digi-hub Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Globus, 15.1869

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 15.1869

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714849
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714849
Persistenter Identifier:
BV046933380
Titel:
Chronik der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin
Untertitel:
für das Rechnungsjahr ..
Erscheinungsort:
Goslar
Erscheinungsjahr:
1888
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Universitätsgeschichte > Humboldt-Universität zu Berlin
Wissensgebiet:
Institutions- und Universitätsgeschichte

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712968
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712968
Persistenter Identifier:
1603977726548
Titel:
Chronik der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, 18.1904
Erscheinungsjahr:
1904
Signatur:
AL 50710 C557
Sammlung:
Universitätsgeschichte > Humboldt-Universität zu Berlin

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
IV. Studierende der Universität
Sammlung:
Universitätsgeschichte > Humboldt-Universität zu Berlin

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 15.1869
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    [V]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    [97]
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenartikel: Die Neucaledonier. II. / Meinicke, Karl
    [193]
  • Zeitschriftenartikel: Samuel Bakers Plan zur Eroberung der Länder am obern Nil und an den centralafrikanischen Seen / Andree, Karl
    201
  • Zeitschriftenartikel: Enthüllungen über Paraguay / A.
    204
  • Zeitschriftenartikel: Das Familienleben im islamitischen Osten. II. / Vambery, Hermann
    208
  • Zeitschriftenartikel: Caracas, die Hauptstadt von Venezuela. I. / Engel, Franz
    210
  • Zeitschriftenartikel: Ida Pfeiffer auf Sumatra / Lambrecht, F.
    212
  • Zeitschriftenartikel: Eine angebliche Ruinenstadt in Südostafrika
    213
  • Zeitschriftenartikel: Die Eishöhle im Territorium Washington / Kirchhoff, Theodor
    216
  • Zeitschriftenartikel: Der Vampyr in Bulgarien
    218
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    219
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    [353]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

218 
Der Vampyr in Bulgarien . 
Der Vampyr 
Der Glaube an böse Seelen und Gespenster , welche nach dem Tode des Leibes auf die Erde zurückkommen , heil anrichten und UnglUck bringen , ist bekanntlich weit ver - breitet und nicht bloß auf die Völker des südöstlichen En - ropa beschränkt . Adolf Bastian hat iu seinem Buche „ Psychologie und Mythologie " ( Leipzig 1860 ) , welches den zweiten Band des Werkes : „ Der Mensch in der Geschichte , zur Begründung einer psychologischen Weltanschauung " det , diesen Gegenstand eingehend erörtert , und eine große Menge von Material zusammengestellt über zurückkehrende Seelen , helfende und böse Gespenster und Todten - beschwörnng . Man gewinnt dadurch einen tiefen Einblick in die Nachtseite des Seelenlebens . 
Wir wollen zunächst einige Mittheilungen geben , aus welchen hervorgeht , daß der Vampyrglaube , allerdings in verschiedener Auffassung uud Gestalt , bei Völkern von ganz verschiedener Race hervortritt . Während man bei den Süd - flav eu der Leiche eines Menfchen , welcher für einen Vampyr gilt , einen Pfahl durch das Herz schlägt , so daß Blut herausquillt , und ihn auf solche Weise unschädlich macht , befestigen die Dayacks auf Borneo im indischen Archipe - lagns die Leiche vermittelst hölzerner Riegel auf dem Boden , damit der Bankit , d . h . Geist des Verstorbenen , nicht in den Körper zurückkehren und Schaden anrichten könne . — In Kalikratie auf der Insel Candia ging 1837 ein Katakhanes , d . h . ein Vampyr um ; er tödtete Kinder und Erwachsene und war der Schrecken vieler Dörfer . — Die Tscheremissen in Rußland schlagen solchen Leuten , welche ihrer Anficht nach zu bösen Geistern werden , Nägel durch Fußsohlen und Herz und beschlagen den Sarg mit Eisen ; sie können dann kein Unheil anrichten . — In dem tschechischen Dorfe Blow in Böhmen tödtete ein Vampyr viele Menschen und spottete der Bauern . Da schlugen sie ihm einen Pfahl durch das Herz , ließen ihn durch den Henker verbrennen und hatten fortan Rnhe . — Bei den Gräkoslaven , den sogenannten Hellenen oder Griechen , sind dieBrnkalaken Vampyre , welche den Seelen Excommunicirter angehören ; sie kommen nur zu Ruhe , wenn sie von einem Priester absolvirt werden oder nachdem man ihren Körper verbrannt hat . Der Glaube an die Brnkalaken ist im griechischen Archipelagns allgemein . Der Reisende Tonrnesort beschreibt ausführlich die Ceremouieu , welche vorgenommen werden mußten , um 1701 den Geist eines Brnkalaken „ zu legen " ; die Priester hatten denselben in ver - kehrter Weise exorcisirt , nämlich bevor ihm das Herz ansge - riffen war . Dadurch war es ihm möglich gewesen , seinen Unsng ungehindert zu treiben ; er trieb die Bewohner einiger Dörfer aus , sie nahmen vor ihm die Flucht , und die Belä - stignngen hörten erst auf , als man ihn verbrannt hatte . Nun wurde er vom Volk in Spottliedern verhöhnt . — Aus der Jnfel Chios gaben früher die Leute nur aus zwei - maliges Rufen eine Antwort ; sie waren dann sicher , daß sie nicht mit einem Brnkalaken zu schaffen hatten , denn ein solcher kann nur einmal rufen . 
Bei Gradiska liegt das Dorf Kisolova . Dort ging der Vampyr Plogojowitz in jeder Nacht um und drehete einem Menschen den Hals ab . Man nahm Anstand , seine Leiche auszuscharren und zu verbrennen , uud die geängstigten Bauern schickten stch an , das Dorf zu verlassen . Da erschien der österreichische Befehlshaber mit dem Pfarrer von Gradiska , ließ das Grab öffnen und der Leiche , welcher Haare und 
in Bulgarien . 
Nägel laug gewachsen waren , einen Pfahl in die Brust rennen . — Bei den Arabern sind die Gnl männliche , die Salat weibliche Wüstendämonen und Vampyre . — Wenn früher in Lothringen ein Vampyr begraben wurde , dann brach im Dorfe eine Seuche aus und hielt fo lange an , bis die Leiche das ganze Grabtuch verschlungen hatte ( Bastian S . 365 ff . ) . 
F . K anitz giebt in seinem inhaltreichen Werke über „ Serbien ; historisch - ethnographische Reisestudien : c . , " Leip - zig 1868 , eine sehr gelungene Schilderung der im Fürsten - thnm Serbien lebenden Romanen ( Rumänen , Walachen ) , S . 325 ff . Er erwähnt der Leichenbegängnisse , bei welchen unmittelbar nach dem Hinscheiden des Menschen und oft sogar schon vorher bezahlte Klageweiber ( wie auf Sardinien ) erscheinen und mindestens 24 Stunden , gewöhnlich aber einige Tage hindurch die Luft mit Geschrei und Wehklagen erfüllen . Man giebt dem Todten drei Gegenstände in den Sarg mit : einen Stock zum Ueberfchreiten des Jordans , ein Tuch zur Bekleidung und eine Münze , welche er dem heiligen Petrus zu geben hat , sobald dieser ihm die Himmelspforten öffnet . Also auch einen Peterspfennig ! Hin und wieder , fagt Kanitz , ist noch der Vampyrglaube verbreitet . Beson - ders rothhaarige Männer gelten für Vampyre ; sie können nach ihrem Tode in sehr verschiedener Gestalt erscheinen , z . B . als Frosch , Hund , Floh , Wanze , und am liebsten saugen sie schönen Jungfrauen das Blut aus . „ Durch Festnageln des Cadavers im Sarge , oder Einschlagen eines starken Pfahles glaubt man sie unschädlich zu machen . " 
lieber die Vampyre in Bulgarien finden wir Angaben im „ Athenäum " vom 13 . März . Zwei Engländer , Capi - tän St . Clair und Brophy , haben ein Werk über dieses Land veröffentlicht , in welchem sie einige Jahre lang verweil - ten , namentlich auch um ethnographische Studien zu machen . Sie schildern den Glauben des Volkes an Qnellengeister , an Geister , welche Schätze bewachen , und an Vampyre . „ Mit diesen letzteren sind wir sehr genau bekannt geworden , da unser Diener Theodor Sohn eines bekannten Vampyrs ist . Jetzt , in der Fastenzeit , thut er Buße , raucht keinen Taback , trinkt weder Wein noch Branntwein ; dadurch gedenkt er die bösen Thaten seines Vaters zu sühnen und sich selber vor dem Vampyrwerden zu schützen . Denn das Vampyr - thum ist nicht bloß epidemisch oder endemisch , sondern auch erblich . Wenn ein Mann , der Vampyrblut iu seinen Adern hat , oder bei welchem eine gewisse Prädisposition zum Vam - pyrwerden vermnthet wird , gestorben ist , dann bleibt er neun Tage lang ruhig im Grabe . Nach Ablauf dieser Zeit kommt er in einer luftigen Gestalt auf die Erde zurück . In diesem ersten Stadium erkennt man den Vampyr daran , daß in der Luft Funken umhersprühen , etwa so wie von Stahl und Feuerstein . Auch wirft sich ein Schatten auf die Wände , welcher mit der Zeit immer dunkler wird . Der Vampyr ist jetzt noch ein ziemlich unschädliches Wesen ; er treibt die Dinge zumeist scherzhaft und lustig , etwa wie ein deutscher Kobold oder Gnom , ein irischer Phooka oder ein englischer Puck . Freilich brüllt er manchmal ganz entsetzlich laut und treibt auch derbe Späße , z . B . wenn er die Bauern mit Schmeichelworten aus der Hütte herauslockt und sie dann gottsjämmerlich braun und blau prügelt . " 
„ Der Vater unseres Theodor war ein Vampyr von sol - chem Schlage , und der Sohn wußte allerlei Streiche von ihm zu erzählen . Im Dorfe Dereknoi war Kodscha Keras
	        

Download

Downloads

Ganzer Datensatz

METS
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet der fünfte Monat des Jahres?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.