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Tribus, 35.1986,N.F.

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Tribus, 35.1986,N.F.

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709938
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709938
Persistenter Identifier:
BV042483139
Titel:
Münzwesen u. Währungsfrage
Untertitel:
[S.S. 1883]
Autor:
Wagner, Adolph
Blanck, Friedrich
Erscheinungsort:
[Berlin]
Erscheinungsjahr:
1883
Umfang:
26 S., [10] Bl.
Beschreibung:
Wirtschaftswissenschaft
Signatur:
Hdschr. Koll. 240
Sammlung:
Handschriften > Kolleghefte
Wissensgebiet:
Wirtschaftswissenschaft

Leerseite

Strukturtyp:
Leerseite
Sammlung:
Handschriften > Kolleghefte

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Tribus
    -
  • Tribus, 35.1986,N.F.
    [3]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorblatt
    [1]
  • Titelseite
    [3]
  • Impressum
    [4]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis
    [5]
  • Zeitschriftenheft: N. F. Bd. 35, 1986
    [7]
  • Protokoll: Das Linden-Museum Stuttgart im Jahr 1985 / Kußmaul, Friedrich
    [7]
  • Zeitschriftenartikel: Töpfer, Ton und Teufel - Über Religion und Magie der spanischen Töpfer / Köpke, Wulf
    41
  • Leerseite
    [56]
  • Zeitschriftenartikel: Eine Garuda-Standarte aus Kota im Linden-Museum Stuttgart / Bautze, Joachim
    57
  • Zeitschriftenartikel: The Vase of Eighty-Eight Glyphs: Implications for the Decipherment of the Maya Script / Dütting, Dieter
    83
  • Leerseite
    [104]
  • Zeitschriftenartikel: Das ala-elek-kurte - eine Kleinkinderschutzkleidung. An Objektbeispielen der Orient-Textilsammlung im Linden-Museum Stuttgart / Zerrnickel, Maria
    105
  • Leerseite
    [126]
  • Zeitschriftenartikel: Maschenstoffe und ihre gesellschaftliche Funktion am Beispiel der Kwoma von Papua Neuguinea / Kaufmann, Christian
    127
  • Leerseite
    [176]
  • Zeitschriftenrezension: Bianchi, Ugo: Transition Rites. Cosmic, Social and Individual Order. Storia delle Religioni Vol. 2 / Zinser, Hartmut
    177
  • Zeitschriftenrezension: Duerr, Hans Peter: Sedna oder die Liebe zum Leben, / Bleibtreu-Ehrenberg, Gisela
    177
  • Zeitschriftenrezension: Das Gupta, Tapan Kumar: Beiträge zur Museumsdidaktik am Beispiel einer ethnographischen Sammlung. Präsentation und Evaluation (= Monographien zur Völkerkunde, herausgegeben vom Hamburgischen Museum für Völkerkunde, Band 9) / Schierle, Sonja
    178
  • Zeitschriftenrezension: Farrington, I. S. (Hrsg.): Prehistoric Intensive Agriculture in the Tropics. British Archaeological Reports, International Series, Band S-232, 2 Bde / Spennemann, Dirk H. R.
    179
  • Zeitschriftenrezension: Snoy, Peter, (Hrsg.): Ethnologie und Geschichte. Festschrift für Karl Jettmar. Beiträge zur Südasien-Forschung. Band 86. / Kussmaul, Friedrich
    182
  • Zeitschriftenrezension: Thiel, Josef Franz: Religionsethnologie. Grundbegriffe der Religionen schriftloser Völker. Collectanea Instituti Anthropos Vol. 33 / Zinser, Hartmut
    182
  • Zeitschriftenrezension: Truhart, Peter: Regents of Nations. Systematic chronology of States and their political biographical reference book. Part II: Asia/Australia-Oceania. Regenten der Nationen / Rauwolf, Klaus
    184
  • Zeitschriftenrezension: Braukämper, Ulrich: Die Kambata. Geschichte und Gesellschaft eines südäthiopischen Bauernvolkes / Waffa, Paulus
    185
  • Zeitschriftenrezension: Dinslage, Sabine: Kinder der Lyela. Kindheit und Jugend im kulturellen Wandel bei den Lyela in Burkina Faso / Vischer-Roost, Liselotte
    186
  • Zeitschriftenrezension: Tietmeyer, Elisabeth: Frauen heiraten Frauen. Studien zur Gynaegamie in Afrika / Hahner-Herzog, Iris
    188
  • Zeitschriftenrezension: Thiel, F. J., Agthe, Johanna, Strauss, Karin,; Wembah-Raschid, J. und Olouch, Joseph H.: Ehe die Gewehre kamen. Traditionelle Waffen in Afrika. (Roter Faden zur Ausstellung, Nr. 8). Agthe, Johanna und Strauss, Karin: Waffen aus Zentral-Afrika. (Afrika Sammlung, Nr. 2) / Abbink, J.
    189
  • Zeitschriftenrezension: Thiel, Franz Josef und Helf, Heinz: Christliche Kunst aus Afrika / Volprecht, Klaus
    190
  • Zeitschriftenrezension: Wente-Lukas, Renate: Handbook of ethnic units in Nigeria. With the assistance of Adam Jones. Studien zur Kulturkunde, Band 74 / Forkl, Hermann
    192
  • Zeitschriftenrezension: Azadi, Siawosch und Andrews, Peter A.: Mafrash / Wegener, Dietrich H. G.
    193
  • Zeitschriftenrezension: Ames, Frank: The Kashmir Shawl and its Indo-French Influence / Bautze, Joachim
    194
  • Zeitschriftenrezension: Barbier, Jean Paul: Indonesian Primitive Art / Sibeth, Achim
    196
  • Zeitschriftenrezension: Casey, Jane Anne (ed): Medieval Sculpture from Eastern India. Selections from the Nalin Collection. / Bautze-Picron, Claudine
    197
  • Zeitschriftenrezension: Hotze, Ilona: Darimana? Kemana? Leben auf der Insel Bali / Ramseyer, Urs
    199
  • Zeitschriftenrezension: Heberer, Thomas: Nationalitätenpoltik und Entwicklungspolitik in den Gebieten nationaler Minderheiten in China (= Bremer Beiträge zur Geographie und Raumplanung, Heft 9 - Arbeiten zur Chinaforschung) / Schmidt-Glintzer, Helwig
    200
  • Zeitschriftenrezension: Laufer, Berthold: Kleinere Schriften, Teil 3: Nachträge und Briefwechsel. (Sinologica Coloniensia / Mende, Erling von
    201
  • Zeitschriftenrezension: Veit, Willibald: Siegel und Siegelinschrift der Chou, Ch'in und Han-Dynastie. Studien zur ostasiatischen Schriftkunst, Band IV / Hildebrand, Joachim
    201
  • Zeitschriftenrezension: Davidson, Janet: The Prehistory of New Zealand. / Spennemann, Dirk H. R.
    202
  • Zeitschriftenrezension: Gesch, Patrick F.: Initiative and Initiaton. A Cargo Cult-Type Movement in the Sepik Against Its Background in Traditional Village Religion. Studia Instituti Anthropos 33 / Schindlbeck, Markus
    204
  • Zeitschriftenrezension: Anton, Ferdinand: Altindianische Textilkunst aus Peru / Schulze-Thulin, Axel
    206
  • Zeitschriftenrezension: Döring, Jürgen: Kulturwandel bei den nordamerikanischen Plainsindianern - Zur Rolle des Pferdes bei den Comanchen und den Cheyenne. Marburger Studien zur Völkerkunde, Band 4 / Schulze-Thulin, Axel
    207
  • Zeitschriftenrezension: Donnan, Christopher G. (ed.): Early Ceremonial Architecture in the Andes. A Conference at Dumbarton Oaks, 8.-10. October 1982 / Tellenbach, Michael
    209
  • Zeitschriftenrezension: Latocha, Hartwig: Die Rolle des Hundes bei südamerikanischen Indianern. (Münchner Beiträge zur Amerikanistik, 8) / Schulze-Thulin, Axel
    212
  • Zeitschriftenrezension: Kaalund, Bodil: The Art of Greenland - Sculpture, Crafts, Painting / Schulze-Thulin, Axel
    212
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

188 
TRIBUS 35, 1986 
aus anderen Kulturen zu reflektieren, was es bedeutet, in 
unserer Gesellschaft Kind zu sein und Kinder aufzuzie 
hen. Was der (historisch verfolgbare) Prozeß der Ver- 
kindlichung, der Verniedlichung und Ausschließung der 
Kinder, wie auch der Mütter, aus vielen Bereichen des 
Alltags bedeutet. 
Das in Westafrika übliche Nebeneinander von Liebe und 
Wertschätzung der Kinder (man hat mir immer wieder 
betont: »Nous, on aime trop les enfants!«, als ich mit 
meinem Säugling unterwegs war) und der Selbstverständ 
lichkeit, mit der sie am Alltag und an harter Arbeit 
teilhaben, ist uns sicherlich schwer verständlich. 
Ein Postulat an ethnologische Arbeit überhaupt: das 
Hinterfragen der eigenen Herkunft und Denkweise, der 
Forschungsmotivation, um Vorurteile und Projektionen 
transparent zu machen, damit wir bewußter damit umge 
hen können (vgl. Devereux). 
Trotz dieser methodischen Einwände ist das Buch von 
Sabine Dinslage sehr lesenswert, es enthält eine Fülle 
von Material. Schön, daß es im deutschsprachigen Raum 
eine weitere ethnologische Forschung über Kinder gibt. 
Diese sind nicht gerade dicht gesät. 
Liselotte Vischer-Roost 
Literaturangaben: 
Erny, Pierre: L’enfant et son milieu en Afrique Noire. 
Paris, 1972. 
Devereux, Georges: Angst und Methode in den Verhal 
tenswissenschaften. München, 1967. 
Tietmeyer, Elisabeth: 
Frauen heiraten Frauen. Studien zur Gynae- 
gamie in Afrika. Hohenschäftlarn bei Mün 
chen: Renner 1985. 
Die Arbeit von Elisabeth Tietmeyer befaßt sich mit 
Heirat und Ehe, einem sozialen Phänomen, das weltweit 
zu finden ist. Doch obgleich das Thema »Ehe«, vor allem 
in Verbindung mit »Verwandtschaft« eine wichtige Stel 
lung in der ethnologischen Forschung einnimmt, fand der 
von Tietmeyer aufgegriffene Aspekt der Frauenheirat 
bislang nur wenig Beachtung; und dies, obwohl diese 
Institution in Afrika bei ca. 40 verschiedenen Ethnien 
anzutreffen ist. Dafür lassen sich mehrere Gründe anfüh 
ren: zum einen ist der Problembereich, der grob mit 
»Frauenthematik« Umrissen werden kann, noch nicht 
allzu lange in das Blickfeld der ethnologischen Untersu 
chung gerückt und bei weitem noch nicht vollständig 
durchleuchtet; zum anderen paßt die Vorstellung von 
gleichgeschlechtlichen Ehepartnern nicht in das - auch 
von Ethnologen vertretene - herkömmliche Bild einer 
ehelichen Gemeinschaft. Davon zeugen die zahlreichen 
Definitionen des Begriffes »Ehe«, die entweder den 
Schwerpunkt auf die Beziehung zwischen Mann und Frau 
legen oder aber die Legitimität der aus dieser Verbin 
dung hervorgehenden Kinder in den Mittelpunkt stellen. 
Beide Definitionsansätze lassen es fraglich erscheinen, 
ob die Gynaegamie überhaupt als eine Eheform angese 
hen werden kann. Dies umso mehr, als gerade in den 
traditionellen Gesellschaften die Ehe eingegangen wird, 
um den Wunsch nach Kindern - als Altersversorgung, 
Statussymbol etc. - zu erfüllen. Diese Tatsache, die bei 
einer Heirat zwischen Frauen ausgeschlossen zu sein 
scheint, läßt denn auch das Vorurteil aufkommen, daß 
homosexuelle Neigungen ein Grund für die Gynaegamie 
sein könnten. 
Tietmeyer möchte mit ihrer Arbeit falsche Vorstellungen 
dieser Art ausräumen und zum besseren Verständnis der 
»woman-marriage«, wie die Verbindung zwischen Frau 
en in der englisch-sprachigen Literatur genannt wird, 
oder »Gynaegamie«, wie Tietmeyer diese Institution 
nennt, beitragen. Ihre Aufgabe wurde durch die sehr 
schlechte Quellenlage erschwert. Außer wenigen neue 
ren Aufsätzen, die sich mit dem Thema befassen, tau 
chen Hinweise fast nur in Monographien und umfassen 
deren Werken zu Heirat und Verwandtschaft auf. 
An den Beginn ihrer auf einen Vergleich der Gynaega 
mie bei verschiedenen Ethnien abzielenden Arbeit stellt 
Tietmeyer einige grundsätzliche Überlegungen zu Heirat 
und Ehe, wobei sie in einem eigenen Kapitel auf die 
spezifisch afrikanischen Eigenheiten dieser Institution 
eingeht. Als wesentlich gelten die Funktion des Braut 
preises und der Nachkommen. Die Hervorhebung gera 
de dieser beiden Aspekte zielt bewußt auf die späteren 
Ausführungen über die Gynaegamie ab: eine Ehe zwi 
schen Frauen (wie auch zwischen Mann und Frau) wird 
mit dem Zweck eingegangen, für Nachkommen zu sor 
gen. Durch die Zahlung des Brautpreises, der im Falle 
der Gynaegamie von einer Frau entrichtet wird, werden 
die Ehe und die daraus hervorgehenden Kinder legiti 
miert; die Kinder gelten nicht als Nachkommen des 
Genitors, sondern des-/derjenigen, der/die den Braut 
preis bezahlt hat oder in dessen/deren Namen der Braut 
preis entrichtet wurde. 
In Schwarzafrika findet sich die Gynaegamie nur bei 
patrilinearen Ethnien mit Schwerpunkten in Westafrika 
(Nigeria und Benin), Ostafrika (Sudan, Kenia, Tansania) 
und Südafrika (Republik Südafrika und Lesotho). Aus 
diesen drei räumlich getrennten Gebieten, die eine unab 
hängige Entstehung und Entwicklung dieser Institution 
vermuten lassen, wählte Tietmeyer, orientiert an der 
Quellenlage und der geographischen Verteilung, insge 
samt fünf Ethnien (Lovedu, Ibo, Nuer, Nandi, Gikuyu) 
aus; ferner griff sie Nairobi zu Beginn dieses Jahrhun 
derts heraus, wo die Gynaegamie unter Prostituierten 
verbreitet war. 
Anhand der insgesamt sechs Beispiele erläutert die Ver 
fasserin das Wesen dieser Institution in den betreffenden 
Gesellschaften. Eingebettet sind die Ausführungen je 
weils in einen vorangehenden prägnanten Überblick über 
das soziale Umfeld, das die Frauenheirat beeinflußt und 
zu ihrem Verständnis beiträgt, und in einen nachfolgen 
den, so weit wie möglich erschöpfenden Vergleich mit 
benachbarten Ethnien, bei denen es die Institution eben 
falls gibt. Zum Abschluß jeden Kapitels werden die 
Alternativen zur Gynaegamie aufgezeigt, die als eine 
Möglichkeit zur Lösung des Nachwuchsproblems ver 
standen wird. 
Aufgrund der unzureichenden Literatur sind die Darstel 
lungen der Gynaegamie bei den einzelnen Ethnien so 
wohl quantitativ als auch qualitativ sehr unterschiedlich; 
ein Mangel, der Tietmeyer sehr wohl bewußt ist. Trotz 
der schlechten Voraussetzungen gelingt es Tietmeyer 
aber dennoch, die Gynaegamie in ihren wesentlichen
	        

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