digi-hub Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Zeitschrift für Ethnologie, 30.1898

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Zeitschrift für Ethnologie, 30.1898

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-710022
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710022
Persistenter Identifier:
BV042516446
Titel:
Tägliches Handbuch für die Jugend
Autor:
Trapp, Ernst C.
Erscheinungsort:
Hamburg
Verlag:
Bohn
Erscheinungsjahr:
1784
Umfang:
[7] Bl., 135 S. : Titel- Seiten- und Abschlußvignette
Beschreibung:
Pädagogik
Signatur:
2011 A 2058
Zusätzliche Information:
In Fraktur
Sammlung:
Historische Drucke > Verzeichnis der deutschen Drucke des 18. Jhs.
Wissensgebiet:
Pädagogik

Einleitung

Strukturtyp:
Einleitung
Titel:
Ich nenne meiner Jugend alle Morgen einen merkwürdigen Mann, und gebe ihr eine moralische Sentenz zum Auswendiglernen ...
Sonstige Person:
Trapp
Sammlung:
Historische Drucke > Verzeichnis der deutschen Drucke des 18. Jhs.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Die Gräber in der Schloßkirche zu Quedlinburg
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Leerseite
    -
  • Titelseite
    -
  • Kapitel: Ueber das Kaiser-Heinrichs-Grab / Hase, Baurath
    [1]
  • Tafel
    Bl. 1
  • Leerseite
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

2Hase, das Kaiser-Heinrichs-Grab. 
ersten Blick, daß ein langer Zeitraum zwischen beiden liegt, ja daß eine merkwürdige geistige Veränderung in der 
Formen-Behandlung eingetreten ist. Während in der Wipertikirche ein mühsames Ringen nach, aus der römischen 
Antike abgeleiteten , einfach und schwerfällig dargestellten Formen sich zu erkennen gibt, zeigt sich in den Details des 
sog. Heinrichs - Grabes ein keckes, übermüthiges, byzantinisirendes Formenspiel, welches der ausgebildeten romanischen 
Ausdrucksweise weit näher liegt, als der karolingischen Formenbildung. 
Es dürfte hiernach die Frage aufgeworfen werden: „Zu welchem Zwecke diente dies kryptenartige Archi­ 
tekturstück Als 1869 bei einer inneren Restauration dasselbe aufgedeckt wurde, verbreitete sich schnell die Kunde, daß 
das wirkliche Grab Kaiser Heinrichs aufgefunden sei, und den sremden Besuchern der Kirche wird es als solches 
noch bis zum heutigen Tage von: Küster der Kirche gezeigt. Dicht vor demselben in westlicher Richtung liegen zwei 
Grabsteine, welche früher als das Grab Kaiser Heinrichs und seiner Gemalin Mathilde bezeichnet wurden. Kugler 
hat in seinen kl. Schriften auf ein Aktenstück hingewiesen, welches bezeugt, daß im Jahre 1756 im Beisein hoher 
Personen die genannten Gräber geöffnet sind, daß man unter dem Steine, welcher die Ruhestätte Heinrichs bezeichnet, 
nichts als ein Brettstück, daneben indeß in südlicher Richtung, zwei Fuß unter dem Boden der Kirche, einen steinernen 
Sarkophag mit verschobenem und theilweise zertrümmertem Deckstein fand, der laut nicht zu bezweifelnder Inschrift 
die Gebeine der Kaiserin enthielt. Letzterer Sarkophag steht am östlichen Ende noch um Etwas unter den: Kirchen­ 
pfeiler. Man fand irr demselben zweierlei Gattungen von Beinknochen und einige ganz dünne und schwarze Rippen. 
Es wird in dieser Urkunde die Meinung ausgesprochen, daß bei einer früheren Aufgrabung die zwischen vermoderten 
Resten des hölzernen Sarges noch Vorgefundenen Beinknochen des Kaisers mit in den steinernen Sarg seiner Gemalin 
gelegt worden. Die hier beschriebenen Umstände, unter welchen der Sarg Mathildens mit ihren und des Kaisers 
Gebeinen gefunden ist, geben ein deutliches Bild von den Vorgängen, welche die Eigentümlichkeiten der Lage veran­ 
laßt haben. — Kaiser Heinrich war ohne Zweifel ursprünglich mitten vor dem Altäre seiner Kirche beerdigt worden. 
Welcher Grund könnte auch vorliegen, daß man den Kaiser in seiner Kirche nicht mitten vor dem Altäre beerdigte. 
Hätte man besondere Gründe gehabt, ihn seitlich zu beerdigen, so würden ohne Zweifel die Chronisten diese bemerkt 
haben, was aber nicht der Fall ist; demnach lag seine Gemalin zwischen ihn: und der benachbarten südlichen 
Säulenstellung. Beide Gräber blieben so ungestört bis zum Jahre 1070, wo ein großer Brand die große und die 
kleine Kirche zerstörte. Bei den: Wiederaufbau der kleinen, dann zur völligen Krypta der großen werdenden Kirche, 
wurde durch die Fundamentirung der neuen Säulen der Sarg der Mathilde bloßgestellt. Es liegt nahe, daß man 
bei dieser Gelegenheit auch nach den Gebeinen Heinrichs forschte, sie in dem in obiger Urkunde beschriebenen Zustande 
fand, zu denen seiner Gemalin legte, und nunmehr den Sarg mit diesen Reliquien als geistiges Schutzmittel dem 
Fundamente der neuen Krypta einverleibte und somit das östliche Ende des Sarkophages in das Fundament der 
Säule steckte. Aus Pietät aber rückte man den Denkstein, welcher über der Stätte Heinrichs ruhte, als dazu gehörend, im 
Fußboden der Kirche an die Nordseite des steinernen Sarkophages. 
Zwischen 1070 und 1756 wird nun schon einmal die Neugierde, die Gebeine des Kaisers und der Kaiserin zu 
sehen, oder gar Habsucht dahin geführt haben, Nachgrabungen anzustellen. Man fand Nichts als den steinernen, am 
unteren Ende vermauerten Sarkophag. Durch die angewandte Kraft, den Deckel an dein zugänglichen oberen Ende 
zu lichten, war es eine natürliche Folge der mechanischen Wirkung, daß der Deckel, sei es am oberen oder unteren 
Ende, zerbrach, wobei derselbe auch gleichzeitig verschoben sein wird. Man hat bei dieser Gelegenheit, da man 
vermutlich nichts Absonderliches in demselben fand, es nicht der Mühe werth gehalten, den Deckel wieder in gehöriger 
Ordnung aufzulegen, wie man solches 1756 fand. 
Nach den angeführten Darlegungen glaube ich der Ansicht Kugler's, daß der kleine Stein die ursprüngliche 
Stätte Heinrich's, der Steinsarg die ursprüngliche Stätte Mathildens sei, nicht beitreten zu können. 
Soll man sich nun eine Beziehung zwischen den: zweifelhaften Architekturstücke und dem Grabe des Kaisers 
denken, so könnte man sich allenfalls vorstellen, daß bei dem zunehmenden Andrange der Besucher und der großen 
Verehrung, welche dem Kaiser Heinrich noch lange nach seinem Tode gezollt wurde, die kryptenartige Vertiefung 
zwischen dem Grabe und dem Chorschlusse angelegt wurde, um dein Besucher Gelegenheit zu geben, den Sarg des 
großen Kaisers in seinem Grabe wirklich sehen zu können, indem die nischenartigen Vertiefungen an der Westwand 
des Architekturstückes auf den Platz vor dein Altäre, also auf die Grabesstelle Hinweisen. Der ansgetieste Raum der 
ganzen Anlage würde bei dieser Annahme nach oben natürlich geöffnet, und zwischen den den Chorschluß bildenden 
Säulen mit einer Brüstungswand umgeben gedacht werden müssen. 
So glaublich diese Angabe über den Zweck des in Rede stehenden Werkes erscheinen mag, so ist sie doch auf 
keinen Fall richtig; — denn das Grab war vor dem Hanptaltare der Kirche, dem des Petrus, angelegt. Die Stelle, 
welche die kryptenartige Vertiefung einnimmt, war der Schluß des Mittelschiffes, war die Stelle des geheiligten 
Allares. Es wäre etwas Unerhörtes gewesen, einen geweiheten Altar um eines solchen Zweckes willen zu beseitigen.
	        

Download

Downloads

Das gesamte Werk oder die angezeigte Seite kann hier in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden.

Ganzer Datensatz

METS PDF (komprimiert) PDF (Originalgröße)
TOC
Mirador

Diese Seite

PDF Bildanzeige Vorschau Bildanzeige Klein Bildanzeige Mittel Mirador

Seitenauswahl

Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.