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Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart

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Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-719660
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-719660
Persistenter Identifier:
BV048501525
Titel:
Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart
Weitere Titel:
Transparenz
Herausgeber:
Heibges, Maren
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Panama Verlag
Erscheinungsjahr:
2018
Titel der Serie:
Berliner Blätter ; Sonderheft 76 (2018)
Umfang:
157 Seiten
Beschreibung:
Sozial- und Kulturanthropologie#Bibliografien und Nachschlagewerke
Sozial- und Kulturanthropologie#Forschungsgeschichte
Sozial- und Kulturanthropologie#Soziale Organisation und Praxis
Politik
Signatur:
LB 14032 B515-76
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Bibliografien und Nachschlagewerke
Sozial- und Kulturanthropologie > Forschungsgeschichte
Sozial- und Kulturanthropologie > Soziale Organisation und Praxis
Politik

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Berliner Blätter, Sonderheft 76, 2018
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
Seeing like a Subject. Quantifizierende Methoden der Selbstbeobachtung und die Künste der Existenz
Sonstige Person:
Koch-Grünberg, Max
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Transparenz - Schlüsselbegriff einer politischen Anthropologie der Gegenwart
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorblatt
    [1]
  • Titelseite
    -
  • Impressum
    [4]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhalt
    [5]
  • Kapitel: Berliner Blätter, Sonderheft 76, 2018
    7
  • Kapitel: Durchsicht. Transparenz als ethnographischer Forschungsgegenstand / Heibges, Maren
    7
  • Kapitel: Transparency International. Transparenz als Korruptionsbekämpfung / Staffiere, Luca
    21
  • Kapitel: Transparentes Hartz IV?! Die Leistungsmittel-Software ALLEGRO / Alber, Nikolai
    39
  • Kapitel: Vom Basar zur Autolieferkette. Unsicherheit und ökonomisierte Verantwortung in den Informationsinfrastrukturen eines globalen Lieferantennetzes / Stark, Fabian
    56
  • Kapitel: Einsichtige Arbeitszeit. Transparenz in der elektronischen Personalzeiterfassung / Dymczyk, Adina
    76
  • Kapitel: Drug Checking in der akzeptierenden Drogenarbeit. Ein umstrittenes Verfahren zur Herstellung von Transparenz illegaler Substanzen und des Drogenmarktes / Kühnert, Nora
    92
  • Kapitel: Seeing like a Subject. Quantifizierende Methoden der Selbstbeobachtung und die Künste der Existenz / Koch-Grünberg, Max
    110
  • Kapitel: Theorie und Praxis der Transparenz. Eine Zwischenbilanz / August, Vincent
    129
  • Autorenindex: Autor_innenverzeichnis
    157
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Seeing like a Subject | Quantifizierende Methoden 
der Selbstbeobachtung und die Künste der Existenz 
Max Koch-Grünberg 
Mit der gegenwärtigen Hochkonjunktur subjektiver Identitätsprojekte ist die 
Reflexion über die eigene Person zu einer der zentralen Kulturtechniken unse- 
(er Zeit geworden. Solche identitätsstiftenden Reflexionen, die bestimmen, wer 
wir sind und was wir sein wollen, basieren auf der Beobachtung des eigenen 
Daseins und damit auch auf nicht-mentalen - also in der Außenwelt liegenden - 
Objekten. So ermöglicht erst der qualvolle Blick auf die Waage eine Reflektion 
über die eigene Figur und verweist damit zugleich auf die medientechnologi- 
sche Dimension unseres Daseins: Unser Beobachtungs- und Schreibzeug ar- 
beiten mit an unserem Selbstbild. 
Gegenwärtig zeichnet sich die Herausbildung einer selbstbezogenen Mess- 
kultur ab, die durch die Möglichkeit einer technischen Allgegenwärtigkeit von 
Sensoren und Speichermedien heute fast alle Aspekte des Lebens erfassbar zu 
machen scheint. Diese Form der Selbsterkenntnis lässt sich jedoch nicht auf 
technische Artefakte reduzieren, sondern fußt auf dem empiristischen Beobach- 
tungsmodus des Self-Tracking, welcher sich durch eine Verwissenschaftlichung 
and Quantifizierung seiner Methoden auszeichnet und praktisch untrennbar 
mit materiellen Technologien verzahnt ist. Was diese Techniken zum Vorschein 
bringen, ist ein quantifiziertes Abbild des Selbst: das Quantified Self. Die Wissen- 
schaftsjournalisten Gary Wolf und Kevin Kelly haben den Begriff des Quantified 
Self erstmals 2007 eingeführt und bezeichnen damit ein quantifiziertes Selbst- 
bild und Wissensprogramm, das »self-kKnowledge through numbers«' verspricht. 
Als sich ereignende Form einer modernen Vernunft (vgl. Rabinow 1995) ver- 
stehe ich das Quantified Self als eine nicht abgeschlossene und kontingente As- 
semblage (Ong/Collier 2007), in der Wissenspraktiken, Öffentlichkeiten, Tech- 
nologien und normative Anforderungen zusammenlaufen. Meine Forschung 
verorte ich deshalb innerhalb einer »Anthropologie der Gegenwart« (Rabinow 
2008), die in einer Bestandsaufnahme versucht, diese noch nicht ausgehärtete 
Formation in ihrer Historizität nachzuzeichnen und zu verstehen. Mein grund- 
legendes Forschungsanliegen besteht darin, herauszufinden, wie die Praktiken 
des Self-Tracking heute Subjekte hervorbringen. 
Dafür will ich zunächst die Gemeinschaft des Quantified Self, in denen diese 
Wissensform eingebettet ist, in Kürze darstellen. Im Hauptteil meiner Analyse
	        

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