digi-hub Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Globus, 1.1862

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 1.1862

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709176
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709176
Persistenter Identifier:
DE-11-001796187
Titel:
Globus, 1.1862
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Signatur:
Po 2236'a'-1
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Ein Bild aus den Tlanos in Venezuela
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 1.1862
    [I]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    [I]
  • Vorwort: Vorwort
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Abbildungsverzeichnis: Verzeichniß der Illustrationen
    [VII]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    97
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenartikel: Die Länder am Senegal und ihre Eroberung durch die Franzosen
    [193]
  • Zeitschriftenartikel: Thessalonich in Macedonien
    205
  • Zeitschriftenartikel: Ein Winter in St. Petersburg
    208
  • Zeitschriftenartikel: Hermann Allmers über die Marschen der Weser und Elbe. II.
    214
  • Zeitschriftenartikel: Ein Bild aus den Tlanos in Venezuela
    218
  • Zeitschriftenartikel: Ein blutiges Drama in der Südsee
    219
  • Zeitschriftenartikel: Die Chinesen in ihrer bürgerlichen Stellung zu den Europäern
    220
  • Zeitschriftenartikel: Die chinesische Stadt Tsche su in der Provinz Schan tung
    221
  • Zeitschriftenartikel: Ein neuer Gott in Indien
    222
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    223
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    [353]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

218 Globus , Chronik der Reiseil 
die meisten Geognosten der Marschländer den Darg abzn - fertigen . Wie leichtsinnig und unhaltbar das aber ist , wird aus den ersten Blick klar , wenn man die große Mächtigkeit mancher Schichten betrachtet ; denn ein überschüttetes und zusammengepreßtes noch so üppiges Rohrfeld würde doch kaum ein Fuß dickes Lager bilden ; auch das ungleiche Vor - kommen der Schichten , bald hoch , bald in großer Tiefe , hier völlig wagrecht nud gleichmäßig , dort wieder geneigt liegend und an Mächtigkeit an einem Ende das Doppelte als am andern haltend , läßt sich nicht dadurch erklären . 
Alles aber wird plötzlich klar und begreiflich , sobald wir uns wieder das Bild , das die Marschen vor Jahrtausenden darboten , vor Augen stellen . 
Da sehen wir von den Dünenhöhen , den jetzigen Hügeln am Geestrande , begränzt die weiten , menschenleeren Sumpfebenen sich dehnen . Jede Fluth bespült sie , der träge Fluß windet sich in hundert kleinen oder größeren Armen hindurch , eine Menge flacher Inseln bildend ; nirgends ein Baum oder auch nur ein Strauch , nirgends Gras und bunte Blumen . — Das einzige Grün dieser fluthennm - rauschten Einöde aber waren die mächtigen hohen Rohr - nnd Binsenselder , die unabsehbar alles höhere Land um - wogten . Keiu menschlicher Fuß betrat sie , keine Sense erklang in ihnen , wenn der Herbst kam ; nur ungeheuere Schaareu von Sumps - und Wasservögeln schwärmten und hausten dort . — War indeß das Jahr zn Ende , dann kamen ans hochgeschwollener Fluth scharfe gewaltige Eisschollen und mähten Alles kahl . Die ungeheueren Massen dieser Binsen - und Rohrhalme , die sonst spurlos verwittert wären , 
t und Geographische Zeitung . 
trieben nun dicht geballt lange Zeit Strom ab und Strom auf , hierhin und dorthin , lagerten sich zum Theil wie ein Wall an den Jnselrändern , füllten oft ganze Flußarme aus und sanken endlich schwer geworden zn Boden , wo sie all - mählich höher und immer höher vom abgesetzten Schlamme bedeckt wurden . 
Namentlich hatten Weststürme , da vorzugsweise diese von den höchsten Finthen begleitet sind , sie an die rechten Flußufer getrieben . In den Marschen der linken Weser - und Elbufer z . B . üu Bntjadingerlande , . im Lande Hadeln nnd Kehdingen findet sich der Darg nur in höchst uubedeu - tenden Spuren . Osterstade und Wührden so wie die holstei - nischen und lanenbnrgischen Marschstriche besitzen ihn in großer Mächtigkeit . 
So lagern nun die Massen hier Jahrhunderte lang tief im Grunde , hoch mit fruchtbarer Erde belastet , selbst aber wunderbar erhalten . Aus einem Stücke Darg kann man oft alle Wurzeln , Stengel und Blätter herauslösen , ja man sieht auch die feinste Strnetnr an letzteren . 
Die Fülle von Schwefelwasserstoffgas in diesem Darg , die ihn zum Brennen untauglich macht , ist auch in vielen Gegenden die Ursache des übelriechenden Trinkwassers . Es gewähren diese längst versunkenen , gewaltigen Rohrmassen ein eigenthümliches Interesse nnd erinnern lebhaft an die untergegangenen Urwälder unserer Stein - nnd Braunkohlen - lager ; ja iu der Lettenkohle nnd im sogenannten Schilssand - steine , beide Gesteine der Trias - Periode angehörend , haben wir eine völlig analoge Erscheinung und wohl nichts anders I als verkohlten und verkieselten Darg vor uns . 
Ein Dild aus den Klanos in Venezuela . 
Unsere Schilderung einer asiatischen Steppe ( S . 158 ) lassen wir ein Bild aus den Grasebenen des nördlichen Südamerika folgen . 
Wir versetzen uns in die Llauos oder Ebenen von Venezuela , in einen Landstrich , den Viele mit den großen Pampas der argen - tinischen Staaten vergleichen , während andere Reisende durchaus diesen beiden großen Grasfluren Südamerikas keine Aehulichkeit zugestehen wollen . Die Llauos , welche einen Ungeheuern Raum einnehmen und von dem Orinoko und dessen Nebenflüssen durch - strömt werden , sind ein Gegenstand , der eingehender Studien würdig ist . Ein Reisender , der von den an der Küste sich austhür - Menden Bergen herabsteigt und zuerst die Llauos erblickt , glaubt den Oceau mit seiner unermeßlichen Ausdehnung zu sehen . Je mehr er sich der Ebene nähert , desto täuschender wird das Bild ; die endlosen Fluren scheinen zu wogen und zu zittern , wie eiu vom Winde bewegtes Meer . 
Gleich den Pampas von Bueuos Ayres sind die Llauos unge - heuere fruchtbare Weiden , iu denen sich umherschweifende Heerdeu nähren ; aber der Unterschied zwischen beiden liegt dariu , daß die Llauos Wasser haben und die Pampas nicht . Von Westen nach Osten durchzieht der majestätische Orinoko diese Gefilde und seine großen und zahlreichen Zuflüsse überschwemmen zeitweilig das von ihnen nach allen Richtuugeu durchschnittene Land . 
Die Bewohner dieser Gegenden habeu einen nicht minder eigeuthümlicheu Charakter als die Gegend , welche sie bewohnen . Ihre Wohnungen stehen in weiten Entfernungen , oft zehn Stuu - den weit auseinander . Aber die eigentliche Wohnuug des Ll anero ist der Sattel . Sein Dasein ist mit jenem seiner Heerdeu verwach - sen . Die Bewachung der zahlreichen Pferde - und Riuderheerdeu , welche diese fruchtbaren Weiden bevölkern , ist seine Hauptaufgabe . Er durcheilt die Ebene , auf deuen kein einziger Pfad ist , mit der - selben Sicherheit und Kenntniß der Gegend , wie ein Schiffer das 
ihm wohlbekannte Meer . Gränzmarkeu keimt mau in diesen Ebenen nicht , aber der Llanero weiß trotzdem genau , ob seiue Heerdeu auf eigenem Gebiete oder dem des Nachbars weideu . Sein Leben ver - fließt in Einsamkeit und Thätigkeit . Bis zum nächsten Nachbar hat er wohl eine Tagereise , von Zeit zu Zeit besucht ihn ein Rei - sender oder ein wandernder Kaufmann , den er in seiner Verderb - ten Sprache mcrca chifles uennt . Von Dingen , die jenseit seiner Weiden und Heerde» liegen , weiß der Llanero nichts . 
Wie wohnt ein solcher Hirt und wie lebt er ? Wenn wir uns in deil Grasebenen ans einen erhöhten Punkt stellen , zum Beispiel auf eiiteit Hügel iu der vom reißenden Apnre durchströmten Pro - vinz Barinas , danu feheu wir hier und da unregelmäßige Grup - Pen von Palmen aus dem wellenförmigen Wiesenboden aufsteigen . Diese Baumgruppen werden in der Sprache des Landes Matas genannt und bilden zugleich die Gränzen der Ebene von Vene - zuela . In der Nähe einer jeden finden wir den H a t o , die Wohnung des Llanero , eine einfach gebaute Hütte , deren Fnßboden sich wenige Fnß über dem feuchten Boden erhebt ; das Dach besteht aus Palm - blättern . Ein Geflecht von Zweigen scheidet die Wohnung in zwei Theile , deren kleinerer für die Frauen bestimmt ist . Der größere ist mit einem halben Dutzend Rinderhänten ausgestattet ; die Haut eines Jaguar und einige hübsch aus Bambusrohr gearbeitete Sessel fehlen nicht . Dieses Zimmer dient znm Empfange der Fremden , als Schlafkammer , als Arbeitsraum während der Mo - nate , in welchen die Llanos überschwemmt sind , und , wenn mau die Phantasie zn Hülfe nimmt , auch als schützendes Dach für den Llanero selbst . In einiger Entfernung befindet sich der Corral oder Stall , eine weite Einzäunung , in welche man die Heerden treibt , wenn man sie mit der Brandmarke zeichnen oder zählen will . 
Die Hatos oder Gehöfte gehören meistens Kreolen , welche die an den Gränzen gelegenen Städte bewohnen . Die Insassen der - selben sind aber Hateros , Halbbarbaren , welche nur über das
	        

Download

Downloads

Der Text kann in verschiedenen Formaten heruntergeladen werden.

Ganzer Datensatz

ALTO TEI Volltext
TOC

Diese Seite

ALTO TEI Volltext

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Suchtreffer

Suchtreffer

Das O.H.H.-Magazin
6 / 16
Einladung mir vorläufigem Programm zum 18. Kongress in Berlin am 2. und 3. Juni 1955
Zurück zur Trefferliste Zurück zur Trefferliste

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.