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Der Eigene, 1.1896/97

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Der Eigene, 1.1896/97

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-717565
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-717565
Persistenter Identifier:
BV046857814
Titel:
Jahrbuch für Europäische Ethnologie
ISSN:
1868-131X
Herausgebendes Organ:
Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft
Erscheinungsort:
Paderborn
Verlag:
Brill, Ferdinand Schöningh
Erscheinungsjahr:
2006
Signatur:
LA 3820.1
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-720532
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-720532
Persistenter Identifier:
1696591522362
Titel:
Jahrbuch für Europäische Ethnologie, 11.2016
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
2016
Lizenz:
Rechte vorbehalten - Freier Zugang
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Vorblatt

Strukturtyp:
Vorblatt
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Der Eigene
    -
  • Der Eigene, 1.1896/97
    [1]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 1. April 1896, No.1
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 15. Juni 1896, No.2
    [9]
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 1. Juli 1896, No.3
    [17]
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 19. Juli 1896, No.4
    [25]
  • Titelseite
    [25]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalts-Verzeichnis
    [25]
  • Zeitschriftenartikel: Die Wiederkunft des Zarathustra / R.Ed.Liesegang
    [25]
  • Zeitschriftenartikel: Blutsbrüderschaft / Wille, Jacob Böhme; Bruno
    26
  • Zeitschriftenartikel: Wurzelknollen / Saxnot
    26
  • Zeitschriftenartikel: Zur Wandlung im Anarchismus / Schmitt, Eugen Heinrich
    29
  • Zeitschriftenartikel: Frührot / Vormann, Heinrich
    31
  • Anmerkungen: Vermerke
    32
  • Zeitschriftenrezension: Eingelaufene Druckschriften
    32
  • Werbung
    32
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 10. August 1896, No.5
    [33]
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 15. September 1896, No.6. 7.
    [41]
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 22. August 1896, No.8
    [57]
  • Zeitschriftenheft: Der Eigene; I.Jahrgang, 15. März 1897, No. 9. 10.
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

30/Der Eigene. 
oder als spiritualistisches Seelending deuteten; sie waren 
Egoisten im beschränkten Sinne des Wortes, sobald sie 
ihre Lehre konsequent fafsten, gleichgiltig, ob sie ihr 
Wohlsein auf Erden, oder ihrer Seele Seligkeit erstrebten! 
Es war gewifs ein ganz kolossaler Schritt, als Stirner 
und später Nietzsche das Dunkel unbestimmter Allge­ 
meinheit, das uferlose Nebelmeer jener indisch-germa­ 
nischen Allanschauung verliefsen, um im lebendigen Ich 
den festen Ankergrund und Mittelpunkt der Welt 
zu finden, und in seiner erwachenden Souverainität die 
Morgenröte eines neuen Weltalters begrüfsten. Aber, so 
möchte ich unseren Mitkämpfern Zurufen, täuschen wir 
uns nicht darüber, bringen wir es uns recht klar zum 
Bewufstsein: das, was wir beginnen, ist ein noch unge­ 
heuer gröfserer Schritt! 
Denn diesen Gedanken hat vor Uns niemand zu 
denken auch nur gewagt: dafs die lebendige Ichheit in 
aller Realität, in aller Wirklichkeit, als diese Indivi­ 
dualität eben Allheit und Unendlichkeit in sich selbst 
ist, — niemand, aufser jenem Einen, dessen Geheimnis 
wir heute offenbaren im Lichte des Erkennens. Es konnte 
diesen Gedanken niemand fassen, weil er sich sonst vor 
den für ihn ganz unlösbaren Widerspruch einer Vielheit 
von Unendlichkeiten oder Allheiten gestellt sah. Es 
mochte der Inder, der christliche oder auch mohame- 
danische Mystiker, der deutsch-idealistische Philosoph 
sein Ich eins wissen mit dem Urwesen der Wesen, dem 
Kosmos, aber bei dieser Einheit war das Ich verschwun­ 
den, verneint, aufgelöst und zerstoben im Urmeere der 
Allheit — in dem Mafse, als diese Einheit sich für 
das Bewufstsein verwirklichte. Aller sogenannte Pan­ 
theismus der Vergangenheit trägt solchen Charakter. 
Darin stimmen also diese Universalisten mit den „Plura- 
listen“ jeder Sorte, darin stimmt die ganze Weltan­ 
schauung der Vergangenheit mit allen ihren Religionen 
und Philosophieen überein, dafs für sie die menschliche 
Individualität auch ihrer geistigen Seite nach ein endliches 
Ding oder eine endliche Erscheinung bleibt, der das All 
oder auch die Gottheit als das Unendliche in äufserlicher 
Beziehung entgegentritt, in schlechthin unüberbrückbarem 
Gegensatz, so dafs das Hervortreten des einen als solchen 
das Verschwinden des andern bedeutet. — Hier, bei uns 
zuerst nimmt die Ichheit den Purpurmantel der Allheit, 
auf dem alle Sterne flammen und alles Leben blutrot 
glüht, auf die eigenen Schultern. Hier wird erkannt, 
wie unkritisch, wie kindlich gläubig jede Anschauung 
ist, die eine Unendlichkeit, heifse sie nun Gott oder 
Natur, aufser dem Ich sucht. Hier wird das Ich als 
Funktion des Kosmos, als lebendige „Ausstrahlung des 
Weltganzen“ erkannt, hier wird erkannt, „dafs das 
Individuum als solches selbst Kosmos ist“, — nicht im 
übertragenen Sinne mehr, als blofse subjektiv-illusorische, 
mikrokosmische Absp iegelung! Hier wird zuerst 
erkannt, dafs dieselbe Allheit in ihrer Totalität von 
zahllosen ureigenen Thätigkeitsformen durchdrungen ist, 
die sich so wenig stören, wie die zahllosen Schwingungs­formen des weifsen Lichtes, welche, jede gleich allgegen­ 
wärtig, den ganzen Raum durchfluten, nicht Teile des 
Ganzen, sondern Funktionen des Ganzen. 
Ich übergehe hier die aufserordentlichen Konsequen­ 
zen, mittelst welcher diese Anschauung die Philosophie, 
das Naturerkennen, die Kunst unaufhaltsam umwäl­ 
zen mufs, eine neue Welt des Erkennens und Schaffens 
von ungeahnter Herrlichkeit entfaltend. Ich betone hier 
nur nochmals die auch von Karl Herman hervorge­ 
hobene elementare Einwirkung solcher Neugestaltung 
der Weltanschauung auf das Leben. Der ganze Jammer 
des theologischen und materialistischen Kreaturen- und 
Dreck-Bewufstseins mufs sich vor der ungeahnten, ein­ 
zigen Majestät dieses Gott-Bewufstseins auflösen, mit­ 
samt seiner Welt.— Wenn die Lehre von der Souverä­ 
nität des Individuums als Allheitträgers Anarchismus 
heifst, so ist also der Anarchismus die einzige Weltan­ 
schauung, die unsere Gedanken verwirklicht. — 
Welche Taktik entspricht nun einzig dem Kampfe 
für diese Weltanschauung? Ist es notwendig, ja ist es 
möglich mit schonender und versöhnlicher Halbheit 
Kompromisse mit den bestehenden Anschauungen und 
deren Lebensgrundsätzen einzugehen? Ist es möglich 
als achtenswert das hinzustellen und zart rücksichts­ 
voll gelten zu lassen im Hinblick auf „genetische Ent­ 
wicklung“, was als objektiv falsch, als subjektiv unwahr­ 
haftig und innerlich verlogen, was in praktischer Hinsicht 
als grundsätzlich entwürdigend und niederträchtig er­ 
scheint? Es ist merkwürdig, dafs gerade mir, der ich 
in theoretischer Hinsicht das Studium des Gesetzes der 
Geistentwicklung zu meiner Aufgabe gemacht habe*), 
der Vorwurf entgegentritt, auf die genetische Anknüpf­ 
ung und die Entwicklungsidee in der praktischen 
Anwendung keine Rücksicht zu nehmen. 
Ich denke der Verfasser jenes Artikels thut sich 
selber tief Unrecht, wenn er die Sonnenhöhe seiner An­ 
schauung auf „dasselbe Niveau“ wie die flache, deistisch- 
rationalistische Weltanschauung eines Herrn v. Egidy 
stellt und er thut Leo Tolstoy ebenso tief Unrecht, 
wenn er ihm den Kultus des „Massenidols“ zuschreibt, 
wo doch Leo Tolstoy in seinem „Gottes Reich ist in 
Euch“ das Illusorische einer „Liebe zur Menschheit“ 
darlegt und ganz in unserem Sinne das Göttliche im 
Einzelnen konzentriert. Das Studium der genetischen 
Entwicklung aber hat mir gerade gezeigt, dafs diese 
Entwicklung nicht eine geradlinig stetige, sondern eine 
in polaren Gegensätzen schwingende ist; dafs eine neue 
Idee bei der Schwerhörigkeit der Menschen meisl nur 
im Uebergehen in polare Kontraste überhaupt fafsbar 
und dafs ihr Sieg nur durch rückhaltlose eherne Konse­ 
quenz möglich wird, in welcher sie wie ein Weltgericht 
über das Bestehende hereinbricht. Ein solches Weltge­ 
richt in eminentem Sinne, keinen „feigen Frieden“, 
*) Vgl. die Zeitschrift „Die Religion des Geistes“ Jahrg. I u. II 
Leipzig, Janfsen.
	        

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