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Globus, 1.1862

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 1.1862

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-708375
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-708375
Persistenter Identifier:
DE-11-001723739
Titel:
Globus, 12.1867
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1867
Signatur:
LA 3252-12
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 1.1862
    [I]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    [I]
  • Vorwort: Vorwort
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Abbildungsverzeichnis: Verzeichniß der Illustrationen
    [VII]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    97
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenartikel: Gefangenschaft und Abenteuer bei den Patagoniern. II.
    [289]
  • Zeitschriftenartikel: Die nordamerikanischen Verhältnisse. Erster Artikel / Andree, Karl
    298
  • Zeitschriftenartikel: Volksleben in Neapel. I.
    302
  • Zeitschriftenartikel: Kapitän Richard Burton bei den Mormonen in der Stadt am Großen Salzsee
    310
  • Zeitschriftenartikel: Schlangenbeschwörer in Mrokako
    313
  • Zeitschriftenartikel: Unsere schwarzen Brüder
    314
  • Zeitschriftenartikel: Die Forschungsreise von Burke und Wills in Australien von Melbourne im Süden bis nach dem Carpentariabusen im Norden
    318
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    318
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    [353]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Gefangenschaft und Abenteuer bei den Patagoniern . 
Ii . 
Berauschungsmittel der Patagonier . — Religiöse Feste . — Tanz und Musik , — Hnaku , Oberster der bösen Geister . Leben . — Brautbewerbung und Ehe . — Die Frauen . — Kindermord . — Begräbnisse . — wws »n 9r™<>nttnmT 1 Raubzüge der Patagonier . — Aufenthalt beim Kaziken Kalifnrcura . — 
Mord an Argentinern verübt Flucht und Rettung . 
Alle Patagonier , ohne Unterschied von Stamm , Alter oder Geschlecht , lieben den Rausch leidenschaftlich . Wer sich Branntwein verschaffen kann , trinkt ihn ununterbrochen . Seltsamer Weise scheint dieser übermäßige Genuß starker Getränke auf ihre Gesundheit keineswegs nachtheilig einzu - wirken . Manche Männer reiten zehn oder vierzehn Tage lang , um bei irgend einem argentinischen Posten Branntwein zu kaufen . Sie bringen zu den Spaniern Lederhäute ver - schiedener Art und Straußenfedern ; dagegen tauschen sie Taback ein , den sie Pitrem nennen , uud geistige Getränke , Pnlku . Die letzteren schütten sie in Schläuche aus Schaf - sell . Auch aus Straußenschenkeln verfertigen sie Schläuche . Die erstereu sind ihnen jedoch lieber , weil sie sich auf dem weiten Transport zu Pferde besser halten . 
Sobald der Indianer mit seinem Branntwein daheim vor der Zelthütte ankommt , eilen die Frauen herbei , laden die Schläuche ab , und Nachbarn finden sich ein , um au den : Feste Theil zu nehmen . Allemal wird Taback vertheilt . Wer sich dessen weigert , wird unbeliebt , obwohl man ihn deshalb nicht tadeln kann . Selbst während der starken Sommerhitze trinken Männer und Frauen Branntwein in ungemessener Menge , bis sie toll und voll einander in die Haare fahren , ohne Unterschied des Geschlechts mit einander raufen , sich schlagen und das fürchterlichste Schimpfwort über ihre Lippen bringen , nämlich Uincaes , Christ . Die - ses Rauseu nimmt erst ein Ende , wenn die Trunkenen matt und müde sind , und nachdem einige weniger stark berauschte Männer sich in's Mittel legten und die Zänker bringen . Häufig ereignet sich indessen Todschlag . Die Orgie dauert mehrere Tage hintereinander ; man trinkt so lange , bis die Schläuche völlig geleert sind . 
Manchmal vergeht längere Zeit , ohne daß die Pata - gonier sich Uincaes - Pulku , das heißt Getränk der Christen , verschaffen können ; dann behelfen sie sich mit Piqninino und mit Algarrobe . 
Die Algarrobe ( Soe ) gleicht einer Bohnenschote , uud enthält einen sehr harten Kern ; dieser wird weich gekocht , zwischen zwei Steinen zerrieben , in einen Ledersack gethan und mit Wasser beschüttet ; dann geräth er in Gährung und giebt ein stark berauschendes Getränk . Die Wirkung ist aber nachtheilig für den Körper , denn dieser Algarrobe - Trank erzeugt Koliken und eigenthümliche Nervenzuckungen . Die rohe Frucht hat einen säuerlichen Geschmack , und ist daneben doch auch süß , aber sie greift die Gaumenwände und die Zunge au . 
Der Trnlka oder Piqninino ist eine kleine Frucht , roth oder schwarz , länglich rund , etwa so dick wie eine Erbse , und schmeckt sehr angenehm uud sanft . Der Strauch , an dem sie wächst , hat sehr dichtes Gezweig und eine Menge von außerordentlich kleinen Blättern . Kaum eiu anderes Gewächs weist eine so uugeheure Menge kleiner Dornen auf , und es wäre unmöglich , die Früchte mit deu Häudeu zu pflücken . Deshalb wenden die Patagonier ein sehr einfaches und bequemes Mittel an . Sie legen unter den Strauch 
Globus 1861 . Nr . 10 . 
eine Lederhaut , schlagen auf Zweige und Blätter mit einem Stabe , und die Frucht fällt herab . Diese wird sorgfältig geworfelt , iu kleine Ledersäcke gethan uud auf das Pferd ge - legt . Dann reitet der Patagonier im Galopp , die Trnlka - früchte zerplatzen , und geben nun einen Syrup , der eine Weinfarbe hat . Das Ganze wird nachher in einen größern Ledersack gethan , um zu gähren , und ist dann ein in der That vortreffliches Getränk , welches die Indianer mit Wonne schlürfen . Zwar erhitzt dasselbe den Kops , greift aber nicht , gleich dem Getränk von der Algarrobe , die Eingeweide an . Dagegen erzengt die Frucht der Trulka , wenn man sie in größerer Menge genießt , eine außerordentliche Reizbarkeit , allein die Indianer haben ein erprobtes Gegenmittel ; sie schlucken nämlich eine große Menge Pferdefett hinab . 
Die Patagonier feiern zwei religiöse Feste . Das erste findet im Sommer statt , und ist Wita uentrn , dem guten Gotte geweiht . Das zweite , im Herbst , feiert man zu Ehren des Huakuhu , des Oberhauptes der bösen Geister . Zum Feste des guten Gottes versammeln die Kaziken alle zu ihrer Horde gehörenden Männer . Sie treffen mit jedem nur mög - lichen Pomp allerlei Vorbereitungen , bestreichen die Haare mit Fett , und bemalen sich das Gesicht mit mehr Sorgfalt als gewöhnlich . Während dieser Feiertage tragen sie vor - zugsweise Kleider , welche sie den Christen geraubt haben ; diese werden mit großer Sorgfalt zum Behufe des Schmucks beim Feste aufbewahrt . Und fo sieht man denn den einen Patagonier mit einem Hemde , das über seinen anderen Klei - dern im Winde flattert ; Andere , die kein Hemde haben , werfen einen alten spanischen Mantel über die Schulter oder ziehen einen kurzen Rock an , während sie natürlich keine Beinkleider haben ; noch Andere tragen Beinkleider , ziehen aber dieselben verkehrt au , oder haben eine Soldatenkappe ohne Schirm , auch wohl gar einen gewöhnlichen seidenen Hut . Das Ganze sieht lächerlich genug aus , und es gewährt einen eigenthüm - lichen Eindruck , wenn man Männer mit ernster Miene auf diese Weise ausstaffirt sieht . 
Das Fest beginnt . Die Männer stellen sich in einer langen Reihe aus , kehren das Gesicht nach Osten , uud Jeder steckt seine Lanze vor sich in den Boden . Hinter den Män - nern bilden die Frauen eine gleiche Linie . Dann beginnt , wenn man so sagen kann , der Tanz ; er besteht darin , daß man sich von der rechten zur linken Seite bewegt . Die Weiber singen dazu , und einige schlagen eine Trommel , deren Fell aus einer bunt bemalten Katzenhaut besteht . Dann drehen die Männer sich um ihre eigene Achse , heben ein Bein bis zur Hälfte in die Höhe , und blasen ans voller Brust in ein ausgehöhltes Binsenrohr , das etwa einen Ton von sich giebt , wie wenn wir in einen großen hohlen Schlüssel blasen . Dann giebt der Kazike ein Zeichen , alle Anwesenden schreien laut , die Männer springen zu Pferde , und unter - brechen plötzlich den Tanz , um einen phantastischen Ritt zu machen . Sie jagen nämlich dreimal um deu Platz herum , auf welchem das Fest gefeiert wird . Während der Pausen nimmt Jeder einen Schluck gegohreuer Milch aus einem 
37
	        

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