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Globus, 31.1877

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 31.1877

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-707726
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-707726
Persistenter Identifier:
BV041065471
Titel:
Wolf Wilhelm Graf Baudissin
Untertitel:
ein Lebensbild
Autor:
Frankfurth, Hermann
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Zillessen
Erscheinungsjahr:
1927
Beschreibung:
Religion
Signatur:
B 53256:F4
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Religion

Abbildung

Strukturtyp:
Abbildung
Titel:
Wolf Wilhelm Graf Baudissin (1913)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 31.1877
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Zeitschriftenheft: No. 1. 1877 / Kiepert, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: No. 2. 1877 / Kiepert, Richard
    [17]
  • Zeitschriftenheft: No. 3. 1877 / Kiepert, Richard
    [33]
  • Zeitschriftenheft: No. 4. 1877 / Kiepert, Richard
    [49]
  • Zeitschriftenartikel: Eine Reise in Griechenland. II. / Belle, Henri
    [49]
  • Zeitschriftenartikel: Die verschiedenen Canalprojecte zur Verbindung des Stillen und Atlantischen Oceans. II. / Polakowsky, H.
    55
  • Zeitschriftenartikel: Die Unruhen in Südafrika
    57
  • Zeitschriftenartikel: Schluß von Dr. Finsch's Forschungsreise nach Westsibirien. I. (Ob-Fahrt von Tomsk bis Obdorsk.)
    60
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    64
  • Zeitschriftenheft: No. 5. 1877 / Kiepert, Richard
    [65]
  • Zeitschriftenheft: No. 6. 1877 / Kiepert, Richard
    [81]
  • Zeitschriftenheft: No. 7. 1877 / Kiepert, Richard
    [97]
  • Zeitschriftenheft: No. 8. 1877 / Kiepert, Richard
    [113]
  • Zeitschriftenheft: No. 9. 1877 / Kiepert, Richard
    [129]
  • Zeitschriftenheft: No. 10. 1877 / Kiepert, Richard
    [145]
  • Zeitschriftenheft: No. 11. 1877 / Kiepert, Richard
    [161]
  • Zeitschriftenheft: No. 12. 1877 / Kiepert, Richard
    [177]
  • Zeitschriftenheft: No. 13. 1877 / Kiepert, Richard
    [193]
  • Zeitschriftenheft: No. 14. 1877 / Kiepert, Richard
    [209]
  • Zeitschriftenheft: No. 15. 1877 / Kiepert, Richard
    [225]
  • Zeitschriftenheft: No. 16. 1877 / Kiepert, Richard
    [241]
  • Zeitschriftenheft: No. 17. 1877 / Kiepert, Richard
    [257]
  • Zeitschriftenheft: No. 18. 1877 / Kiepert, Richard
    [273]
  • Zeitschriftenheft: No. 19. 1877 / Kiepert, Richard
    [289]
  • Zeitschriftenheft: No. 20. 1877 / Kiepert, Richard
    [305]
  • Zeitschriftenheft: No. 21. 1877 / Kiepert, Richard
    [321]
  • Zeitschriftenheft: No. 22. 1877 / Kiepert, Richard
    [337]
  • Zeitschriftenheft: No. 23. 1877 / Kiepert, Richard
    [353]
  • Zeitschriftenheft: No. 24. 1877 / Kiepert, Richard
    [369]
  • Nachsatzblatt
    [uncounted]
  • Hinterer Buchspiegel
    [uncounted]
  • Hinterer Einband
    [uncounted]
  • Farbkeil
    [uncounted]

Volltext

62 
Schluß von Dr. Fin sch's Forschungsreise nach Westsibirien. 
7 Uhr Abends erreichten, waren dieselben meist hübsche und 
stattliche Dörfer, am linken Ufer belegen, da die Bewohner 
viel Viehzucht betreiben, denn Feldfrüchte gedeihen hier nicht 
mehr. Bon da ab liegen die Stationen meist am rechten 
Ufer und haben vorwiegend Fischereibevölkerung, die mehr 
und mehr aus Ostsaken besteht. 
Es ist schwer, charakteristische Kennzeichen des Typus 
der Ostsaken anzugeben, denn obwohl schwarzes Haar, 
dunkle Augen und mittlere Statur vorherrscht, so findet sich 
doch soviel individuelle Abweichung, daß Nlan sich kaum ein 
sicheres Urtheil bilden kann. Wir fanden Männer mit 
grauen und blauen Augen und dunklern Haar, dunklem Kopf 
haar und blondem Bart, endlich Blonde und sogar einen 
Nothkopf. Graues Kopf- und Barthaar sind nicht selten. 
Die hervorspringenden Backen, die meist kurze stumpfe Nase 
und die etwas geschlitzten Augen sprechen allerdings für 
mongolischen Typus; aber wir sahen auch Leute mit geboge 
ner Nase, die mich lebhaft an Indianer Nordamerikas er 
innerten, namentlich auch des schwachen Bartwuchses halber, 
denn Männer waren von den Weibern oft kaum zu unter 
scheiden. Leute, welche mit den Finnen wohlbekannt sind, 
versicherten uns, die größte Aehnlichkeit mit diesem Volks 
stamme zu finden, mit dessen Idiom ja die Vocalreiche wohl 
klingende Sprache der Ostsaken verwandt ist. Zn dieser 
großen Verschiedenheit im Typus trägt übrigens die vielfache 
Mischung mit Russen und, wie man uns sagte, mit Samo 
jeden und selbst tatarischem Blut Vieles bei, und die An 
thropologen mögen sich beeilen, den eigentlichen Typus dieses 
interessanten Volkes klarzustellen. Die Niederlassungen 
der Ostsaken, welche wir berührten, bestanden meist aus 
Sommerlagern, d.i. aus blockhausartigen Hütten oder wigwam 
artigen Jurten, hohen spitzen Zelten, die über Stangen aus 
Birkenrinde errichtet sind. Selten finden sich mehr als ein 
Dutzend zusammen, die meist am Ufer einer flachen mit 
Weiden bestandenen Insel angelegt sind, von wo aus sich 
der Fischfang am ausgiebigsten betreiben läßt. 
Obwohl sich die Landschaft, rechts hohe aus Sand ge 
bildete mit Nadelwald, links flache mit Laubwald (meist 
Weiden) bekleidete Ufer, fast ununterbrochen gleich bleibt, so 
fehlt es ihr nicht an Reizen, und man empfindet trotz der 
Abwesenheit von Leben auf Strom und Ufer keine Lange 
weile. Wir erreichten das malerisch gelegene ziemlich große 
Kirchdorf Malo A tl y m, unweit der Mündung desAtlym- 
flusses, am Nachmittage des 7. Juli und benutzten die Zeit 
während des Abkochens zu einem Ausflüge in den das Dorf 
umgrenzenden prächtigen Wald, wie dies gewöhnlich an sol 
chen Plätzen geschieht, wo wir länger als eine Stunde hal 
ten müssen. Schön sind sie, diese herrlichen aus Fichten, 
Lärchen, Arven, Birken und Weiden gebildeten Wälder, mit 
ihrer Fülle von Unterholz von verschiedenen Sträuchern, 
unter denen der Faulbaum jetzt eben in prächtiger Blüthen- 
fülle prangte, aber todt. Man hört das Blaukehlchen, un 
sern Weidenlaubvogel, die Wachholderdrossel und den Gesang 
einiger anderer Vögel, von denen uns IllrylloxnsnKtö trig- 
tis, eine bis Indien herabziehende Art, und eine unserm * 
Müllerchen (Sylvia garrula) verwandte, mir unbekannte 
Art, zur Beute siel. Außerdem erlangten wir das Haselhuhn, 
bemühten uns aber vergeblich die ebenso häufigen als scheuen 
Bergfinken und Heckengimpel zu erlangen. Von Säuge- 
thieren kam nur das Erdeichhörnchen in unsern Besitz, ob 
schon es an großem Wilde, Renthier, Fuchs, Wolf, Bär rc., 
nicht mangelt. Die Jagd in diesen Dickichten ist ebenso er 
müdend als anstrengend; denn so sehr der herrliche Wald 
auch verlockend winkt, sein Inneres beherbergt eine Plage, 
die ganz entsetzlich werden kann: die der Mücken! Wir hat 
ten sie bereits früher kennen gelernt, aber erst hier kam die 
ganze Wucht nordischer Mosquitos über uns, und zwar so 
schnell, als wir Sonnenschein und warmes Wetter erhielten, 
was bis Samárow nicht der Fall war. Diese Plage ist 
bis jetzt bei Tag und Nacht unser steter Begleiter gewesen 
und hat, je weiter wir nach Norden kommen, stetig zugenom 
men. Nur in der Mitte des Stromes herrscht Linderung, 
aber sobald man sich dem Ufer nähert und an Land tritt, 
hat man die Blutsauger über sich, gegen welche nur die dicken 
Lederhandschuhe und Schleier schützen, die freilich nicht bei 
jeder Arbeit getragen werden können. 
Das sehr hübsch am rechten Ufer gelegene Kloster Kon- 
dinsky, mit einer großen aus Stein erbauten drcithürmi- 
gen Kirche, erreichten wir in der Frühe des 8. Juli, die 
letzte kirchdorfartige, von Russen bewohnte Ansiedlung bis 
Bereósow; denn alle weiteren Stationen bestanden nur aus 
ostjakischen Fischerhütten, mit den üblichen Gestellen zum 
Dörren der Fische, sich scheu verhüllenden Weibern und 
Mädchen, schreienden Kindern und hungernden und lungern 
den wolssartigen Hunden, die im Winter zum Ziehen der 
Schlitten benutzt werden und im Sommer, wie in Kamt 
schatka, ihr Leben selbst machen müssen. Alles Eßbare ist 
daher vorsorglich in entsprechender Höhe angebracht, und 
Vorrathshäuscr und Fischgerüste erheben sich als Pfahlbau 
ten, zu denen, wie bei den Dajakern und Papuas, ein mit 
Kerben versehener Baumstamm als Treppe führt, der bei 
Nichtbenntzung umgedreht wird. Trotz des scheuen Wesens 
der Frauen hatten wir solche oft als Ruderer, und nicht sel 
ten führten sie in den eigenthümlichen, durchaus praktischen 
Wiegen aus Birkenrinde ihre Säuglinge mit sich, die wie 
die betreffenden Mütter meist nur einen Renthierpelz als 
einzige Bedeckung auf dem Leibe trugen. Bei den Frauen 
und Mädchen ist derselbe mit Glasperlen artig verziert; den 
kostbarsten Theil bildet aber ein buntes, großblumiges, mit 
Franzen verziertes Kopftuch, in welches sie sich so fest ein 
hüllen wie Türkinnen. Aber Nähnadeln, Zucker und der 
gleichen machten sie zutraulicher, am meisten indeß wohl 
Schnaps, für welchen beide Geschlechter der Ostjaken stark 
incliniren. 
Gegen 2 Uhr (9. Juli) Nachmittags legten wir in Be 
reósow, der einzigen Stadt am untern Ob, an. Sie liegt 
sehr malerisch auf grünen Wiesenhügeln, umrahmt von 
prächtigen Lärchen- und Arvenwaldungen,' und ihre zwei 
stattlichen Kirchen sowie mehrere Negierungsgebäude lassen 
den Ort von Weitem viel bedeutender erscheinen, als er in 
der Wirklichkeit ist, denn er zahlt nur etwa 2000 Einwohner, 
darunter viel Siranen, von denen die meisten jetzt der Fische 
rei wegen abwesend waren. Die Stadt erschien daher mit 
ihren geschlossenen Lagerhäusern am Strande und zum Theil 
verlassenen Wohnhäusern sehr öde und todt, und wir wun 
derten uns anfänglich, nicht das übliche „große Gefolge" 
hinter uns zu haben. Durch Güte des dortigen Jspravnik 
engagirte ich als Dolmetscher Michael Panajew, einen alten 
Russen mit prächtigem Petruskopfe, der außer Ostjakisch auch 
Samojedisch verstehen sollte und für den Fall, daß wir in 
Obdorsk keine bessere Persönlichkeit erhielten, sich auch zur 
Weiterreise verpflichtete. Außerdem verproviantirten wir uns 
mit Eiern und, was weit wichtiger, sogar mit Rindfleisch. 
Ehe die neuen Ruderer eintrafen, besahen wir in Begleitung 
des Jspravnik die Stadt, in der es, abgesehen von den Grä 
bern Mentschikow's und Graf Osterman's, die beide hier 
als Verbannte starben — das des erstern Staatsmannes 
ist nicht mehr sicher nachweisbar —, eigentliche Merkwürdig 
keiten nicht giebt. Die sogenannte Kathedrale, umgeben von 
herrlichen Arven, die angeblich noch von Alexander Mentschi- 
kow gepflanzt sein sollen, gewährt ein äußerst liebliches, male-
	        

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