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Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika

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Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Inhalt / Download : Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-712600
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-712600
Persistenter Identifier:
BV046196824
Titel:
Leitfaden für Samariterinnen
Autor:
Potjans, Heinrich
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Seitz & Schauer
Erscheinungsjahr:
1904
Beschreibung:
Medizingeschichte
Signatur:
2018 A 1102
Lizenz:
Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > George Meyer
Wissensgebiet:
Medizingeschichte

Inhaltsverzeichnis

Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis
Titel:
Inhalt
Sammlung:
Gelehrtenbibliotheken > George Meyer

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Carl Mauch's Reisen im Inneren von Süd-Afrika
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Titelseite
    -
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    -
  • Kapitel
    [1]
  • Karte: Originalkarte von Carl Mauch's Reise von Simbabye nach Senna
    -
  • Hinterer Einband
    -

Volltext

4 Von Port Natal nach Kustenburg. 
Bewohner um -viel frische Luft zu thun war, denn die 
meisten Scheiben fehlten. Er musste mich durch seine 
Gucklöcher bemerkt und aus meiner Unschlüssigkeit einzu- 
treten geschlossen haben, dass ich ein Fremder und also 
mit der Lokalität nicht vertraut sei. Bald erschien er vor 
seiner halb versteckten Thür, grüsste ausserordentlich freund- 
lich und lud mich ein, näher zu treten. Mit dem Zipperlein 
behaftet führte er mich mit schlotterndem Gange durch den 
äusseren grösseren Kaum in sein eigentliches Wohn-, Schlaf- 
und Arbeitszimmer,, in welchem die verschiedenen Gegen- 
stände in solcher Unordnung durch einander lagen, wie es 
nur bei einem alten Junggesellen reinsten Wassers der Fall 
sein kann. Auf seine höchst freundliehe Einladung hin nahm 
ich ihm gegenüber Platz an einem kleinen Tischchen, auf 
dem eine zersprungene Porzellantasse ohne Henkel mit ein 
wenig schwarzem Kaffee den auffallendsten Gegenstand bildete, 
während einige fliegende Papierchen mit Registern von 
Lateinischen Kamen von Insekten, ein Schachteldeckel mit 
den Resten von Tabak und Asche, kleine Papierstreifen 
und mehrere kleine Dosen mit Insektennadeln so ziemlich die 
ganze Tischplatte bedeckten. Yon einem Cavendishkuchen 
bemühte er sich eine kleine Portion abzuschneiden, in der 
Hand zu zerreiben, damit ein Pfeifehen zu stopfen, und 
dieses überreichte er mir. Er selbst füllte für sich ein 
anderes mit den Zeichen beständigen Gebrauches, und zwar 
mit den augenscheinlich bereits mehrmals gerauchten und 
wieder gesammelten Überbleibseln früherer Quantitäten, und 
als nun beide Pfeifchen dampften, erkundigte er sieh nach 
meinen näheren Verhältnissen, meinem Zwecke u. dgl. 
Er bezeugte kindliche, ja kindische Freude über mein rait- 
getheiltes Vorhaben des Forschens, lobte die Gegend als 
überaus reich an den mannigfaltigsten Objekten, die sich für 
• naturhistorisehe Sammlungen eignen würden; er wusste nur 
Gutes über die Bevölkerung, weiss oder schwarz, zu er- 
zählen ; er liess sich herbei, mir einige seiner Sammlungen 
von Insekten zu zeigen und mich auf seltene Exemplare 
aufmerksam zu machen; er gestand mir, dass er durch den 
Verkauf seiner Collektionen schon seit Jahren seine Lebens- 
bedürfnisse bestritten habe und auch jetzt noch trotz seines 
kränklichen Körpers bestreite, die allerdings dem Anscheine 
nach fast auf die Bedürfnisslosigkeit eines Diogenes reducirt 
sein mussten. Wie vollkommen, wie nahe dem Himmel 
musste dieser Mann mit dem kindlichen Gemüthe sein, wenn 
es wahr ist, was er mir mit Thränen in den Augen erzählte, 
dass selbst die Engel ihm oftmals beim Auffinden von sehr 
seltenen Käfern behülflich seien! Und wie zerfloss er fast 
in Thränen, als er mit mir Geister er scheinungen, von denen 
er eine Menge Photographien besass, besprach! 
Es zog mich wunderbar zu diesem Muster von Frömmig- 
keit und Herzensgüte hin und ich war durch sein Wesen so sehr berührt worden, dass es mich ordentlich Anstrengung 
kostete, meine Thränen zurückzuhalten. Wie konnte ich 
anders, als den Entschluss fassen, wenigstens für einige Zeit 
in seiner Nähe zu weilen! Ich sehätzte mich glücklich, als 
er mich beim Abschiede einlud, am folgenden Tage, und so oft 
ich es wünsche, wieder bei ihm einzusprechen. Fröhlichen 
Herzens ging ich von ihm und die Freude über die prächtige 
Gelegenheit, meine Zwecke so rasch gefördert zu sehen, 
Hessen keinen Schlaf in meine Augen kommen, als ich bei 
einem gastfreundlichen Kolonisten auf sanftem Lager über- 
nachtete. Ich machte ihm auch am folgenden Morgen wieder 
einen Besuch, ich durfte sicher sein, dass er meinen während 
der Nacht gefassten Entschluss nur billigen werde, dass, 
wenn wir beide, er ein kranker Sechziger, reich an Er- 
fahrungen und Kenntnissen, ich im besten Alter, vom regsten 
Eifer beseelt und kerngesund, uns vereinigten, beiden ge- 
holfen sein würde. Aber wie sehr irrte ich mich, als ich 
schüchtern mit diesem Vorsehlage herausrückte! Als ob er 
von einer Otter gebissen worden wäre, so plötzlich änderte 
er den Ausdruck seines Gesichtes und seine Ansichten. Was 
gestern lobenswerth war, ist heute zu tadeln; was gestern 
lukrativ war, ist heute eine armselige Beschäftigung; gestern 
waren seine Nachbarn die besten Leute unter der Sonne, 
heute ist die ganze Menschheit in der Nähe und Ferne voll der 
schändlichsten Undankbarkeit gegen ihn; gestern zeigte er 
mir seinen Himmel auf Erden, heute die Hölle; nur in 
seinen spiritualistischen Ansichten blieb er derselbe. Der 
böse Leumund will zwar wissen, dass sein Spiritualismus 
von dem übermässigen Gebranch von Spiritus herrühre, 
welchen er zum Tödten von Käfern zu verwenden vorgebe. 
Armer Insektenmann, Du bist herzlieh zu bedauern; 
hättest Du Dir eine Gehülfin fürs Leben gesucht und, anstatt 
Dein Haus zur Insektenfalle und Ungeziefer-Herberge werden 
zu lassen und darin zu verdumpfen, Dich mit Menschen, 
Deiner ebenbürtigen Wesen, abgegeben, Du brauchtest Dich 
nicht auf solch elende Weise fortzubringen, Da hättest nach 
Deinem Tode noch Zeit genug, Spiritualist und Pessimist 
zu sein! Ich selbst aber nahm mir diesen unglücklichen Mann 
zum warnenden Beispiel, liess den gehabten schönen Traum 
an mir vorüberziehen, nahm mitleidsvoll von ihm Abschied 
und schritt zum Besuche des zweiten Herrn. Es war diess 
der dortige Pastor und Missionär P. Kaum 10 Minuten ent- 
fernt wohnte er auf einem hübschen Landgute. Zur Zeit jedoch 
war er zu meinem grössten Leidwesen auf einer gottes- 
dienstlichen Reise, von der er erst in einigen Tagen zu- 
rückkehren konnte. 
Kampf ums Dasein, ein Pastor als Reifer in der Noth. 
— Was sollte ich während dieser Zeit mit mir selbst be- 
ginnen? mich vielleicht auf die Gastfreundschaft der Leute
	        

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