreitet, dass sterile Frauen durch 
das Durchziehen durch Zwieselbäume, runde Löcher in grossen Steinen 
(vgl. den Grabstein auf dem Michelsberg in Bamberg) und ähnliches ge- 
heilt werden. Nach Kuhn”) wird die Braut auf dem Brautstuhl sitzend 
durch eine Wagenleiter gezogen, aus der ein Paar Sprossen heraus- 
genommen sind. Wichtiger erscheinen aber in ihrer Beziehung zu be- 
stimmten Göttern andere Geräte, so der Steinhammer. Bei den Indern 
werden Steinhàmmer zur Befruchtung benutzt, und das Berliner Museum 
für Vôlkerkunde besitzt eine ganze Sammlung davon?) Bei den Germanen 
spielte die ,Hammerweihe^ in der Eheschliessung eine sehr grosse 
Rolle*). Man legte den Hammer der Braut in den Schoss und begrub 
silberne Hämmer mit den Toten, ähnlich wie die Slaven grüne Apfel mit 
ins Grab gaben, wie wir oben sahen. Im Liede von prymr haben wir 
eine solche Weihe der Ehe geschildert, wie überhaupt dieses Lied nichts 
anderes ist als eine humoristisch behandelte Hochzeitsszene, zu deren 
Träger Götter geworden sind; mit Recht sagt daher Kauffmann: „an 
einen Naturvorgang als Urbild dieses Mummenschanzes zu denken, ver- 
wickelt in unlósbare Widersprüche"). Der Hammer ist dem Donar heilig, 
der aueh sonst als befruchtender Gott verehrt wird. Die Esthen im Kreise 
Dorpat (Odenpáh) stellen ein Beil unter das Bett, um tüchtige Nach- 
kommenschaft zu erhalten®). Neben dem Hammer, dem bei Mexiko 
etwa das Steinmesser entsprach, erscheint der Stab, über den wir bei 
Indien und Mexiko bereits sprachen. In seiner Bedeutung etwas geündert, 
aber immer noch erkenntlich, tritt er bei den Chinesen auf. Ein bejahrter 
Verwandter erscheint bei der Hochzeit mit einem Stab, den ein Drachen- 
kopf sehmückt (lung-t'ou-kuai-chang) und berührt der Braut dreimal 
die Stirne. Er verkörpert den Gott des langen Lebens (Sou-ching) und 
soll der Braut Glück verleihen"). Auf der Keltischen Insel Man tragen die 
Brautmánner, die den Bráutigam entkleiden und zur Braut legen müssen, 
einen Weidenstab, den sie wohl ursprünglich zwischen das Paar stellten 
oder dieses damit berührten?) An Stelle des Stabes erscheint háüufig das 
Sehwert, das bei unseren und andern Bauernhochzeiten durch einen 
1) Karlowa, die Formen der róm. Ehe und Manus, Bonn 1868, S. 16. Preller, 
rom. Mythologie, Berlin 1881°, I. 280, II. 214. 
2) Kuhn, ,Märkische Sagen* S. 361. 
3) Ye 1-8. IC. 5171. 5173—79. Es sind Steinbeile Svayambhü (selbstentstandene 
Steine) von den Shevaroy-Bergen (Madras). Sie werden heute in kleinen Cromlech- 
artigen Tempeln als Gottheiten Mahälinga besonders von unfruchtbaren Frauen angebetet 
und sollen sich durch spontane Generation vermehren. (Angabe v. Dr. Jagor.) 
4) Vgl. Weinhold, die deutschen Frauen in dem Mittelalter, Wien 1897, I. S. 351. 
5) Kauffmann, deutsche Mythologie, Stuttg. 1893, S. 74. 
6) Schrôder, a. a. O., S. 177. 
1) Reitzenstein, Liebe und Ehe in Ostasien (erscheint demnächst) S. 31. 
8) Reinsberg-Düringsfeld. a. a. O. S. 989. 
I.e
	        

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