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Das Lied vom Kanapee

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Das Lied vom Kanapee

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709938
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709938
Persistenter Identifier:
BV042483139
Titel:
Münzwesen u. Währungsfrage
Untertitel:
[S.S. 1883]
Autor:
Wagner, Adolph
Blanck, Friedrich
Erscheinungsort:
[Berlin]
Erscheinungsjahr:
1883
Umfang:
26 S., [10] Bl.
Beschreibung:
Wirtschaftswissenschaft
Signatur:
Hdschr. Koll. 240
Sammlung:
Handschriften > Kolleghefte
Wissensgebiet:
Wirtschaftswissenschaft

Hinterer Buchspiegel

Strukturtyp:
Hinterer Buchspiegel
Sammlung:
Handschriften > Kolleghefte

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Das Lied vom Kanapee
    [1]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Titelseite
    [1]
  • Kapitel
    [3]
  • Leerseite
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

LO 
Max Friedlaender, 
Kanapeeliedes seinen Preisgesang auf den »Danziger« ge- 
dichtet. Der Fall liegt klar genug: 1745 erfolgte die erste Ver- 
öffentlichung des Krambambuliliedes — es war ein Einzeldruck —, 
nachdem mehrere Jahre vorher das Lobgedicht auf das Kanapee sich 
durch ganz Deutschland verbreitet hatte. An eine umgekehrte Ein- 
wirkung ist nicht entfernt zu denken. Wenn Wittekind also in dem 
witzigen »Vorbericht zum Krambambulisten« singt: 
Zur Prob und auch zum Spaß hab ich hier ausgeführet, 
Daß oft der bloße Reim den Denkungsstoff gebieret, 
so befolgt er das in dem älteren Liede gegebene Beispiel; wie hier 
das Reimwort auf Kanapee, so bildet dort das Reimwort auf Kram- 
bambuli den Kern einer jeden Strophe. Direkte Nachahmungen 
von Kanapeeversen sind im »Krambambulisten« Strophe 62: . 
Hat in den schwülen Sommertagen (vgl. hier S. 7) 
und Strophe 921: 
Und muß ich denn auch endlich sterben (ebenda). 
Aber noch ein anderes größeres Lied Wittekind’s ist genau nach dem- 
selben Vorbilde gedichtet. Es steht ebenfalls in Koromandel’s »Neben- 
stündigem Zeitvertreib«e, die Überschrift lautet: Doris und der End- 
reim jeder Strophe: Dorothee. Aus einer beliebig herausgegriffenen 
Strophe, wie: 
Wenn mir was widriges begegnet, 
So klag ich's meiner Doris nur, ; 
Wenns hagelt, stürmet, schneyt und regnet, ; 
So ist ein Pfeifgen meine Cur, 
Die rauche ich.bey dem Caffe, 
Mit meiner lieben Dorothee. 
tritt die Abhängigkeit von dem älteren Liede deutlich hervor. Gegen 
den Schluß faßt der glückliche Dichter das Favoritmeuble und die 
Herzensgeliebte in einem Reim zusammen : 
Setz’ ich mich auf das Canape 
Mit meiner trauten Dorothee. 
Wir wollen von Wittekind nicht Abschied nehmen, ohne einer An- 
merkung zu gedenken, die er in der obenerwähnten Sammlung 
vom Jahre 1747 dem »Krambambulisten« beigefügt hat: 
Dieses Scherzgedichte hat in kurzer Zeit einen so unerwarteten 
Abgang und Beyfall gefunden, daß es nicht allein in ver- 
i Im Ganzen zählt das (übrigens geistreiche und unterhaltende) Gedicht vom 
Krambambuli nicht weniger als 102 Strophen zu 6 Versen; dazu kommt noch ein 
langer gereimter »Vorbericht«.
	        

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