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Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliographische Daten

fullscreen: Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Monographie

Strukturtyp:
Monographie
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-716098
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-716098
Persistenter Identifier:
BV048596366
Titel:
Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Untertitel:
mit 12 Tafeln und 5 Grundrissen
Herausgeber:
Weule, Karl
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Museum für Völkerkunde
Erscheinungsjahr:
1919
Beschreibung:
Sozial- und Kulturanthropologie#Gesamtdarstellungen und Sammelwerke
Signatur:
2023 SA 8183
Lizenz:
Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Sammlung:
Allgemeiner Bestand
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Gesamtdarstellungen und Sammelwerke

Kapitel

Strukturtyp:
Kapitel
Titel:
4. Saal III: Afrika
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Tafel

Strukturtyp:
Tafel
Titel:
Tafel 9. [...]
Sammlung:
Allgemeiner Bestand

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Führer durch das Museum für Völkerkunde zu Leipzig
    [1]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    -
  • Sonstiges: Das Museum ist geöffnet [...]
    -
  • Titelseite
    [1]
  • Tafel: Grundriß des Grassimuseums. Erdgeschoß
    [3]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsübersicht
    [5]
  • Vorwort: Zur Einführung
    [7]
  • Kapitel: Die Sammlungen. 1. Vestibül
    [12]
  • Kapitel: 2. Saal I: Australien, Südsee und Indonesien
    [12]
  • Kapitel: 3. Saal II: Asien
    66
  • Kapitel: 4. Saal III: Afrika
    96
  • Abbildung: Saal III Afrika. Treppenhaus [Plan]
    [97]
  • Tafel: Tafel 9. [...]
    Tafel 9.
  • Tafel: Tafel 10. [...]
    Tafel 10.
  • Tafel: Tafel 11. Ostafrikanische Musik- und Lärminstrumente
    Tafel 11.
  • Tafel: Tafel 12. Buschmannwaffen und -geräte
    Tafel 12.
  • Kapitel: 5. Saal IV: Die Arktiker und Amerikaner
    143
  • Werbung
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

45 
gruppe zu zählen; am Ost- und Westende neigen sie jedoch mehr 
den polynesischen bzw. indonesischen Sprachen zu. Auch das 
Kulturbild weist unverkennbar kräftig diese allseitigen Beziehun⸗ 
gen nach Polynesien, Melanesien und Indonesien auf. 
Zunächst spiegelt sich in ihm eine gewisse Armut wider, die 
bedingt ist durch das geologische Vorherrschen der stiefmütterlich 
ausgestatteten Koralleninseln. Die hier überaus wichtige 
Kokospalme liefert einen großen Teil des materiellen Kultur⸗ 
besitzes: Waffen, Material zum Hausbau, Hausgeräte, Schalen, 
Gefäße, Schüsseln, Matten und Schmucksachen. 
Wirtschafisbasis sind wieder der Bodenbau, auf den Korallen⸗ 
inseln in künstlich vertieften Feldern, und die Fischerei nach 
polynesischer Art mit Angeln, Netzen, Wehren und besonders 
auch Reusen, daneben auch mit Fischspeer und Fischdrachen (siehe 
Taf. 3, Fig. 144, 7-9, 114 13). Genußmittel sind Palmwein, 
außerdem im Osten die Kawa, im Westen der Betel. Die Fa— 
milienorganisation ist mutterrechtlich, die Standesgliederung 
und das Staatswesen, zumal auf den hohen Inseln, stark und zum 
Teil eigenartig entwickelt. In der Technik erhält Mikronesien 
durch das Vorhandensein des Webstuhles (jungindonesisch) ein 
besonderes Gepräge; doch hat er sich nicht über die Marshall- und 
Gilbert-Inseln ausgebreitet und trennt so das ganze Gebiet 
scharf in zwei Hälften. Tapabereitung ist zum Teil im Osten 
bekaunt. Die technische Glanzleistung und zugleich die gewal⸗ 
tigsten Steindenkmäler Ozeaniens sind die Ruinenstätten von 
Metalanim (Ponape) und der Insel Lölö (Kusai) in Gestalt 
zahlreicher viereckiger Mauerbauten aus zyklopischen Basalt⸗ 
säulen, einst die Residenzstätten der Fürsten und des Adels samt 
ihren Grabbauten. Andere archäologische Denkmäler sind die 
„Tiniansäulen“ der Marianen, Steinsäulen, auf denen die wich⸗ 
tigsten und vornehmsten Gebäude der alten Eingeborenen 
standen. Neben Pfahlhäusern findet man — 
oder auch auf steinernen Unterbauten. Die Bewaffnung be— 
steht in Speer, Keule und Schleuder, ferner in Schlagringen, 
die mit Haizähnen besetzt sind, Dolchen und anderen Hand—⸗ 
stoßwaffen; hier und da taucht auch noch Bogen und Pfeil und 
im Westen auch das indonesische Blasrohr auf. Durch ihren Hai— 
zahnbesatz und ihre Kokospanzer, die beide früher wohl noch 
weiter verbreitet waren, heben sich die Gilbert-Inseln ab. In 
der starken Verwendung von Schmuck aus Muscheln, Schildpatt 
3. Mikronesien. I
	        

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