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Globus, 63.1893

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Volltext: Globus, 63.1893

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709876
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709876
Persistenter Identifier:
BV042426870
Titel:
Xenophontis De Expeditione Cyri Minoris Commentarii
Autor:
Xenophon
Hutchinson, Thomas
Erscheinungsort:
Lipsiae
Verlag:
Schwickert
Erscheinungsjahr:
1775
Umfang:
VIII, 340 S., [18] Bl.
Beschreibung:
Literatur und Sprachen#Klassische Philologie
Signatur:
Vm 4080:F8
Zusätzliche Information:
Text griech. und lat.
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > August Boeckh
Wissensgebiet:
Literatur und Sprachen > Klassische Philologie

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Xenophontos Lakedaimonion Politeia
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > August Boeckh

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 63.1893
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXIII. Bandes
    [V]
  • Korrekturen: Druckfehler im LXIII. Bande
    VIII
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1893 / Andree, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1893 / Andree, Richard
    [21]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1893 / Andree, Richard
    [37]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1893 / Andree, Richard
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1893 / Andree, Richard
    [69]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1893 / Andree, Richard
    [85]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1893 / Andree, Richard
    [101]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1893 / Andree, Richard
    [117]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1893 / Andree, Richard
    [133]
  • Zeitschriftenartikel: Über das Befestigungswesen in Afrika / Hösel, L.
    [133]
  • Abbildung: Eingangsthor von Taweta. Nach v. Höhnel
    134
  • Abbildung: Thorweg in Uganda, durch Palissaden führend, die mit Menschenschädeln und Klötzen geziert sind. Nach Speke
    135
  • Abbildung
    135
  • Abbildung: Stadtmauer von Geߟma in Bornu. Ausbesserung der Mauer durch die Einwohner. Nach Barth
    136
  • Abbildung: Plan von Kano. Nach H. Barth
    137
  • Abbildung: Plan von Katsena. Nach H. Barth
    137
  • Abbildung: Palissaden in Bihé (Westafrika). Nach Serpa Pinto
    138
  • Abbildung: Konzentrische Palissadenreihen der Befestigung von Cobolia, Vey Country in Liberia. Nach Büttikofer
    139
  • Abbildung: Mambangas Verhau (Mangbattuland). Nach Junker. a. Brücke, b. Privathütten Mambangas und seiner Weiber. d. Orakelhütte. i f. Laube mit Gängen, h. Fürstenlaube
    140
  • Abbildung: Wadan in der Oase Dschofra. Nach G. Rohlfs
    141
  • Zeitschriftenartikel: Sannthaler oder Steiner Alpen? Eine Streitfrage der Nomenklatur / Sieger, Robert
    143
  • Zeitschriftenartikel: Zur Klimatologie Zentralasiens, insbesondere des Pamir / Greim, G.
    145
  • Zeitschriftenartikel: Die Erschaffung der Welt und der ersten Menschen, nach der Schöpfungsgeschichte der alten Philippiner / Blumentritt, F.
    146
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    147
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1893 / Andree, Richard
    [149]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1893 / Andree, Richard
    [165]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1893 / Andree, Richard
    [185]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1893 / Andree, Richard
    [201]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1893 / Andree, Richard
    [217]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1893 / Andree, Richard
    [233]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1893 / Andree, Richard
    [249]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1893 / Andree, Richard
    [265]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1893 / Andree, Richard
    [281]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1893 / Andree, Richard
    [297]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1893 / Andree, Richard
    [317]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1893 / Andree, Richard
    [333]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1893 / Andree, Richard
    [349]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1893 / Andree, Richard
    [365]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1893 / Andree, Richard
    [381]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

138 
Dr . L . Hösel : Über das Befestigungswesen in Afrika . 
( B . IV , 23 ) . Zumeist aber verwandeln sich diese Terrassen im Laufe der Jahre in stark geneigte schiefe Ebenen oder „ abschüssige Wiesen " , wie Nachtigal sich ausdrückt , auf denen dann in friedlichen Zeiten spruuggewaudte Ziegen ihr Futter suchen . Zuweilen sind auch , wie bei unseru mittelalterlichen Burgen , die Mauern mit Zinnen gekrönt . Freilich sind dieselben nicht eben von ausgesuchter Regelmäßigkeit . Be - sonders in Marokko scheinen diese zackigen Mauern häufig zu sein ; und gerade in diesem , den Neuerungen so abholden Lande muten sie uns wie ein Nachklang aus den Zeiten des Rittertums au . Wie groß in diesem Lande der Einfluß von Europa oder noch mehr von Asien her gewesen ist , ersieht man anch weiter an den Ecktürmen , die in gewissen Ab - ständen voneinander die Mauern der wichtigsten Städte verstärken . Derartige Türme finden sich nirgends im Sudan , obwohl sie in den übrigen Berberstaaten und in den Oasen keine Seltenheit sind . In etwas eigenartiger Weise versieht man die Mauern mit Schießscharten . Man baut beim Errichten der Mauer Pfähle mit hinein , welche man dann später , wenn der Lehm trocken geworden ist , wieder herausschlägt ( Reichard 168 ) . 
Daß bei Anlage einer Stadtmauer dort zuweilen Ver - kehrtheiten vorkommen , ist nicht anders zu erwarten . Eine solche Verkehrtheit ist es , wenn man , wie in Barua ( B . III , 38 ) , es unterlassen hat . die in der Nähe der Mauer vorhandenen Schutt - Hügel abzutragen , so daß der Feind von denselben aus die ganze Stadt blicken und somit alle Be - wegnngen der Verteidiger deutlich beobachten kann . 
Da , wie oben ange - deutet , selbst Dörfer mit Um - Wallungen versehen sind , so dürfte wohl kaum irgendwo eine Stadt gesuudeu werden , welche ohne diese Schutz - Vorrichtung geblieben ist . 
Um so mehr muß es uus wundern , daß gerade einige der wichtigsten Städte hierin eine Ausnahme machen . Die alte Kaiserstadt Gondar in Abessiuieu hat weder eine Mauer noch eine Umzäunung ( Rüpp . II , 79 ) ; von Gogo , der Haupt - stadt des ehemaligen Songhraireiches , urteilt Barth , daß sie wohl nie von einer Mauer umgeben gewesen sei . Ihnen schließt sich Mao , die Hauptstadt Kauems an , jenes Landes , das früher von großer politischer Bedeutung war . Der Grund dieser Erscheinung dürfte wohl darin zu suchen sein , daß die Heeres - macht der hier regierenden Fürsten eine Umwallung der Hauptstadt überflüssig erscheinen ließ . Sonderbar ist , daß auch Timbuktu , welches fortwährend von verschiedenen Seiten her bedroht erscheint , keine Mauer besitzt . Nach Barths Meinung ist auch in früheren Zeiten die Mauer dieser Stadt niemals bedeutend gewesen . 
Da die Mauern in Afrika fast nirgends aus Stein er - baut werden , so ist es betreffs dieses Erdteiles schwer , die Begriffe Mauer uud Wall auseinander zu halten . Denn denken wir uns die Mauer aus Thonklumpen oder - quaderu hergestellt und diese so angeordnet , daß sie außen senkrecht oder wenigstens ziemlich senkrecht abfällt , den Wall dagegen einfach aus Erde aufgeschüttet , seine Außenseite stark geneigt , so wird doch nach Jahren dieser Unterschied verwischt sein , wenn Sonnenglut und Regengüsse eine Zeitlang ihre zer - störende Kraft an der Mauer ausgeübt haben . Es werden 
Palissaden in Bih6 ( Westafrika ) . 
deshalb auch von scharfen Beobachtern beide Begriffe nicht immer streng geschieden . So schreibt Barth II , 199 über Iclkasa : — „ die Befestigungswerke , welche in zwei Erdwällen und drei Gräben bestanden " — ; und bald darauf : „ Zwei Gräben liefen außerhalb rings um die äußere Mauer , der dritte war zwischen beiden Mauern eingeschlossen . " An andern Stellen bringt er beide Begriffe iu scharfen Gegensatz zu einander . Eine vermittelude Stellung nimmt das Wort „ Erdmauer " ein , doch würde eiue Erdmauer immerhin mehr zur erstereu als zur zweiten Gruppe zu rechnen sein . Der Originalität halber sei noch erwähnt , daß in Usongora häufig Wälle aus Kuhdünger angetroffen werden . Stanley ( I . II , 316 ) erblickte einen solchen von 11 / 2 in Höhe . Nach langem Zeiträume noch bezeichnen sie die Stelle , wo ehedem Nieder - lassungen gestanden haben . 
Nicht immer dienen die Wälle znr Abwehr feindlicher Ein - fälle . Die Schoa iu Logoue umgeben ihre Dörfer mit Erd - wällen , die sie durch Einlagerung von Rohr widerstandsfähiger machen , um die Ansiedelung vor den Fluten des Wassers zn be - wahren , denn die Schoa bewohnen eine sehr sumpfige , zu manchen Zeiten vollständig unter Wasser gesetzte Gegend ( N . II , 510 ) . 
Wollten wir nun noch versuchen , eine Grenze zwischen umwallten und umzäunten Orten anzugeben , so würden wir 
Afrika in zwei große Ge - biete zu zerlegen haben . Das nördliche Afrika , der westliche und mittlere Sudall uebst Abessiuieu gehören znr erstereu Gruppe , das übrige Afrika zur zweiten . Schon in Adamaua , wo jenes Ge - biet sich am weitesten nach Süden zu erstreckt , werden die Umwallnngen äußerst selten . Barth führt über - hallpt nur zwei ummauerte Städte dieses Landes auf , und selbst Guriu , der frühere Hauptort des Landes , ermangelte dieses Schutzes . Im allgemeinen dürfte die Behauptung gelten : Mauern . finden sich dort , wo der Islam uud das Christentum unter den Eingeborenen festen Fnß gefaßt haben . In vielen Gegenden , besonders im west - lichen Sudan , wechseln Mauern uud Zäuue miteinander ab , streckenweise sind sie jedoch so verteilt , daß die Städte durch Mauern , die Dörfer dagegen durch Zäune umschlossen wer - den , so daß auf diese Weise schon äußerlich der Rangnnter - schied beider weithin sichtbar ist . Ein großer Einfluß mag auch in manchen Gegenden dem vorhandenen Material zu - kommen . In Oberguinea bestehen — nach Büttikofer ( S . 197 und 198 ) — die Befestigungen in der Waldregion ans starken Palissadeuzäunen , in der baumarmen Maudingoebeue dagegen aus hohen und dicken Wällen . Doch spielen neben dem Material Religions - und Völkerscheiden eine mindestens ebenso große Rolle . 
Die Palissaden bestehen zumeist aus mittelstarken , halben oder gevierteilten Baumstämmen , deren Höhe zwischen 2 und 7 m schwankt . Sie sind entweder einfach nebenein - ander in den Grund gesteckt oder durch Flechtwerk und Quer - Hölzer miteinander verbunden . Gern wählt man Bäume , welche oben gegabelt sind , und fügt sie in gewissen Abständen ein , um au ihnen bequem die Querhölzer anbringen zu können . Diese Querhölzer verhindern ein Umsinken der Palissaden nach innen und außen , verleihen ihnen einen sicheren Halt und geben dem Ganzen ein regelmäßiges Aussehen . 
Nach Serpa Pinto .
	        

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