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Anthropos, 10/11.1915/16

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Anthropos, 10/11.1915/16

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712124
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712124
Persistenter Identifier:
BV045102739
Titel:
Samariterbuch
Untertitel:
gemeinverständliche Darstellung der gesamten Nothilfeleistung bei Unglücksfällen und plötzlichen Erkrankungen, sowie der Pflege und des Transportes von Kranken und Verletzten im Frieden und im Kriege
Autor:
Jerzabek, Anton
Sonstige Person:
Silbermark, M. V
Erscheinungsort:
Wien ; Leipzig
Verlag:
Josef Šafář
Erscheinungsjahr:
1915
Beschreibung:
Medizingeschichte
Signatur:
2018 A 1111
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > George Meyer
Wissensgebiet:
Medizingeschichte

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
III. Abschnitt. Verletzungen infolge äußerer Gewalteinwirkung
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > George Meyer

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 80.1901
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXX. Bandes
    [V]
  • Korrekturen: Druckfehler im LXXX. Bande
    X
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 4. Juli 1901 / Andree, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 11. Juli 1901 / Andree, Richard
    [21]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 18. Juli 1901 / Andree, Richard
    [37]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 25. Juli 1901 / Andree, Richard
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1. August 1901 / Andree, Richard
    [69]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 8. August 1901 / Andree, Richard
    [85]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 15. August 1901 / Andree, Richard
    [101]
  • Zeitschriftenartikel: Die neuesten russischen Seenforschungen in Westsibirien / Adler, B.
    [101]
  • Zeitschriftenartikel: Die Felsentempel von Mamallapuram oder Seven Pagodas. (Abbildungen nach den Aufnahmen des Verfassers.) II. (Schluss) / Oppert, G.
    103
  • Zeitschriftenartikel: Die Verbleibsorte der Seelen der im Wochenbette Gestorbenen / Lasch, Richard
    108
  • Zeitschriftenartikel: Die Insel Man und deren altnordische Verfassung / Weis, Anton
    113
  • Zeitschriftenrezension: E. Werth: Die Vegetation der Insel Sansibar / Neger
    115
  • Zeitschriftenrezension: Karl Baedeker: Russland. Handbuch für Reisende. Mit 19 Karten, 25 Plänen und 2 Grundrissen
    115
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    116
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 29. August 1901 / Andree, Richard
    [117]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 5. September 1901 / Andree, Richard
    [133]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 12. September 1901 / Andree, Richard
    [149]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 19. September 1901 / Andree, Richard
    [165]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 26. September 1901 / Andree, Richard
    [181]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 3. Oktober 1901 / Andree, Richard
    [201]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 10. Oktober 1901 / Andree, Richard
    [217]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 17. Oktober 1901 / Andree, Richard
    [233]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 24. Oktober 1901 / Andree, Richard
    [249]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 31. Oktober 1901 / Andree, Richard
    [265]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 7. November 1901 / Andree, Richard
    [281]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 21. November 1901 / Andree, Richard
    [297]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 28. November 1901 / Andree, Richard
    [313]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 5. Dezember 1901 / Andree, Richard
    [329]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 12. Dezember 1901 / Andree, Richard
    [345]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 19. Dezember 1901 / Andree, Richard
    [361]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 26. Dezeember 1901 / Andree, Richard
    [377]
  • Sonstiges: [Inhalt; Eingesendete Neuigkeiten; Werbung]
    [uncounted]
  • Nachsatzblatt
    [uncounted]
  • Hinterer Buchspiegel
    [uncounted]
  • Hinterer Einband
    [uncounted]
  • Farbkeil
    [uncounted]

Volltext

110 
Dr . Richard Lasch : Die Verbleibsorte der Seelen der im Wochenbette Gestorbenen . 
priester ) zu Hülfe kommt , der durch das Opfer einer Ziege den der Churel Verfallenen erlöst . Es giebt doch mehrere Mittel , um zu verhindern , dafs eine Frau , welche in der Schwangerschaft oder im Wochenbette stirbt , zu einer Churel wird . Diese Mittel bestehen in einer besonderen Behandlung und Begräbnisweise der Leiche der in derartigen Umständen Verstorbenen1S ) . Nach dem Glauben der Karen in Hinterindien ist der Regenbogen der Geist einer im Kindbett Verstorbenen , verschlingt menschliche Seelen und saugt dann und wann , wenn er durstig wird , Wasser auf * 19 ) - Im laiischen Indien und in Siam ist Pontianak der Name für die Geister der vor und nach der Niederkunft storbenen Frauen . Sie erscheinen zumeist in der Gestalt eines Vogels und sind daher fliegende Gespenster . Weil diese Pontianaks vor ihrem Ableben der Mutterfreuden nicht teilhaftig werden konnten , vergönnen sie dieselben auch ihren lebenden Schwestern nicht und ‘sinnen stets darauf , schwangeren Frauen ein Leides anzuthun . Es sind aber nicht blols schwangere Frauen , die durch die Pontianaks verfolgt werden , auch die Männer haben diese Geister zu fürchten . Bei einigen Völkern , vor allem in den Molukken , besteht der Glaube , dals sie die Männer ihrer Genitalien berauben ( also einen Racheakt üben ) . Deshalb muts man ihren bösen Einflufs durch Opfer , Beschwörungen u . s . w . abwenden 20 ) . 
Newbold giebt folgende , fast gleichlautende rung der Pontianak nach dem Glauben der malaien : „ The Pontianak is supposed to be the ghost 
of a woman dying in child - bed , and is commonly seen in the form of a huge bird uttering a discordant cry . It liaunts forests and burial grounds , appears to men at midnight , and it is said to emasculate them . It afflicts children and pregnant women , causing abortions21 ) . “ Auf Nias vertreten die Stelle der Pontianak die bechu maliäna , die bösen Seelen der bei der Geburt gestorbenen Frauen , welche die Gebärenden quälen und Fehlgeburten bei ihnen hervorrufen können . Sie werden daher von den Frauen sehr gefürchtet , welche nach v . Rosenberg 22 ) stets mit einem Messer bewaffnet herumgehen , um sich gegen sie zu verteidigen ; letzterer Beobachter nennt sie Sinotachera und schreibt ihnen auch die Fähigkeit zu , die Diebe anzuleiten , mit Geschick zu stehlen und durch die kleinsten Löcher in die Häuser einzudringen23 ) . In Westjava glaubt man ebenfalls an die Kuntianak ( das sundanesische Äquivalent für das hochmalaiische Wort Pontianak ) . Um die Wohnung bärender Frauen herumschwärmend , suchen sie in selben zu fahren , um so das Glück zu kosten , dessen sie durch ihren vorzeitigen Tod nicht konnten teilhaftig werden . Fährt so eine Kuntianak in eine Wöchnerin , so wird sie wahnsinnig . Man bewacht deshalb ihre Wohnung mit grofser Sorgfalt und umgiebt sie des Nachts mit Feuern und Fackeln , um die Geister wehren 24 ) . Bei den Dajak von Sarawak spielt der Mino - kok - anak , in welchem der Geist der bei der Geburt verstorbenen Frauen erblickt wird , die Rolle der Pon - 
1B ) Crooke , Populär religion and folklore of Northern India . Westminster 1896 , I , p . 269—273 . 
19 ) Bastian , Völkerstämme am Brahmaputra . Berlin 1883 , S . 66 . 
20 ) Wilken - Pleyte , Handleiding voor de vei’gelijkende volkenkunde von Nederlandsch - Indie . Leiden 1893 , p . 559 . 
21 ) Newbold , Polit . and Statist , account of the British Settlements in the Straits of Malacca . London 1839 , II , p . 191 . 
2i ) Verslag omtrent het eiland Nias . ( Verhand . Batav . Genootsch . v . Künsten en Wetensch . XXX , 1863 , p . 115 . ) 
2S ) Modigliani , Un viaggio a Nias , 1890 , p . 625 . 
24 ) Coolsma , Twaalf vooi - lezingen over West - Java . 
dam 1879 , p . 70 . 
tianak und wird deshalb sehr gefürchtet , weil er mit Vorliebe die Lebenden quält25 ) . Auf Timor irren die Nitu der in partu verstorbenen Frauen überall umher und werden Manu maromak oder Kolo samaan ( „ heilige , göttliche Vögel“ ) genannt . Sie gehören auch zu den bösen Geistern und verfolgen die Männer , weil diese die Ursache ihres Todes sind . Sie überfallen die Wöchnerinnen , um Schicksalsgefährten zu haben , und werden deshalb , um sie zu befriedigen oder ihnen zu schmeicheln , Manu maromak genannt 2G ) . Auf Timorlaut schwärmen die Seelen der während der Geburt benen Frauen ebenfalls nach dem Begräbnis umher und halten sich mit Vorliebe in der Nähe des Strandes auf . Fünf Tage nach dem Begräbnis gehen zwei alte Frauen an den Strand , um die Seele der Toten , die noch kein Nitu ist , aufzusuchen , unter Mitnahme einer Schüssel , in welche etwas Reis , ein Ei und eine Banane gelegt wird . Mit herzzerreiisendem Tone rufen sie die Seele zurück und nehmen sie in der Schüssel mit nach Hause , damit sie mit den übrigen Matmate ( Geistern der fahren ) die Reise nach Nusnitu , dem Seelenlande , nehmen könne und unterwegs nicht durch böse Geister gestört werde . Eine Frau , welche bei der Geburt stirbt , hat eine sehr grofse Sünde begangen , z . B . einen unent - deckt gebliebenen Ehebruch oder Blutschande , wofür sie jetzt durch die Matmate gestraft worden ist27 ) . Hier liegt also nur der Glauben an das unstete Los der Seele vor , welchem durch menschliche Intervention noch rechtzeitig abgeholfen werden kann . Zu der Bildung eines bösen , die Lebenden verfolgenden Dämons aus der Seele der abgeschiedenen Wöchnerin ist es jedoch noch nicht gekommen . Auf den Banksinseln in nesien kann der Geist einer Vasisgona , einer im bett verstoxbenen Frau , nicht nach Panoi , der welt , gelangen , wenn ihr Kind lebt ; denn sie darf es nicht verlassen . Man täuscht deshalb den Geist der Verstorbenen , indem man ein Stück des Stengels einer Banane lose in Blätter einwickelt und dem Körper der Wöchnerin beim Begräbnis auf den Busen legt , dann meint die Seele beim Scheiden , dafs sie das Kind nehme ; während sie geht , schlüpft der Bananenstengel fortwährend in den Blättern hin und her und die Mutter glaubt dann , dafs sich das Kind bewege . Erst in Panoi entdeckt sie gewöhnlich den Betrug , der an ihr geübt wurde . In der Zwischenzeit ist nun das hinter - lassene Kind in ein anderes Haus gebracht worden , weil man weifs , dafs die Mutter zurückkehren wird , um des Kindes Seele zu holen . Sie sucht überall nach dem Kinde ohne Unterlafs , voll Kummer und Zorn , und der Geist einer Vasisgona ist daher besonders gefürchtet28 ) . Auch nach japanischem Glauben kehren Mütter aus der Geisterwelt auf die Erde zurück und pflegen ihre Kinder , welche sie der Tod zu verlassen zwang 2y ) . Es ist doch nicht bekannt , ob diese Geister sonst im Gerüche der Bösartigkeit stehen . — Bei den Chinesen wird der Tod der Frau im Kindbette und selbst nach einem laufe von bis vier Monaten nach der Entbindung als eine Strafe für begangene Sünden aufgefafst , und der geschiedenen stehen noch besondere Höllenstrafen bevor . Die Frauen werden nach dem Eintritte in die Hölle in einen Teich voll Blut , der sich daselbst befindet , getaucht . Die Absicht der von den Chinesen geübten 
25 ) Spenser St . John , Life in the forests of the Far East London 1862 , I , p . 175 . 
26 ) Riedel , Die Landschaft Dawan oder West - Timor Deutsche geogr . Blätter , X , 1887 , S . 279 . 
27 ) Riedel , De sluik - en kroeshaarige rassen tusschen . Selehes en Papua , p . 306 . 
28 ) Codrington , The Melanesians . Oxford 1891 , p . 275 . 
2B ) Jung in der Zeitschrift für Ethnologie , Bd . IX , S . 335 .
	        

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