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Globus, 4.1863

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Globus, 4.1863

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709932
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709932
Persistenter Identifier:
BV042480532
Titel:
Die Cholera-Epidemie in St. Petersburg 1848
Untertitel:
beobachtet im Obuchowschen Hospital
Erscheinungsort:
St. Petersburg
Verlag:
Schmitzdorff
Erscheinungsjahr:
1849
Umfang:
64 S., [5] Bl. : graph. Darst.
Beschreibung:
Medizingeschichte
Signatur:
Med Re 71
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Medizingeschichte

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Die Epidemie
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 4.1863
    I
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    I
  • Vorwort: Vorwort / Andree, Karl
    III
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    V
  • Inhaltsverzeichnis: Verzeichniß der Illustrationen
    [VII]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß zu Band I bis IV des Globus
    [IX]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    [97]
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenartikel: Die Inka-Stadt Cuzco in Peru
    [193]
  • Zeitschriftenartikel: Skizzen aus Aethiopien. Erster Artikel. Die Abu-Rof-Beduinen in Sennar / Hartmann, Robert
    202
  • Zeitschriftenartikel: Die Parsis in Bombay. Zweiter Artikel
    207
  • Zeitschriftenartikel: Die wissenschaftlichen und praktischen Erfolge der Novara-Expedition
    211
  • Zeitschriftenartikel: Ein Jahr zu Beresof in Westsibirien
    214
  • Zeitschriftenartikel: Das Erdbeben auf Rhodus
    217
  • Zeitschriftenartikel: Ferdinand von Hochstetter's Werk über Neuseeland
    218
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    222
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    352
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Ferdinand von Hochstetter's Werk über Neuseeland . 
221 
ja in der Brust des einzelnen Menschen ; — auf einen einfachen Sonnenkultus , in konkrete Bilder von Sagen und Märchen gefaßt durch die lebendige Phantasie eines ursprünglich frischen , kindlichen Volkes . 
Die Sonne , die Erde , das Meer , die Luft sind dem menschen nicht bloße Elemente , sie sind ihm Persönlich leiten , mit denen er beständig umgeht , deren Gunst er anfleht , deren Zorn er abzuwenden sucht . Die Mythen des Jnselvolkes entsprechen daher seiner Natur , seinen Sitten und seiner Sprache derart , daß sie nicht als Ausfluß einer ältern Bildung in der Ferne gedeutet werden können , sondern ihre Erklärung nur in sich selbst finden . 
Wie der Wohnplatz des Volkes , so blieb auch das Maorivolk selbst bis in die neuesten Zeiten unberührt von den Stürmen der Völkerbrandung und ihrer Geschichte . Und was für die würdige Menschenwelt der polynesischen Inseln gilt , das gilt , zumal auf Neuseeland , auch für ihre eigenthümliche Thier - und Pflanzenw elt ; die eigenartigen , mit nichts Andern : verwandten Bestandtheile sind so überwiegend und bleiben ohne Nachweis einer Heimath , daß man auch hier zu der nahme verschiedener Schöpfungskreise kommt . Die Wissenschaft hat noch nicht vermocht , diese auf ein schaftliches Centrum zurückzuführen . 
Wir fassen nun die gegenwärtigen Zustände der Maoris in's Auge . Ihre Gesammtzahl wurde 1858 auf 56 , 049 Seelen geschätzt , wovon 31 , 667 männlichen und 24 , 303 weiblichen Geschlechts . Auf die Nordinsel kommen davon 53 , 056 , und zwar in die Provinz Auckland 38 , 269 , Taranaki 3015 , Wellington und Hawkes Bay 11 , 772 Seelen ; auf die Südiusel nur 2283 , wovon in die Provinz Nelson und Marlborough 1120 , Canterbury 638 , Otago und Sonthland 525 . Dazu noch die Stewarts - Insel mit Ruapuke 200 und die Chatham - Insel mit 510 Seelen . 
Ein 1859 zu Auckland veröffentlichtes Blaubuch , berechnet aus der bisherigen Abnahme der Maori - Bevölkerung dienichtallzuferneZeit , w osieganzvvnd er schwunden sein wird . Diese Abnahme betrug , jenem lichen Buche zufolge , in den letztverflossenen vierzehn oder fünfzehn Jahren , das heißt innerhalb der halben Zeitdauer einer Generation , neunzehn bis zwanzig Procent . Wenn diese Abnahme fortdauert , daun wird die Maoribevölkerung zählen : 1872 — 45 , 164 Seelen , 1886 — 36 , 393 , 1900 — 29 , 325 , 1956 — 12 , 364 Seelen . Mau kommt so zu dem Schluffe , daß um's Jahr 2000 die eingeborene Race ziemlich ausgestorben sein wird , während die europäische Bevölkerung , nach dem Maße der wärtigen Zunahme von 84 , 000 Seelen im Jahre 1860 , zu einer - halben Million im Jahre 2000 angewachsen sein würde . — 
Wir glauben , daß das Erlöschen der Maori weit rascher von Statten gehen , die Zunahme der weißen Bevölkerung aber mindestens vierfach stärker sein werde , als oben angenommen wurde . Dafür zeigt die gegenwärtige Einwanderung . Neuseeland zeigt jetzt , 1863 , schon weit über 100 , 000 Weiße , das Gold zieht eine immer größere Menge an . Californien hat binnen zehn Jahren eine halbe Million , Australien binnen einem halben Jahrhundert mehr als eine lion Weiße angezogen . Je beträchtlicher die Zahl der Letzteren wächst , um so rascher nimmt das Verschwinden der Eingeborenen seinen Lauf . Und Neuseeland bietet den Ansiedlern günstigere hältnisse als Californien und zum mindesten ebenso giinstige sichten als Australien . Es eignet sich gleichzeitig für Ackerbau , Bergbau , Viehzucht , Handel , Industrie und Schifffahrt . Dazu kommt das gemäßigte Klima und die prächtige Weltlage . — 
Herr von Hochstetter hebt hervor , daß die Maoris sich des baldigen Aussterbens vollkommen bewußt seien . Sie sehen mit fatalistischer Ergebung dem unabweisbaren Schicksale des Erlöschens entgegen . In der veränderten Lage , in welche sie durch die europäische Kolonisation gekommen sind , und in ihrem gegenwärtigen Zustande finden wir Gründe genug für das traurige Schicksal , welches ihnen bevorsteht . 
Die Maoris sind , wie schon oben gesagt wurde , ein Zweig des großen „ Zigeunervolkes der Südsee " , der Polynesier . So lange diese wanderten von Insel zu Insel , ihr Blut fortwährend neu vermischend mit dem Blut anderer Stämme , vermehrten sie sich und bevölkerten die zahllosen Inseln der Südsee . Die Maoris machen entschieden den Eindruck einer vielfach gemischten Race ; unter 100 Personen sind etwa 87 braun und haben schwarzes straffes Haar . Diese vertreten am reinsten das polynesische präge . Etwa 10 von 1000 haben eine röthlich braune farbe und entweder kurzes gekräuseltes oder langes straffes Haar , dieses jedoch mit einem Stich in ein schmutziges rost - oder rothbraun . Drei Procent endlich haben eine schwärzliche farbe und krauses , aber nicht wolliges Haar . Am lichsten erkennbar ist die Mischung mit der malayischen und mela - nesischen Rasse . Die Häuptlinge gehören gewöhnlich zum rein nesischen Typus . Auffallend ist auch der Unterschied in der Physiognomie und der jüdische Gesichtstypus in einigen Distrikten . 
Die Entdecker fanden , daß die Maoris in Dörfern leben ; ihre geräumigen , aus Holz und Schilsflechtwerk errichteten Hütten waren mit kunstvollen Holzschnitzereien verziert und mit bunten Arabesken bemalt . Man muß erstaunen , wenn man bedenkt , daß diese Holzarbeiten nur mit steinernen Meißeln und Aexten ausgeführt wurden , und daß man einen ganzen Baumstamm arbeiten mußte , um ein einziges Brett zu gewinnen ; denn gebrauch , also auch die Säge , waren unbekannt . Die Maoris tättowirten Körper und Gesicht . Die Dörfer waren durch Pfahlwerk und Gräben geschützt und mit ausgedehnten Anpflanzungen geben , in denen man süße Kartoffeln , Taro und Melonen baute . Neben dem Ackerbau trieb man Fischfang und Jagd , letztere auf Vögel und Ratten ; Hunde , Farnwurzeln und Beeren dienten falls zur Nahrung . Man bereitete aus der Faser des dischen Flachses geflochtene Matten und gewebte Mäntel , und färbte dieselben mit Stoffen , die aus Rinde und Wurzeln gewonnen wurden . Eine Schriftsprache haben sie nicht , wohl aber zahlreiche Sagen , Lieder , Gesänge und Märchen . Die Religion war ein Kultus vou Elementargeistern , ohne Götzenbilder oder Tempel ; das Volk war in viele einzelne Stämme geschieden und diese wurden von Häuptlingen patriarchalisch beherrscht . Man hatte Rangklassen und Sklaven ; die Häuptlinge lebten in Polygamie , das Eigeuthum war Gemeingut des ganzen Stammes . Durch die unaufhörlichen Fehden der Stännne gegen einander hatte sich ein ungemein rischer Bolksgeist ausgebildet : die Erziehung der Jugend erinnert an spartanische Zucht . 
Aber die Neuseeländer waren Kannib alen . Die fresserei war zur Zeit der Entdeckung auf Neuseeland in eine» , Grade herrschend , wie kaum anderswo . Aber aus den Ueber - lieferungen des Volkes geht mit Sicherheit hervor , daß dieselbe erst während der letzten Jahrhunderte in Schwang kam ; indeß herrscht in Betreff des Ursprungs Dunkel . Als die Missionäre über das Menschenfressen an der Jnselbay jammerten , sagten die linge : „ Der große Fisch frißt denkleinen , der Hund den Menschen , der Mensch den Hund , Hunde fressen einander , Vögel fressen einander , ein Gott frißt den andern . " 
Hochstetter's Ansicht geht dahin , daß mit der Zunahme der Bevölkerung auf den Inseln das Erträgniß der ohnehin wenig giebigen Jagd und damit die einzige Quelle der Fleisch - nahrung immer spärlicher wurde . Um neue Jagdgebiete , gutes Ackerland und ergiebige Fischplätze entstanden Streitigkeiten , die znm Kriege führten . Durch diese verwilderte der Geist des Volkes , die Feldarbeiten wurden vernachlässigt , Roth trat ein , und Hunger in , Verein mit Rachedurst und Haß führte im Kriege zu den ersten Fällen des Kannibalismus . Die Kriege dauerten fort , der Mangel an Fleischnahrung wurde mit der allmäligen Ausrottung der Thier - und Bogelarten , welche das Hauptjagdwild ausmachteu , immer fühlbarer , und so wurde das Menschenfreffeu nach und nach Brauch , der erst dann wieder aufhörte , als durch Einführung er -
	        

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