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Wolf Wilhelm Graf Baudissin

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Nutzungslizenz

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Bibliographische Daten

fullscreen: Wolf Wilhelm Graf Baudissin

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-707726
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-707726
Persistenter Identifier:
BV041065471
Titel:
Wolf Wilhelm Graf Baudissin
Untertitel:
ein Lebensbild
Autor:
Frankfurth, Hermann
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Zillessen
Erscheinungsjahr:
1927
Beschreibung:
Religion
Signatur:
B 53256:F4
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Religion

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Wesenszüge
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Wolf Wilhelm Graf Baudissin
    [3]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel: Universitäts-Bibliothek zu Berlin geschenkt von Herrn Prof. Dr. Hermann Frankfurth
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Leerseite
    -
  • Abbildung: Wolf Wilhelm Graf Baudissin (1913)
    [2]
  • Titelseite
    [3]
  • Leerseite
    [4]
  • Widmung: Gräfin Agnes Baudissin, Conventualin des adel. Klosters Itzehoe in dankbarer Treue
    [5]
  • Leerseite
    [6]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsangabe
    [7]
  • Leerseite
    [8]
  • Kapitel: Herkunft und Jugend
    9
  • Kapitel: Akademische Lehrjahre
    12
  • Kapitel: Lehrtätigkeit in Leipzig und Straßburg
    16
  • Kapitel: Lehrtätigkeit in Marburg
    16
  • Kapitel: Lehrtätigkeit in Berlin
    17
  • Kapitel: Wesenszüge
    25
  • Leerseite
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -

Volltext

Korrespondenz mit einfloß , was er persön - lich zu sagen hatte , sodaß er sich da mehr zu erkennen gab als in mündlicher Aussprache . Er konnte noch aus einem andern Grunde allein sein , durch den Verkehr nämlich mit dem einen Buche , dem er seine Lebensarbeit gewidmet hatte . War es ihm doch nicht nur ein Gegenstand wissenschaftlicher Erforschung , sondern Trost und Erquickung als die an - schaulichste Darstellung und der treffendste Ausdruck tiefster Gottesgemeinschaft in jeder erdenklichen Form und von solcher Intensität wie sonst nirgendwo , vom Neuen Testament abgesehen . 
Er lächelte nur über die Aeußerungen derer , die da meinten , das Christentum könne im Grunde der Fühlung mit dem Alten Testament entraten , wo doch das Neue Testament aus dem Zusammenhang mit dem Alten gelöst wie ein Baum erscheint , den man aus dem ihn nährenden Erdreich gerissen hat . Natürlich unterschätzte er auch die griechischen Einflüsse nicht . Und das führt uns auf ein Letztes : Baudissins Christentum war nicht eigentlich sozial — man neigt heute dazu , der Zeitrichtung entsprechend , diese Seite zu übertreiben und darüber den Ge - danken der Gottinnigkeit zu vernachlässigen . 
Es war wohl unmodern , aber darum nicht minder echt . Die schlichte , selbstverständliche Frömmigkeit war es eines Ludwig Richter oder ein Gottvertrauen , wie es uns entgegen - tritt aus der einst sehr geschätzten „ Christen - fremde " und aus vielbenutzten Andachts - büchern wie Friedrich Arndts „ Morgen - klängen " und Heinrich Spenglers „ Pilger - stab " . Es hatte einen leise pietistischen Ein - schlag . Aus seinem zerlesenen „ Schatzkäst - lein Bogatzkys " holte er sich die täglichen Losungen . 
Er war tolerant gegen Katholiken wie Juden und mochte Zeitungen nicht , die deren systematische Bekämpfung in ihr Programm aufgenommen hatten . Er wußte , daß reli - giöseS Empfinden sich in der Welt in mannig - fachsten Variationen äußert , nirgendwo frei - lich so klar und kräftig als in der geläuterten Humanitätsreligion des von Jesus verkün - deten Reiches Gottes . Das war seine innerste Ueberzeugung und sein sicherer Halt . 
Für die Gottesdienste hielt er sich an die gotische Marienkirche im Zentrum der Stadt . Er hatte seine Freude an ihrem ehrwürdigen Alter , an dem dämmrigen , reich ausgestatteten 
■ . ipj . V . - SISL . 
BERLIN . 
Chor , dem mit Bildwerken verschiedenster Art und buntfarbigen Fenstern geschmückten hohen Hallenbau , der prächtigen barocken Orgel und der wunderbaren Marmorkanzel Schlüters , die ihn immer wieder fesselte , überhaupt an der harmonischen Wirkung des Ganzen . 
Zugleich hatte er aber sein Gefallen an der Predigtweise des würdevollen Archi - diakonus in ihrem etwas herrnhutisch - gefühligen Charakter , der mehr in frommen Betrachtungen sich bewegte als gerade auf Aktivität drang , immer aber Durchdachtes und Geistvolles bot , das besonders anziehend war , weil es allemal wie vom Augenblick ein - gegeben erschien . Ein solches Christentum mehr der Hingabe und der demütigen Er - gebung in Gottes Willen war eben auch das - jenige Baudissins . Dieses Sichbeugenkönnen und - wollen unter die gewaltige Hand Gottes war ihm ein untrügliches Kennzeichen und ein unerläßliches Erfordernis wahrer Frömmig - keit . Einer Aussprache über sein religiöses Innenleben bedurfte er kaum ; er war in dieser Hinsicht sein eigener Seelsorger . 
Das Alter , das ihn die Entbehrungen , die der Krieg mit sich brachte , empfinden ließ , ihm später die Emeritierung brachte und ihn dadurch noch einsamer machte , meinte es doch wieder gut mit ihm . Zwar stellten sich mannigfache Beschwerden ein und schwächten ihn körperlich , doch nahmen sie ihm nicht die Bewegungsfreiheit und ließen ihm vor allem die volle geistige Frische . 
Sie eben ermöglichte es ihm , sein letztes großes Werk restlos zu vollenden , allerdings wohl auch mit seiner letzten Kraft , ein Werk stupenden Fleißes und zugleich der zusammen - gefaßte Ertrag seiner Lebensarbeit . 
Ein anderes noch wurde ihm zuteil , das mancher in dieser Zeit entbehrte : die kon - zentrierte , auf ein bestimmtes Ziel fest - gerichtete , den ganzen Menschen in Anspruch nehmende Tätigkeit seines Berufes ließ ihn nicht wie viele andere nach dem unglücklichen Ausgang des Krieges und dem , was hinter - her kam , in Verbitterung , unfruchtbarem Groll oder in Unruhe sich verzehren . Die Art des Gegenstandes , mit dem er zu schaffen hatte , half ihm darüber hinweg . E - gab ihm die Gewißheit , daß trotz aller Evoennot und oft dunkler Führungen doch über uns ein heiliger Wille waltet , der alles schließ - lich zum besten wendet .
	        

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