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Zeitschrift für Ethnologie, 35.1903

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Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Zeitschrift für Ethnologie, 35.1903

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714784
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714784
Persistenter Identifier:
BV041217508
Titel:
Globus
Untertitel:
illustrierte Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde
Weitere Titel:
Globus
Erscheinungsort:
Braunschweig
Verlag:
Vieweg
Erscheinungsjahr:
1862
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709348
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709348
Persistenter Identifier:
DE-11-001832353
Titel:
Globus, 90.1906
Erscheinungsjahr:
1906
Signatur:
LA 3252-90
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Zeitschrift für Ethnologie
    -
  • Zeitschrift für Ethnologie, 35.1903
    -
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Titelseite
    -
  • Anmerkungen: Zeitschrift für Ethnologie
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Chronologisches Inhaltsverzeichnis der einzelnen Hefte. Verzeichnis der Tafeln
    [III]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 35, 1903, Heft 1
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 35, 1903, Heft 2/3
    [161]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 35, 1903, Heft 4
    [537]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 35, 1903, Heft 5
    [681]
  • Zeitschriftenheft: Bd. 35, 1903, Heft 6
    [849]
  • Zeitschriftenartikel: I. Abhandlungen und Vorträge. 1. Material zur Ethnographie und Sprache der Guayakí-Indianer / Vogt, F.
    [849]
  • Zeitschriftenartikel: 2. Bericht über einen anthropologischen Streifzug nach London und auf das Plateau von Süd-England / Klaatsch, Hermann
    875
  • Zeitschriftenartikel: Berichtigung / Goldstein, Ferdinand
    921
  • Protokoll: II. Verhandlungen. Sitzung vom 21. November 1903
    [922]
  • Protokoll: Ausserordentliche Sitzung vom 23. November 1903
    [993]
  • Protokoll: Sitzung vom 19. Dezember 1903
    [994]
  • Zeitschriftenrezension: Ill. Literarische Besprechungen. Klaatsch, H., Entstehung und Entwicklung des Menschengeschlechtes. [Weltall und Menschheit. Bd. II] / Luschan, Felix von
    [1035]
  • Zeitschriftenrezension: Krämer, Augustin, Die Samoa-Inseln, Entwurf einer Monographie mit besonderer Berücksichtigung Deutsch-Samoas. Herausgegeben mit Unterstützung der Kolonial-Abteilung des Auswärtigen Amtes, Zwei Bände / Luschan, Felix von
    1036
  • Zeitschriftenrezension: Frobenius, Leo. Völkerkunde in Charakterbildern. I. Bd: Aus den Flegeljahren der Menschheit. II. Bd.: Die reifere Menschheit / Ehrenreich, Paul
    1038
  • Korrekturen: Berichtigung
    1038
  • Literaturverzeichnis: IV. Eingänge für die Bibliothek
    [1039]
  • Inhaltsverzeichnis: Alphabetisches Inhaltsverzeichnis
    [1041]
  • Leerseite
    -
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

— guy — 
Perle schon bei einer Tiefe von einem Faden, also etwa 6^ anstandslos 
fahren konnte. 
Zur Monsunzeit, also von Mai bis November, gehórt diese Seefahrt 
zweifellos zu den gefährlichsten. Der Selbsterhaltungstrieb gebietet allen 
grôsseren, zwischen Singapore und Rangoon verkehrenden Dampfern den 
Archipel zu jeder Jahreszeit zu meiden. 
Hillos wie ein Kind waren unsere „Perle“ und unsere schwarze Be- 
Mannung, wenn uns der Wind im Stich liess und starke Gegenströmungen 
Uns vom beabsichtigten Kurse wegdrängten. 
Eines Abends zwang uns einbrechende Dunkelheit, an der Südwest- 
Spitze der Insel Kithareng in einer schönen, von Kokospalmen eingesäumten 
Bucht Anker zu werfen. 
Nach einem kurzen, aber phantastisch schönen Sonnenuntergang, der 
das Firmament in allen Farben erstrahlen liess, erfüllte tiefes Dunkel das 
All. Gespenstisch flatterten über unserem Boot grosse Schwärme fliegender 
Hunde, die von einer Insel geflogen kamen, um in einem nahen Wald 
Nahrung zu suchen. 
Ab und zu vernahm man aus der Ferne das Gekreisch aufgescheuchter 
Affen oder die unartikulierten Laute wilder Tiere. 
Ein herrliches Meerleuchten, wie ich es nur einmal vorher im Roten 
Meer gesehen, verlieh dem Abend einen wunderbaren Zauber. Gleich 
feurigen Schlangen wülzten sich die silberigen Fluten durch die Nacht; nur 
lie unkenartigen Rufe des Katzenhaies durehbrachen die andachtsvolle Stille. 
Am Ufer auftauchende Feuer gaben uns die Zuversicht, dass wir ein 
Selunglager entdeckt hatten. 
Längs einer prachtvollen, von Kokospalmen bestandenen Bucht, die 
der weisse Sand des Strandes gleich einem Saum einfasste, fand ich das 
aus fünf bis sechs Hütten bestehende Malayendorf Mawyua, wo auch 
Mehrere Selungfamilien ihre Lager aufgeschlagen hatten. 
Gleich scheuen Hunden verkrochen sich die Selungs in ihre Hütten, 
aus denen sie fürs erste nicht zu locken waren; sie sahen verhungert und 
Verkommen aus und waren vielfach mit Blattern und widerlichen Aus- 
Schlägen ‚behaftet. 
Um ihre Körper hatten sie von der Hüfte bis zu den Knieen reichend 
ein rohes Gewebe, das sie von den Chinesen einhandeln, geschlungen; 
Sonst trugen sie weder Schmuck noch Waffen. 
Einbrechende Nacht zwang mich, an Bord der Perle zurückzukehren; 
àm nächsten Morgen fuhr ich, auf Mitteilungen einer alten Malayin fussend, 
Nach einer Landzunge am südlichen Ende der Bucht, die durch Erosion 
zur Flutzeit bereits eine selbständige Insel bildet. Dort befand sich ein 
Srôsseres Selunglager. - 
Ungeheures Aufsehen erregte mein unerwartetes Erscheinen. Das 
Lager bestand aus einem Dutzend erbärmlicher Hütten und zwar aus in 
die Erde gerammten Pfählen, über die als Fussboden in Manneshóhe un- 
behauene Zweige gebreitet lagen. 
Feste Wände oder ein Dach haben diese Quartiere nicht; beide be- 
Stehen aus ceflochtenen Matten oder aus aneinander gehefteten Palmblättern. 
OT 2° 
a1 
Ue
	        

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