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Globus, 14.1868

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Globus, 14.1868

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709345
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709345
Persistenter Identifier:
DE-11-001832350
Titel:
Globus, 87.1905
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1905
Signatur:
LA 3252-87
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Sonstiges

Strukturtyp:
Sonstiges
Titel:
[Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 14.1868
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichniß
    [V]
  • Zeitschriftenheft
    [1]
  • Zeitschriftenheft
    [33]
  • Zeitschriftenheft
    [65]
  • Zeitschriftenheft
    [97]
  • Zeitschriftenheft
    [129]
  • Zeitschriftenheft
    [161]
  • Zeitschriftenheft
    [193]
  • Zeitschriftenheft
    [225]
  • Zeitschriftenartikel: Capitän Mage's Aufenthalt beim König Ahmadu zu Segu am obern Niger. I.
    [225]
  • Zeitschriftenartikel: Aus den Urwäldern am Obern See in Nordamerika / Gredner, Hermann
    234
  • Zeitschriftenartikel: Einwirkung des Racencharakters auf die Religionen und deren Umwandlung
    236
  • Zeitschriftenartikel: Ein Lynchgericht in Australien. II. / Oberländer, Richard
    240
  • Zeitschriftenartikel: Die Bedeutung der Erdkunde
    243
  • Zeitschriftenartikel: Ein Racenkampf im nordwestlichen Theile der Cap-Region. Ein Bild aus dem Völkerleben Südwest-Afrikas. II. / Hahn, Theophilus
    245
  • Zeitschriftenartikel: König Midas in mongolischem Gewande / Gabelentz, Georg von der
    248
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    249
  • Zeitschriftenheft
    [257]
  • Zeitschriftenheft
    [289]
  • Zeitschriftenheft
    [321]
  • Zeitschriftenheft
    [353]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

Einblicke in den 
sie auf Zauberei und räth , den Teufel und seine Helfershelfer durch Sympathie zu bekämpfen . Demgemäß wird ein Imam oder Derwisch herbeigeholt , oder der Kranke , wenn er es ver - tragen kann , nach der Moschee seines Viertels gebracht . Der Priester beginnt nun seinen Hokuspokus , indem er aus dem Koran , dicht vor den Patienten sich hinstellend , einige Suren mit lauter Stimme abliest . Dann legt er ihm die Hände auf deu Kopf , drückt ihu hin und her , bläst und schreit ihn an oder besprengt ihn mit dem als heilkräftig geachteten Was - ser irgend eines Brunnens . Schließlich schreibt er einige Verse des Korans anf einen Zettel , überreicht ihn den : Kran - ken und empfiehlt ihm , denselben entweder in einer silbernen Kapsel als Amulet auf dem Leibe zu tragen oder irgendwo in einer Mauerritze seines Hauses zu verstecken . Wenn er nun ein Uebriges thnt und einen Lappen seiner Kleidung an einem Orte , sei es ein Baum , das Gitter eines Tempel - oder Friedhoffensters , sei es irgend ein Platz , wo sich ein be - grabener Heiliger befindet oder nächtlich umgeht , anbindet , so ist er gewiß , daß er von seinem Uebel , insoweit es wenigstens der Einwirkung der Dschin beizumessen ist , befreit werden wird . 
Selbst die Christen glauben an diese Sympathie und lassen sich in vielen Fällen von den mohammedanischen Prie - stern behandeln . Jndeß zuweilen wird es augenscheinlich , daß bei vielen Leiden , aller Entzauberung ungeachtet , ganz andere Kräfte als die der subordiuirteu Dämone thätig sein müssen , und man vermuthet endlich , daß Allah persönlich da - bei im Spiele sei . Dann ist allerdings die Noth groß und es ist die Vorherbestimmung , welche in ihre Rechte tritt . Das Kysmet des Mannes ist , daß er sterben muß , und er sterbe und lasse sich darüber weiter keine grauen Haare wachsen ! Wer jedoch Geld hat , bequemt sich nicht so resignirt in sein Schicksal , sondern , nachdem er alle Schriftgelehrten , Stern - denter und Zauberer der Stadt ohne Erfolg consultirt hat , muß von dem Minaret der Mnesin die Gläubigen öffent - lich zum Gebet für seine Errettung aus der Todesgefahr auffordern . Alle Dienste , die der Imam leistet , müssen natür - lich bezahlt werden . Ist die Krankheit hingegen einer Natur , von der man weiß , daß sie den Medicamenten weicht , oder ist einer Freigeist genng , um von ihnen auch in besonderen Fäl - len Hülfe zu hoffen , so wendet man sich an einen einheimi - schen Arzt oder Chirurgen . Der eine und der andere sind Praktiker , die ihr Wissen und ihre Kunst der Erfahrung ver - danken , welche sie als Barbiere oder Droguenhändler zu sam - meln angefangen hatten . Von der Anatomie wissen sie nichts . Wird ein solcher Giftkünstler zu einem Kranken bestellt , so waffnet er sich mit dem gehörigen Vorrath von Verschlagen - heit und Quacksalberwürde . Zuerst prüft er den Kranken und stellt , so gut er kann , seine Diagnose . Ist ihm das Uebel bekannt und glaubt er es mit einigen hausbackenen Mitteln heilen zu köuueu , so nimmt er eine gravitätische Miene an , wird bedenklich und behauptet , der arme Patient sei dem Tode ganz nahe , sei so gut wie verloren . Wenn nun der Verurtheilte und die bekümmerte Familie in ihn dringt und ihn anfleht , doch irgend etwas wenigstens Versuchs - weise zu verordnen , so läßt er sich allmälig rühren , wird weicher und weicher und bemerkt endlich , daß die Umstände zwar verzweifelt seien , er aber als großer Arzt gegen gntes Honorar allenfalls die Todten auferwecken könne . Nun wird gehandelt und geschachert , und der schlaue Doctor sixirt eine Pauschale , die ihm auszuzahlen ist , wenn der Patient voll - kommen genesen ; natürlich rechnet er nnter dem Vorwand , daß alles Risico auf seiner Seite fei , die Summe fabelhaft hoch , und unbemittelte Leute müssen ihm oft eine Fiebercnr mit fünfzig Thalern vergüten . Stirbt sein Mann , so geht er allerdings leer aus . Dagegen hütet er sich wohl mit 
- manischen Orient . 109 
Schwindsüchtigen und Leuten , die verjährten Uebeln unterlie - gen müssen , einen Contract auf Lebeu und Tod abzuschließen ; dann spielt er den Menschenfreund und setzt den Angehörigen aus einander , daß er freilich die beste Hoffnung hege , den Mann wieder herzustellen , doch wäre die Summe , die er in Anbetracht der Verschwendung an Zeit , Kunst und Mitteln für die definitive Heilung veranschlagen müsse , so hoch , daß sie gar nicht zu erschwingen sei , und er ihnen daher in ihrem Interesse riethe , ihm eiu monatliches Fixum contractlich fest - zustellen . Davon geht er nicht ab , und erst , wenn er das von den Zeugen untersiegelte Papier in Händen hat , beginnt er die Cur . 
Ein Arzt , der in Bagdad oder überhaupt im Orient an - ders verfahren und sich auf die Ehrbarkeit und Dankbarkeit feiner Kunden verlassen wollte , müßte verhungern . In einer Stadt von 50 , 000 bis 100 , 000 Einwohnern vermag sich auch nicht ein einziger europäischer Doctor , der uicht auf die beschriebenen Charlatankünste eingeht , von seiner Praxis zu ernähren . Derartige Versuche sind , Konstantinopel , Smyrna und Beirut etwa ausgenommen , stets kläglich gescheitert , und die Aerzte , welche man im Innern findet , sind entweder in Negiernngsdiensten oder sie fristen ihr Dasein , indem sie benbei mit Apothekerwaaren Handel treiben . — Doch auch das Apothekergeschäft ist durchaus keiu glänzendes . Der Arzt , der sich nicht vorausbezahlen läßt oder getrost , was er Schwarz auf Weiß erhält , nach Hause trägt , ist ein betrogener Mann und erntet für seine Mühe und vielleicht Unkosten nicht ein - mal einen Dank , dagegen macht der gewiefte Charlatan oft glänzende Geschäfte . Ein besonders glücklicher , noch gar nicht ausgebeuteter Industriezweig wäre , iu Irak und Ära - bien mit einem Stück Höllenstein ans den Dörfern herumzu - reisen und mittelst einer schwachen Auslösung desselben die zahlreichen Augenkranken gegen gleich baare Bezahlung zu heilen . 
Helfen weder Zaubersprüche , noch Sympathien , noch Ammentränkchen , noch Drognen und tritt der snpreme Mo - ment ein , der den Menschen der Erde znrückgiebt , von der er genommen ist , so lauschen die Angehörigen , um das Lager versammelt , mit steigender aber stummer Angst , wie die Schat - ten des Todes die Blicke des Sterbeudeu mehr und mehr verdüstern . Kauui aber flieht der letzte Seufzer über die fahlen Lippen und die erstarrenden Glieder strecken sich noch einmal , um sich nimmermehr zu rühren , so bricht Plötzlich der nmhsam verhaltene Jammer der Weiber , mögen sie nun Verwandte oder Freunde oder Neugierige sein , in wahrhaft herzzerreißenden Sceuen los . Empfinden Naturmenschen den tiefen Schmerz der Trauer in einem höhern Grade als Cul - turmenschen oder wissen sie ihre Gefühle weniger zu verber - gen ; geuug , wer eine Todtenklage von Orientalen nicht mit angesehen hat , kann sich keine Vorstellnng machen , wie er - greifend der Verlust eines Angehörigen von ihnen aufgefaßt wird . Mag auch viel Couveuieuz dabei im Spiele fein , so läßt sich doch der Beweis von großer Anhänglichkeit und Liebe in ihren nngemessenen Schmerzansbrüchen nicht ver - kennen . Die Männer bezähmen meist ihre Empfindungen und trauern still , aber die Weiber verfallen geradezu in eine Art Raserei . Sie zerreißen sich die Kleider , sie zerraufen sich die Haare , sie schlageU heftig au ihre Brüste , sie wälzen sich auf dem Boden und streueu , von Minute zu Minute laut aufkreischend , Staub und Asche auf ihre Häupter . Sind sie total erschöpft , so rufen sie dennoch unaufhörlich den Na - men des Verblichenen , z . B . „ Aali ! Aali ! Aali ! Wo bist du , Aali ! Warum bist du todt , Aali ! O wäre ich für dich gestorben ! O Aali ! Aali ! Aali ! " Andere nicht direct bei dem Todesfall betheiligte Frauen suchen vergebens die Haupt - leidtragenden zu beruhigen , sie reißen sich , wenn sie können ,
	        

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