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mirador

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Bibliographische Daten

mirador: mirador

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714817
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714817
Persistenter Identifier:
BV044415258
Titel:
Tribus
Untertitel:
Jahrbuch des Linden-Museums
ISSN:
0082-6413
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verlag:
Linden-Museum
Erscheinungsjahr:
1953
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-711802
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-711802
Persistenter Identifier:
1511771417230
Titel:
Tribus, 51.2002
Erscheinungsjahr:
2002
Signatur:
LA 6621
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Tribus
    -
  • Tribus, 51.2002
    [3]

Volltext

189 
Buchbesprechungen Allgemein 
FOLEY, ROBERT: 
Menschen vor Homo sapiens-Wie und warum 
unsere Art sich durchsetzte. Aus dem Eng 
lischen von Beate Mittmann. Hrsg, und mit 
einem Geleitwort von Wighart v. Koenigswald. 
Stuttgart: Jan Thorbecke Verlag, 2000. 166 
Seiten, 42 Färb-, zahlreiche SW-Fotos, Zeich 
nungen, Tabellen, Grafiken, Karten. 
ISBN 3-7995-9084-6 
Der Verlag schreibt in seinem Werbetext für diesen Band 
5 der Thorbecke-Reihe SPECIES, dem Autor sei „mit 
seinem Buch die Beantwortung der Schlüsselfragen der 
Evolution gelungen“. Wir werden sehen, ob die 
Publikation diesen Anspruch tatsächlich rechtfertigt. Die 
Rezension von Erwin Keefer in „Archäologie in 
Deutschland“ 1/2001 (S. 76), immerhin eine sehr 
renommierte Zeitschrift, ist nicht sehr viel versprechend. 
Vielleicht ist sie ihm mit gerade einmal zehn Zeilen ja 
auch zu kurz geraten. Beeindruckend (und in dieser 
Vollständigkeit auch neu) ist jedenfalls gleich am Anfang 
auf der zweiten Umschlagseite die Aufgliederung des 
menschlichen Evolutionsweges und die Einspiegelung 
der berühmtesten Fundstellen in eine Weltkarte (ohne 
Amerika und ohne das nordwestliche Europa) anhand 
von Schädelumrisszeichnungen, die von Ardipithecus 
ramidus bis zum modernen Homo sapiens insgesamt, in 
West-Ost-Ausdehnung von Gebel Irhoud (archaischer 
Homo sapiens) bis Talgai (moderner Homo sapiens) 
sowie in Nord-Süd-Ausdehnung von Dmanisi (Homo 
erectus) bis Keilor (moderner Homo sapiens) reichen. 
Dies ist ein gelungener geo-paläoanthropologischer 
Überblick. Einen weniger positiven Eindruck macht das 
vom Verlag im Klappentext hervorgehobene „Who is who 
bei den Menschen vor Homo sapiens: Ein Wegweiser 
durch die Hominidennamen“. Diese Einschätzung hat 
nichts mit der nach wie vor unsicheren Eingruppierung 
etlicher Hominidenfunde zu tun, sondern mit groben 
Schnitzern. Wenn der Leser sieht, daß Swanscombe und 
Steinheim beim Homo heidelbergensis eingeordnet 
werden (154) und Mauer noch nicht einmal erwähnt wird, 
ist er verschnupft. Diese grobe Ungenauigkeit geht auch 
nicht auf - in diesem „Wegweiser“ ebenfalls zu 
verzeichnende - Druckfehler zurück. 
Neben diesem „Who is who“, einem Geleitwort des 
Herausgebers, zwei Vorworten des Verfassers, einem 
Anhang, bestehend aus Anmerkungen, einem fast 
ausschließlich anglizistischen Literaturverzeichnis, einem 
durchdachten Register, Danksagungen (auch an deutsche 
Paläoanthropologen für fachkundige Ratschläge!) und 
Bildnachweis ist das Buch in zehn Kapitel untergliedert. 
Pt den ersten beiden „Die Evolution liefert den 
Schlüssel“ und „Warum brauchen wir Darwins Lehre?“ 
werden die Grundlagen der Evolution dargelegt, wobei 
S| ch Foley zur „evolutionsbiologischen Sicht“ der 
Menschwerdung bekennt und betont, daß er den 
Kritikern dieser Lehre Platz zu Äußerungen eingeräumt 
hat. Im dritten Kapitel „Was sind Menschen?“ dringt der 
Autor in tiefere Bereiche der Evolutionsbasis ein. Dabei 
Pennt er nicht immer sauber zwischen biologischer und 
gesellschaftlicher Evolution, was aus seiner 
sozialdarwinistischen Sicht der Dinge zwar verständlich 
ist, jedoch längere Erklärungen nach sich zieht. 
Kürzungen hätten hier dem Text gut getan. Dennoch liest 
sich alles recht spannend und ist auf eine Weise 
niedergelegt, die tatsächlich den Eindruck einer „neuen 
Erklärungsweise“ rechtfertigt. Doch - Lektor(inn)en und 
Übersetzer(innen) des Verlages sollten sich in Zukunft 
die Passagen über die Sprache und die mitmenschliche 
Kommunikation (39) immer wieder einmal zu Gemüte 
führen, dann würden Leser(innen) in zukünftigen 
Thorbecke-Büchern vielleicht weniger über grammatik 
alische und stilistische Fehler und Ungenauigkeiten - wie 
zum Beispiel die zahllosen „man“ - stolpern (bisher war 
ich der Meinung, daß „man/frau“ solche Feinheiten der 
deutschen Sprache noch immer in der Schule lernt - so 
kann „man“ sich irren). 
In den beiden folgenden Kapiteln „Wann wurden wir zu 
Menschen?“ und „Schritt die menschliche Evolution 
kontinuierlich voran?“ werden die Wege der 
Hominisation nachvollzogen. Die nächste Kapitelfrage 
„Warum gerade Afrika?“ beantwortet der Verfasser zum 
einen mit den geologischen Idealbedingungen für die 
Fossilierung in Ost- und Südafrika, zum anderen mit den 
klimatischen Verhältnissen (im Gefolge der Absenkung 
des ostafrikanischen Grabens vor rund zehn bis sieben 
Millionen Jahren), denen auch zahlreiche Tiere ausgesetzt 
waren. Die in dem sich anschließenden siebten Kapitel 
gestellte Frage „Ist die menschliche Evolution ein 
Ergebnis der Adaptation?“ wurde in den voran 
gegangenen Abschnitten schon mehrmals behandelt und 
mit ja beantwortet. Die hier für den Beginn der Bipedie 
angesetzten fünf Millionen Jahre greifen zu kurz. Bereits 
vor sieben bis sechs Millionen Jahren bewegten sich 
Hominide auf zwei Beinen. Die im Geleitwort des 
Herausgebers erwähnten vier bis drei Millionen Jahre 
sind völlig überaltert (an etlichen Stellen des Buches 
fragte ich mich wirklich, wo eigentlich die von Foley 
erwähnten fachlichen Ratgeber waren). Im achten 
Kapitel geht der Autor der Frage nach „Warum sind 
Menschen in der Evolution so selten?“ Dabei ist „selten“ 
nicht im Hinblick auf die Anzahl insgesamt gemeint, 
sondern weil es nur eine einzige Art von Jetztmenschen 
gibt, während beispielsweise Rodentia (Nager) fünfzig 
Prozent aller rezenten Mammalia-Arten ausmachen 
(112). In dieser Rechnung wird, eventuell ein Resultat der 
Übersetzung, nicht sauber zwischen Art/Spezies und 
Gattung unterschieden. Doch der Leser versteht, was 
gemeint ist. Foley beantwortet die gestellte Kapitelfrage 
mit dem in einer der wirtschaftswissenschaftlichen 
Theorien gebräuchlichen Kosten-Nutzen-Vergleich, 
allerdings zunächst nicht einleuchtend. Erst im letzten 
Abschnitt dieses Kapitels „Die Kosten der Intelligenz“ 
wird die Katze aus dem Sack gelassen. Die Kosten der 
Intelligenz - so die Erklärung - waren den übrigen 
Lebewesen auf dieser Erde zu hoch, nur der Mensch - wie 
dumm! - hat das nicht erkannt und schreckte vor dem 
stetigen Anwachsen des Gehirns nicht zurück. Immerhin 
ist für den Leser spätestens an dieser Stelle ersichtlich 
geworden, warum Gefühle des Glücklichseins oft mit 
einem bestimmten Maß an Dummheit parallel gehen.
	        

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