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Anthropos, 69.1974

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Bibliographische Daten: Anthropos, 69.1974

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714329
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714329
Persistenter Identifier:
BV048219721
Titel:
Das Geistesleben der afrikanischen Negervölker
Autor:
Seidel, August
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Verlagsbuchhandlung Alfred Schall
Erscheinungsjahr:
1896
Beschreibung:
Sozial- und Kulturanthropologie#Kunst und Wissen
Signatur:
2008 A 2256
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Kunst und Wissen

Nachsatzblatt

Strukturtyp:
Nachsatzblatt
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Anthropos
    -
  • Anthropos, 69.1974
    [I]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorblatt
    -
  • Titelseite
    [I]
  • Impressum
    [II]
  • Inhaltsverzeichnis: Index Auctorum
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Auctores recensentes
    XI
  • Leerseite
    -
  • Zeitschriftenheft: Bd. 69, 1974, Heft 1-2
    [1]
  • Zeitschriftenartikel: Das interdialektale Sprachverhalten zwischen seßhaften Balese-Hackbauern und nomadisierenden Efe-Pygmäen (Ituri-Region, Ost-Zaire) / Vorbichler, Anton
    [1]
  • Zeitschriftenartikel: The heyoka Cult in Historical and Contemporary Oglala Sioux Society / Lewis, Thomas H.
    [17]
  • Zeitschriftenartikel: Bixa Orellana: "The Eternal Shrub" / Donkin, R. A.
    [33]
  • Zeitschriftenartikel: The Tetum Folktale as a Sociological, Cosmological, and Logical Model (Timor) / Hicks, David
    [57]
  • Zeitschriftenartikel: Das Feuer in Kult und Glauben der vorgeschichtlichen Menschen / Maringer, Johannes
    [68]
  • Zeitschriftenartikel: Women's Pollution Periods in Tamilnad (India) / Eichinger Ferro-Luzzi, Gabriella
    [113]
  • Zeitschriftenartikel: The Bird Motif in Kaguru Folklore: Ten Texts (Tanzania) / Beidelman, T. O.
    [162]
  • Zeitschriftenartikel: To Kill a Thief: A Kallawaya Sorcery Session in the Lake Titicaca Region of Peru / Bolton, Ralph
    [191]
  • Zeitschriftenartikel: Two Ixil Myths (Guatemala) / Benjamin, N.
    [216]
  • Zeitschriftenartikel: Burial-Canoes and Canoe-Burials in the Trobriand and Marshall Bennett Islands (Melanesia) / Gerrits, G. J. M.
    [224]
  • Zeitschriftenartikel: Echo- und Reimwortbildungen in der oralen Sadani-Literatur (Chotanagpur/Indien) / Jordan-Horstmann, M.
    [232]
  • Zeitschriftenartikel: Analecta et Additamenta / Andronov, M. S.
    [250]
  • Zeitschriftenartikel: Miscellanea
    [280]
  • Literaturverzeichnis: Bibliographia
    [293]
  • Literaturverzeichnis: Publicationes recentes
    [343]
  • Literaturverzeichnis: Periodica
    [353]
  • Autorenindex
    [360]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 69, 1974, Heft 3-4
    [361]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 69, 1974, Heft 5-6
    [705]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

86 
Johannes Maringer 
Anthropos 69. 1974 
34 und 175) galt das Feuer als göttlich, der Name des großen Feuergottes 
war in Iran Ätar, in Indien Agni; eine ältere iranische Schicht hatte sogar 
den Namen mit Indien gemeinsam. 
Hier wäre noch ein bedeutsamer Fund aus Innerasien zu nennen, aus der 
keltteminarischen Kultur. In einer der neolithischen Siedlungen bei Dzanbas- 
kala am unteren Amu-Darja, Turkestan, befand sich ein großes Gemeinschafts 
haus. In seinem Innern führte ein pfostenflankierter Gang zum Hauptherd 
vor dem Zentrum, der 1,20 m im Durchmesser groß, mit einem dicken Schild 
dichter, reinweißer Asche bedeckt und von Sand mit intensiver, halbmeter 
tief reichender Rotfärbung unterlagert war, was insgesamt auf die einstige 
Dauerdurchglühung verweist und „erstmalig in der Menschheitsgeschichte 
die Haltung eines ,ewigen“ Feuers bezeugt“. Rechts vom Eingang bis hinter 
die zentrale Feuerstelle waren Einbauten, die den Kleinfamilien als Wohn- 
stellen dienten, wie kleine Herde und herumhegende Gebrauchsgegenstände 
erkennen ließen, indes links vom Eingang ein freier Raum zum Wohnen sowie 
zu religiösen Zeremonien blieb (F. Hangar 1955: 382-383). 
Für den Nachweis von Feuerordalien besitzen wir keine Funde. Aber 
auf eine andere kultische Funktion des Feuers sei noch hingewiesen. Sie ergab 
sich bei den Ausgrabungen eines Tempels aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. in 
Uruk Warka. Vor Anlage des Heiligtums waren auf dem Gelände gewaltige 
Brandopfer dargebracht worden, wohl zu dem Zweck der kultischen Reini 
gung des Tempelgrundes (H. J. Lenzen 1959: 298). Ähnlich hat auch O. Kun 
kel bei dem oben erwähnten Fund aus der Jungfernhöhle die Möglichkeit 
einer kultischen Reinigung der Höhle vor ihrer Benutzung als Kulthöhle 
erwogen. 
Abschließend soll noch ein eigenartiger Fund aus den spätneolithischen 
Niederlanden erwähnt werden. J. D. Van der Waals (1964) berichtet über die 
Funde von Knüppelwegen, die in ein Moor, damals vielleicht ein offener See, 
endeten, und von im Moor Vorgefundenen Scheibenrädern. Da in den Nieder 
landen keinerlei Spuren neolithischer Wagen bekannt sind, deutet er den Befund 
auf rituelle Vorgänge, bei denen die Scheibenräder auf dem Trakt zu dem 
Moor oder See gerollt worden waren. 
Die Annahme drängt sich auf, daß wir es hier mit den jungsteinzeit 
lichen Vorläufern des gewiß ursprünglich heidnischen Volksbrauches zu tun 
haben, bei dem brennende Scheiben oder Räder von Hängen herabgerollt 
oder geschleudert werden. Dieser Brauch ist im Winter, an Fastnacht, am 
Sonntag Lätare, an Ostern und am Johannistag bis nahe in die Gegenwart 
hinein in den Tiroler und Graubündner Alpen, in Süd- und Westdeutschland 
und in Frankreich geübt worden. In diesem so weit verbreiteten Volksbrauch, 
besonders bei Frühlingsfeiern, ging es um die Vertreibung des Winters und 
um Fruchtbarkeit der Felder, offenbar um einen durch die Gleichsetzung von 
Scheibe und Sonne geübten Analogiezauber (siehe Handwörterbuch des Deut 
schen Aberglaubens III, 1930/31: 150 und 170-174 mit Literaturangaben). 
Dieser uralte Brauch wurde in dem westfälischen Dorf Lügde noch vor 
wenigen Jahrzehnten geübt; vielleicht ist er auch noch heute lebendig. A. 
Schulte (1936: 143) gibt einen anschaulichen Bericht von dem Lügder Brauch:
	        

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