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Das Memento mori in deutscher Sitte, bildlicher Darstellung und Volksglauben, deutscher Sprache, Dichtung und Seelsorge

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

Volltext: Das Memento mori in deutscher Sitte, bildlicher Darstellung und Volksglauben, deutscher Sprache, Dichtung und Seelsorge

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-707726
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-707726
Persistenter Identifier:
BV041065471
Titel:
Wolf Wilhelm Graf Baudissin
Untertitel:
ein Lebensbild
Autor:
Frankfurth, Hermann
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Zillessen
Erscheinungsjahr:
1927
Beschreibung:
Religion
Signatur:
B 53256:F4
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Religion

Vorderer Buchspiegel

Strukturtyp:
Vorderer Buchspiegel
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Das Memento mori in deutscher Sitte, bildlicher Darstellung und Volksglauben, deutscher Sprache, Dichtung und Seelsorge
    [I]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    [I]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    [III]
  • Kapitel: I. Das Memento mori des bei glänzender Heerschau den Tod beweinenden und beklagenden Perserkönigs Xerxes und die Klage des Heerführers Israels, des "Mannes Gottes", im 90. Psalm [...]
    [1]
  • Kapitel: II. Der Orden der "Brüder des Todes" und ihr Gruß: Memento mori. Das deutsche Sprichwort "Wer an den Tod denkt, hört auf zu sündigen und fängt an zu leben" [...]
    14
  • Kapitel: III. "Wer sich alle Tage zum Sterben schickt, den die göttliche Gnad' anblickt." Das sittenmäßige Leben in der Todesbereitschaft als Abwehr gegen jedes leichtsinnige Vergessen des Tode [...]
    34
  • Kapitel: IV. Bereitung des Leichentuchs, des Sterbekleids in gesunden Tagen. Das Memento mori am Hochzeitstage für die jungen Eheleute bei dem Überreichen des Bräutigamshemds, des sog. "schönen Hemds", zugleich des Sterbehemdes [...]
    47
  • Kapitel: V. Die Vergegenwärtigung des eigenen Begräbnisses und der Leichenfeier bei Lebzeiten. Das zeitige Ersparen der Begräbniskosten bei armen Leuten [...]
    56
  • Kapitel: VI. Das Memento mori in den zur Sitte gewordenen öffentlichen Darstellungen der sog, Totentänze, in welchen "jedermann den Reien des bitteren Todes treten muß und den Tod an der Hand hat“. Das Media vita in morte sumus in den plastischen Darstellungen des Todes, der hinter allem Leben lauert [...]
    65
  • Kapitel: VII. Der Lübecker Totentanz nach den neuen grundlegenden Untersuchungen W. Seelmanns. Die Revalsche Kopie desselben, Das niederländische, altkastilische und französische Vorbild. Der Totentanz als dramatische Aufführung in der Kirche [...]
    71
  • Kapitel: VIII. Das mit jenem Totentanz innerlich verwandte "Zwiegespräch zwischen dem Leben und dem Tode“ aus einer im Jahre 1494 geschriebenen Wolfenbüttler Handschrift, welche die Abschrift eines Lübecker Druckes vom Jahre 1489 ist, und das "Vastelabendspiel" des Arnold Mercatoris "van dem Dode und van dem Levende" vom Jahre 1576, dem jenes Zwiegespräch als Vorlage diente [...]
    85
  • Kapitel: IX. Eine dramatische Dichtung "Dodendantz", die in einem Lübecker Druck vom Jahre 1520 erhalten und deshalb ‚"Lübecker Totentanz von 1520" genannt zu werden pflegt, aber tatsächlich viel älter ist [...]
    98
  • Kapitel: X. Die von dem alten Text völlig unabhängige, unter den Gestalten des Lübecker Totentanzbildes seit dem Jahre 1701 befindlichen Reime von Nathanael Schott [...]
    124
  • Kapitel: XI. Die Darstellungen des Totentanzes in Oberdeutschland. Der Totentanz im Klein-Baseler Klingental. Der "Triumph des Todes" von An-drea Orcagna in der Bogenhalle des Campo santo in Pisa. Der Totentanz in Groß-Basel an der Kirchhofsmauer des Prediger-klosters. Die Erneuerung bzw. Ummalung desselben durch Hug Kluber. Totentänze zu Annaberg, Dresden, Erfurt, Straßburg. Der Totentanz zu Bern von Nikol. Manuel. Die Imagines mortis von Hans Holbein. Die Totentänze zu Konstanz, Luzern, Zürich u.a
    131
  • Kapitel: XII. Das Memento mori gegenüber den öffentlichen Darstellungen in der Stille des Hauses, des Waldes und Feldes bei der Arbeit, in Freude und Leid. Die Sprüche alter Zeit. Die Mahnsprüche an den Uhren und an den Wänden, an den Sand- und Taschenuhren, an den Riechdosen, in Büchern, an Grabkreuzen, Leichen- oder Rêbrettern, Totenkapellen, Bildstöcken, Feldkreuzen, Marterln [...] Die Wahl der Grabschrift bei Lebzeiten
    151
  • Kapitel: XIII. Das Memento mori in dem auf tiefer Sympathie der Menschenwelt mit der Naturwelt beruhenden Volksglauben. Die rote und die weiße Rose, die Lilie, die Turteltaube, die Eule, das Käuzchen, der Rabe und andere Todesboten des Volksglaubens. Die Sage von dem schwarzen Ritter und der weißen Frau. Die Sage vom "Gevatter Tod". Das Märchen "Mein Freund, dreh hin, dreh her; Ich bin der Tod, komm her", Der Tod als Reisebegleiter.
    165
  • Kapitel: XIV. Das Memento mori in den Attributen des Todes, der als König der Schrecken, vom Jammer gefolgt, auf einem Rosse mit dem Speer seine Heerfahrt hält, die Menschen in Banden schlägt, oder als "Freund Hein", als Mäher, Jäger, Gärtner, Schachspieler, als Dominus Blicero, als Spielmann mit Geige, Flöte, Doppelpfeife er-scheint , oder als Holzmeier oder Förster den Wald ausschlägt. Das Memento mori in sprachlichen Wendungen für sterben [...]
    177
  • Kapitel: XV. Das Memento mori im deutschen Epos des Nibelungenliedes. Die dichterisch tiefe Darstellung des biblischen Worts "Alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume" im deutschen Alexanderepos [...]
    193
  • Kapitel: XVI. Das Gedicht des Österreichers Heinrich von Melk im 12. Jahrhundert Von des todes gehügede (Gedenken), eine Darstellung des todesvergessenden, leichtsinnigen und sündenvollen Lebens der Welt und eine von tiefem Bußernst erfüllte Mahnung des Vaters an seinen Sohn zur Todesbereitschaft und Buße, ohne welche das Himmel-reich ewig verschlossen bleibt. - Die Parabel vom "Mann in der Grube" in der Dichtung "Barlaam und Josaphat" von Ru-dolf von Ems im 13. Jahrhundert
    205
  • Kapitel: XVII. Das Memento mori in den Liedern der Minnesänger des Mittelalters. Das einzige uns bekannte Lied "des von Kolmas" von des sün-digen Herzens Leichtsinn und von des Todes Ernst. Das Gedenken an den Tod in den Liedern Walters von der Vogelweide und Ulrichs von Singenberg. Das Grab und seine Länge in den Liedern des Dichters der "Erlösung", sowie Heinrichs von Rugge, Muskatpluts und Seb. Brants. Das "schlafende Kind", ein Weckruf des Menschen zur Todesbereitschaft im Sängerkrieg auf Wartburg
    215
  • Kapitel: XVIII. Die Mahnung zur Todesbereitschaft im deutschen Volks- und Kirchenliede. "Mitten wir im Leben sind von dem Tod umfangen" eine vertiefende Erweiterung der alten Notkerschen Sequenz Media vita in morte sumus durch Luther. Das Lied vom Schnitter Tod [...]
    222
  • Kapitel: XIX. Die Ars bene moriendi. Seelsorgerliche Anweisungen zur christlichen Sterbekunst. "Wer da meint, er kann alles, der muß doch zuletzt lernen sterben." Der Tod die letzte und größte aller Anfechtungen in den Predigten des Volkspredigers Bruder Bertold von Regensburg. Mitteilung einer alten Ars moriendi auf der Hof-bibliothek zu Donaueschingen [...]
    231
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

20 
Der Prolocutor beginnt: 
Godt gröte juw myne Heren: Godt geve juw guden Dach 
Alse gy hyr sitten alle yn dat Lach *). 
Wenn gy wolden schwygen und geven gehör, 
So wolden wy juw wat holden vör. 
Den grüwsamen Dodt möge gy hyr sehen, 
Und hören wo em dat Levendt wil entflehen. 
Datsülve hyr ock yegenwardich steith, 
Mit Sülver und Golde wol bekledt. 
Dat wold ydt dem Dode gerne geven, 
Möchte ydt ewich vor em leven, . 
Und wolde grote Veste buwen, 
Dat ydt sick vor em nicht dörffte schuwen. 
Överst de Dodt ys van sölcker ardt, 
Wenn he kümpt all mit der vardt, 
Wene he vindt den deith he dar nedder schlan, 
Dat rede ick juw all sunder wän, 
He sy Junck, Arm edder Ryck. 
Dat Levendt. 
Wo bistu Dodt also schrecklick, 
Nüwerle sach ick dyn gelyck. 
Du bist ein seer grüwlick Deer, 
Und. kümpst her alse ein Pantheer. 
Du bist vull Wörme und Slangen, 
Weme mach na dy vorlangen ?)? 
Dar entsettet sick all myn Natur, 
Vor dyner grüwliken Figur, 
Dat bringt myn Herte yn grote nodt. 
Dodt. 
‚D 
i5 
Ps 
Je 
Ick bin geheten de bitter Dodt, 
Ick spare noch klein effte groth 
Alle de yü dat Levendt gewan, 
Den do ick dar nedder schlan ©). 
Und alle de hyr yn disser Werldt leven, 
Wedder my kan. nemandt. streven. , 
He sy noch Hoch edder Ryck gebaren 
Wedder my tho stryden ys all vorlaren. 
Wente Pawest, Keyser und Heren, 
De möthen alle gelyck sterven leren. 
AL: 
35 
I) Lach = Lager, 
2) Vgl. das Zwiegespräch oben S. 86, Vers 1—4. 
3) Vgl. das Zwiegespräch Vers 7—8.
	        

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