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Zeitschrift für Ethnologie, 67/68.1935/36

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 67/68.1935/36

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714849
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714849
Persistenter Identifier:
BV046933380
Titel:
Chronik der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
Untertitel:
für das Rechnungsjahr ..
Erscheinungsort:
Goslar
Erscheinungsjahr:
1888
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Universitätsgeschichte > Humboldt-Universität zu Berlin
Wissensgebiet:
Institutions- und Universitätsgeschichte

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712967
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712967
Persistenter Identifier:
1603977346967
Titel:
Chronik der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, 17.1903
Erscheinungsjahr:
1903
Signatur:
AL 50710 C557
Sammlung:
Universitätsgeschichte > Humboldt-Universität zu Berlin

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
VI. Stiftungen, Geschenke und sonstige Zuwendungen
Sammlung:
Universitätsgeschichte > Humboldt-Universität zu Berlin

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
    -
  • Zeitschrift für Ethnologie, 67/68.1935/36
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    -
  • Impressum
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 67, 1935, Heft 1/3
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    -
  • Zeitschriftenartikel: I. Abhandlungen und Vorträge. Versuch einer Bevölkerungs- und Kulturanalyse auf den Admiralitätsinseln / Bühler, A.
    [1]
  • Zeitschriftenartikel: Der Markt in Süd-Togo / Wucherer, Alfons
    32
  • Zeitschriftenartikel: Zur Konkordanzfrage der Mayadaten mit denen der christlichen Zeitrechnung / Beyer, Hermann
    43
  • Zeitschriftenartikel: Zur Konkordanzfrage der Mayadaten mit denen der christlichen Zeitrechnung / Beyer, Hermann
    43
  • Zeitschriftenartikel: Das bandkeramische Dorf von Köln-Lindenthal und seine Bedeutung für die Entwicklung des Bauerntums / Buttler, W.
    68
  • Zeitschriftenartikel: Die magische Verfolgung in der Offenbarung des Johannes / Lehmann-Nitsche, Robert
    75
  • Zeitschriftenartikel: Völkerkundliche Beobachtungen aus den Molukken / Nevermann, Hans
    78
  • Zeitschriftenartikel: Das Singa Mangaradja und die Sekte der Pormálim bei den Batak / Helbig, Karl
    88
  • Zeitschriftenartikel: Die Megalithkultur in Neuguinea / Vroklage, B. A. G.
    104
  • Protokoll: II. Verhandlungen. Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 19. Januar 1935
    [116]
  • Protokoll: Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 16. Februar 1935
    [116]
  • Protokoll: Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 16. März 1935
    118
  • Protokoll: Ordentliche Sitzung Sonnabend, den 25. Mai 1935
    119
  • Zeitschriftenartikel: III. Kleine Mitteilungen. Beschreibung einer altmexikanischen Mosaikmaske aus der Zeit der Conquista / Kopf, Hermann
    [121]
  • Zeitschriftenrezension: R. R. Schmidt, Der Geist der Vorzeit / Preuß, Konrad Theodor
    [123]
  • Zeitschriftenrezension: R. Heine-Geldern, Urheimat und früheste Wanderungen der Austronesier. Anthropos-Sonderabdruck. Bd. 27 / Dittmer, K.
    124
  • Zeitschriftenrezension: G. P. Murdock, Our primitive contemporaries / Dittmer, K.
    125
  • Zeitschriftenrezension: W. Klingbeil, Kopf- und Maskenzauber in der Vorgeschichte und bei den Primitiven / Dittmer, K.
    125
  • Zeitschriftenrezension: Paul Wirz, Wildnis und Freiheit. Aus dem Tagebuch eines Weltvaganten / Dittmer, K.
    126
  • Literaturverzeichnis: V. Eingänge für die Bibliothek
    [127]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 67, 1935, Heft 4
    [129]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 67, 1935, Heft 5/6
    [201]
  • Inhaltsverzeichnis: Namen- und Sachregister
    [377]
  • Impressum
    -
  • Werbung
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 68, 1936, Heft 1/3
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 68, 1936, Heft 4/6
    [269]
  • Inhaltsverzeichnis: Namen- und Sachregister
    [415]
  • Leerseite
    -
  • Impressum
    -
  • Werbung
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

  
  
  
4 A. Bühler: 
lieh. Nirgends so wie hier erhält man den Eindruck, daß die Gruppe aus 
verschiedenen Elementen zusammengesetzt ist, ohne daß eines davon be- 
sonders stark überwiegend würde. (Einzig die Leute von Pak, Tong und 
Náuna erinnerten mich auffállig stark an die Einwohner von St. Matthias.) 
Gegenüber den Ussiai sind aber die Angehórigen dieser Gruppe sozusagen 
immer bedeutend grófer, oft auch heller, hin und wieder fast kupferbraun. 
Lockige und sogar schlichte Haare treten háufiger auf, und die Gesichts- 
züge sind meistens feiner. Vor allem aber erscheint dieser Typ aufgeweckter 
als die Ussiai, an allem Fremden interessiert, rasch auffassend und oft in 
seinem ganzen Benehmen sehr dreist. Dies gilt von den Frauen in ebenso 
starkem Maße wie von den Mánnern. Als Stammesbezeichnung hórt man 
bei ihnen meistens den Namen Mátankol, der in der Literatur für die 
Strandsiedler üblich geworden ist (Nevermann S. 65). Dies entspricht 
auch den tatsächlichen Verhältnissen ziemlich gut, mit der Einschränkung, 
daß auf der Hauptinsel, abgesehen von einer einzigen Siedlung an der 
Nordküste (Bäramang), die aber erst unter dem Einfluß der Weißen ent- 
standen ist, keine Mätankol, sondern Ussiai an der Küste wohnen. 
Eine dritte Gruppe bilden die an der Südküste der Hauptinsel und 
auf den Riffen einiger südlicher Inseln in Pfahlbauten wohnenden Mänus. 
Sie erinnern oft an Mätankol, mit denen sie sich zweifellos auch sehr stark 
vermischt haben. Im allgemeinen erscheinen sie aber dunkler als jene, 
wenigstens als die in der Nachbarschaft lebenden, und namentlich sind sie 
durchschnittlich bedeutend größer. Prachtvoll gebaute, schlanke und 
sehnige Gestalten sind unter ihnen sehr häufig. Kühn geschnittene Ge- 
sichter, oft mit starker Hakennase, legen Vergleiche mit den Papuavölkern 
Neuguineas nahe. Die Mänus haben mit den meisten Mätankol ein stolzes, 
aristokratisches Wesen gemeinsam. Dagegen sind sie noch lebhafter als 
jene, aufgeweckter, außerordentlich leicht erregbar, rasch beobachtend und 
auffassend, aber auch sehr eitel und zudringlich. Bis 1914 waren sie eine 
der kriegerischsten Gruppen des Archipels, und heute sind sie ebenso 
skrupellose Händler. Infolge ihrer geistigen Beweglichkeit hängen sie am 
wenigsten an alten Überlieferungen, haben deshalb die technischen Pro- 
dukte der Weißen am schnellsten übernommen und ihre eigene Kultur zu 
einem großen Teil schon verloren. 
Wie schon bemerkt wurde, ist eine Unterscheidung zwischen Mánus 
und Mátankol oft nur schwer möglich. Wenigstens sind meßbare Unter- 
schiede häufig nicht vorhanden, wenn auch bei einiger Kenntnis der Be- 
völkerung eine Verwechslung von Angehörigen der beiden Gruppen leicht 
zu vermeiden ist. So ist verständlich, wenn in der Literatur in erster 
Linie die grundverschiedene Siedlungsweise der beiden Volker zur Diffe- 
renzierung herangezogen wird. Es wáre aber falsch, die verschiedenen 
Hausformen als Kriterium zu bezeichnen. Wenn berichtet wird (Never- 
mann S. 49), daB Mánusleute, die sich aus Furcht vor Überfällen auf das 
feste Land zurückgezogen und dort ihre Pfahlbauten errichtet hatten, 
Wert darauf legten, immer noch als Mánus bezeichnet zu werden, so dürfen 
andererseits nicht alle Siedler, die Pfahlbauten besitzen, zu den Mánus 
gerechnet werden. Es soll spáter gezeigt werden (S. 12), wie der Pfahlbau 
auf das feste Land vorgedrungen ist, ohne da in den meisten Fällen damit 
eine Wanderung von Mánusleuten verbunden war. Diese sind so an das 
Meer gebunden, daß sie sich sicherlich nur ganz ausnahmsweise dauernd 
auf dem festen Land angesiedelt, in den allermeisten Fällen aber die erste 
Gelegenheit benutzt haben, um sich wieder auf dem Riff niederzulassen. 
Die Namen Mätankol und Mänus dürfen deshalb nicht nur als Bezeichnung 
der Siedlungsart und der entsprechenden Hausformen gelten, sondern sie 
sind vielmehr Stammesbezeichnungen.
	        

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