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Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-710708
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-710708
Persistenter Identifier:
BV043696873
Titel:
Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika
Untertitel:
1865 - 1872 : mit einer Originalkarte
Autor:
Mauch, Karl
Erscheinungsort:
Gotha
Verlag:
Justus Perthes
Erscheinungsjahr:
1874
Beschreibung:
Geologie und Geographie
Signatur:
Afr 2051
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Geologie und Geographie

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    -
  • Kapitel
    [1]
  • Karte: Originalkarte von Carl Mauch's Reise von Simbabye nach Senna
    -
  • Hinterer Einband
    -

Volltext

Von Port Natal nach Rustenburg. 3 
eines mir feindlichen Thieres sehen zu müssen; jeden sich 
bewegenden Gegenstand deutete ich als einen demnächst 
erfolgenden Angriff auf mich; in jedem längeren Holz- 
stüekchen, durch Flechten bunt gefärbt, sah ich ein giftiges 
Gewürm; das kaum zu vernehmende Geräusch eines an der 
Oberfläche des Wassers platzenden Luftbläschens schlug un- 
heimlich an mein Ohr; beim Fallen eines dürren Zweigchens 
oder Bindenstückehens in eine Pfütze hinter meinem Eüeken 
fuhr ich zusammen; das Herabrollen eines Steines vom nahen 
Abhang nahm ich für die Folge unsicheren Auftretens einer 
grösseren Schleichkatze, kurz Alles trug dazu bei, das Gefühl 
der Bangigkeit in mir zu vermehren, und dennoch hielt mich's 
unwiderstehlich fest. Ein fernes Rollen des Donners ver- 
anlasste mich endlich, an den Eückweg zu denken. Ich 
verliess die unheimliche Stätte und eilte, das Schiff wieder 
zu erreichen, bevor es Abend würde. Kaum angekommen, 
brach denn auch bald das angekündigte Gewitter über der 
Gegend los; grell gelbe Blitze, die oft mehrmals den Weg 
von der Wolke zur Erde nieder und wieder zurück machten, 
andere, die sich in mehrere Strahlen theilten, wieder andere, 
die das ganze Firmament in rothem Lichte zeigten, folgten 
sich unaufhörlich, schrecklich harte Schläge übertönten den 
beständig rollenden Donner und ein gewaltiger Regen strömte 
hernieder, als ob ein Wolkenbruch sich einstellen wollte; es 
war ein echt tropisches Gewitter und hielt mehrere Stunden 
an, aber darauf erglänzte der südliche Himmel mit seinen 
prächtigen Sternbildern. 
So war dieser erste Tag in der That überaus reich an 
Erfahrungen für mich und noch lange hatte ich, auf meinem 
Lager ausgestreckt, den bunten Wechsel der verschiedensten 
Eindrücke zu. bewundern; ich freute mich inniglieh, an 
einem Theile der Küste Afrika's gelandet zu sein, die so 
viel des Interessanten für den Forscher bietet, es that mir 
aber auch leid, dass ja eben dieser Theil bereits ziemlich 
genau erforscht sein musste, und ernstlicher Kummer be- 
schlich mich, als ich daran dachte, auf welche Weise ich 
denn zunächst meinen Lebensunterhalt zu verdienen haben 
werde, um mich zu akklimatisiren und Tüchtiges im Forschen 
leisten zu können. 
Der Weg landeinwärts, Neu-Beutsohland, ein Sonderling. 
— Ich darf hier wohl erwähnen, dass ich von allen Geld- 
mitteln entblösst war, denn so nur erklärt sich, warum ich, 
anstatt meinem gesteckten Ziele direkt zuzusteuern, mich gleich- 
sam wie vom Winde habe umherwerfen lassen. Es hatte übri- 
gens die unentschiedene Lebensweise während der folgenden 
Monate ihr Gutes, denn neben der Akklimatisation wurde ich 
mit Land und Leuten näher bekannt und erwarb mir dadurch 
schätzenswerthe Kenntnisse zur Forschung im weiten Inneren 
und gewöhnte mich leichter an Entbehrungen. Die ersten 
Versuche, für das tägliche Brod zu arbeiten, schlugen fehl oder gefielen mir nicht. Daher kam mir die Nachricht er- 
wünscht, dass nur eine kurze Strecke landeinwärts eine 
kleine Deutsehe Kolonie existire, woselbst hauptsächlich zwei 
Personen wohnten, die schon über 20 Jahre in der Küsten- 
gegend gelebt, welche also mit allen Verhältnissen des Landes 
am meisten bekannt sein mussten und mir selbst auch die 
beste Auskunft geben und guten Rath ertheilen konnten. 
Ich beschloss daher, diese Herren aufzusuchen. 
Schon am Morgen danach, als ich diese Neuigkeit in 
Erfahrung gebracht hatte, verliess ich D'Urban mit dem 
Vorsatz, wo möglich nicht so bald wieder meinen Fuss 
darein zu setzen. Aus der unregelmässig begrenzten, tief- 
sandigen Waldstrasse wird allmählich die verbesserte Land- 
strasse, auf deren beiden Seiten in regelmässig abgetheilten 
und eingezäunten Erbstücken theilweis niedliche, villenartig 
gebaute Wohnhäuser stehen, die sich an den dichten Wald 
anlehnen und ein wohlkultivirtes Gärtchen vor sich haben. 
Bananen und Ananas bilden nebst Gemüsen und einigen 
Zierpflanzen die Gegenstände des Anbaues darin und be- 
weisen durch ihr üppiges Wachsthum, dass Boden und Klima 
ihm äusserst günstig sind. Über den sandigen, stark be- 
holzten, niedrigen Hügelrand, die Berea genannt, führt eine 
mit vielen Kosten hergestellte harte Strasse. Immer an- 
steigend erweitert sich der Horizont, bis endlich in der Nähe 
von dem Dorfe Pinetown eine der schönsten Aussichten 
auf die Bai und den Indischen Ocean sich dem Auge dar- 
bietet. Auch hat sich mit der Erhebung die Landschaft 
verändert, nicht mehr finden sich zusammenhängende, un- 
durchdringliche Waldpartien, sie wechseln nun ab mit fast 
kahlen Bergwiesen und Aekergeländen; hochgewachsene Eu- 
ealypten mit tannenartigem Wüchse bilden öfters die Alleen, 
welche zu den Wohngebäuden führen, verschiedene Auran- 
tiaceen, Bananen, Kaffee- und Obstbäume dienen ebensowohl 
zum Nutzen der fleissigen Eigenthümer als zur Verschönerung 
ihrer Landgüter. Wenige Minuten auf einem Feldwege 
entlang, der mich rechts von der Hauptstrasse abführte, 
brachten mich zwischen die ziemlich zerstreut liegenden Ge- 
höfte der erwähnten Kolonie von Deutschen, Neu-Deutschland 
genannt. Bald hatte ich die Wohnung der einen Person 
erfahren und nach eingenommenem kräftigen Frühstück, 
dem ich zum ersten Male die schmackhaften Früchte der 
Bananen beifügen durfte, wurde mir in zuvorkommender 
Weise das Haus bedeutet. 
Von einem lebendigen Zaune aus Granatäpfel-Gesträuchen, 
der aber häufige Lücken zeigt, ist ein bedeutendes Grund- 
stück eingeschlossen, worin jedoch nur Unkraut prachtvoll 
wuchert; ein grosses, aber baufälliges Haus, umgeben von 
einer niedrigen Veranda, wurde mir als das Domicil des 
erfragten Herrn bezeichnet. Ich konnte kaum den Eingang 
dazu finden, auch boten die Fenster den Beweis, dass es dem •.1*-
	        

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