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Globus, 84.1903

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

Objekt: Globus, 84.1903

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709511
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709511
Persistenter Identifier:
DE-11-001853193
Titel:
Anthropos, 16/17.1921/22
Erscheinungsjahr:
1921
Signatur:
LA 1118-16/17
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
16. Jahrgang, 1921
Sonstige Person:
Schmidt, W.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 84.1903
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXXXIV. Bandes
    [V]
  • Leerseite
    -
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 2. Juli 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 9. Juli 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [21]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 16. Juli 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [37]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 23. Juli / Andree, H. Singer; Richard
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 30. Juli 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [69]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 6. August 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [85]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 13. August 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [101]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 27. August 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [117]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 3. September 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [133]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 10. September 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [149]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 17. September 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [165]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 24. September 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [181]
  • Zeitschriftenartikel: Staubfälle, Blutregen, Blutschnee / Krebs, Wilhelm
    [181]
  • Zeitschriftenartikel: Wohnstätten und Hüttenbau im Togogebiet. II. (Schluß.) / Klose, H.
    184
  • Zeitschriftenartikel: Geschichte und Herkunft der schweizerischen Alpenflora / Roth, E.
    192
  • Zeitschriftenartikel: Die russischen Sekten
    193
  • Zeitschriftenrezension: Bernhard Stern: Medizin, Aberglaube und Geschlechtsleben in der Türkei. Mit besonderer Berücksichtigung der mosleminischen Nachbarländer und der ehemaligen Vasallenstaaten. Eigene Ermittelungen und gesammelte Berichte. Zwei Teile
    194
  • Zeitschriftenrezension: M. F. de Saintignon: Sur les tremblements de terre. Pressions différentielles dans les fluides / Greim
    194
  • Zeitschriftenrezension: Angelo Heilprin: Mont Pelée and the Tragedy of Martinique. A Study of the Great Catastrophes of 1902, with Observations and Experiences in the Field / Bergeat
    194
  • Zeitschriftenrezension: G. Hölscher: Palästina in der persischen und hellenistischen Zeit. (Quellen und Forschungen zur alten Geschichte und Geographie, herausg. v. W. Sieglin, 5. Heft.) / Ruge, W.
    195
  • Zeitschriftenartikel: Kleine Nachrichten
    195
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1. Oktober 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [197]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 8. Oktober 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [213]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 15. Oktober 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [229]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 22. Oktober 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [245]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 29. Oktober 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [261]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 5. November 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [281]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 19. November 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [297]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 26. November 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [313]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 3. Dezember 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [329]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 10. Dezember 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [345]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 17. Dezember 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [361]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 24. Dezember 1903 / Andree, H. Singer; Richard
    [377]
  • Sonstiges: [Inhalt, Eingesendete Neuigkeiten, Werbung]
    [uncounted]
  • Nachsatzblatt
    [uncounted]
  • Hinterer Buchspiegel
    [uncounted]
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

278 
Kleine Nachrichten. 
man die Richtung nach Norden zum Oberlauf des Mun-Aya 
ein und fand an seinem linken Ufer den Ort Baddje (Wadye 
gilt auf der Karte als Beiname des Mun-Aya) und, offenbar 
nahe gegenüber, den Ort Byamesso. Man wandte sich 
dann nach Südosten und Süden und kam über Njang und 
Mbakum bei Mamfe wieder an den Crossfluß, nahe der 
Mündung des Baliflusses, von wo aus eine kurze Rekognos 
zierungsfahrt stromaufwärts unternommen wurde. Über 
Ntschang ging der Heimweg zur Station Ossidinge. 
Als Resultat dieser nur als Vorstoß zu betrachtenden Ex 
pedition ergab sich folgendes: Überall ist das Land bebaut 
mit Bananen, Yams, Pfeffer und oft auch mit Tabak; außer 
dem besitzt es mächtige Bestände von Raphia- und Ölpalmen. 
Die Bevölkerung benahm sich anfangs sehr scheu, ließ sich 
aber später gern auf freundschaftliche Verhandlungen ein. 
Für den Handelsverkehr wichtig ist die Entdeckung einer 
wahrscheinlich ungehinderten Schiffahrt während der Regen 
zeit auf dem Crossfluß bis Mbio (vielleicht Biu, 5° 4o' nördl. 
Br.) und auf dem Mun-Aya bis Baddje und ferner die Er 
kundung eines Weges, welcher das Crossgebiet mit Baliland 
verbinden würde: nämlich Ossidinge, Mamfe, Kesham, 
Okbampe, Biteku und von hier aus in drei Tagen nach 
Bali. Da Graf Pückler im Oktober d. J. diese Tour zu 
unternehmen beabsichtigt und dann jedenfalls seinen Bericht 
durch eine Routenaufnahme erhellen wird, so wird unsere 
gegenwärtig nur angeregte geographische Wißbegierde hoffent 
lich künftig volle Befriedigung erfahren. B. P. 
— Die „gelbe Gefahr“ in Ostasien. Während die 
Russen im fernen Osten ihre politische Herrschaft im Gebiet 
der gelben Rasse beständig ausdehnen, revanchiert sich diese 
durch wirtschaftliche Eroberungen unter ihren europäischen 
Gegnern. So beklagen sich die „Sib. Gas.“ und die „Amursk. 
Gas.“ über das Auf tauchen der Chinesen in Irkutsk und im 
Amurgebiet, der „Dalni Wostok“ über die Ausbreitung der 
Japaner in der Mandschurei. Wie das letztere Blatt be 
richtet, leben in Port Arthur bereits 538, in Charbin 495, in 
Dalni 289 Japaner, und auf jeder Station der ostchinesischen 
Bahn Anden sich einige von ihnen. „Warum kommen sie 
hierher?“ fragt die „Now. Wr.“, zählt dann die verschiede 
nen Gewerbezweige auf, welche die Chinesen und Japaner 
an sich reißen, und klagt über die Unbeweglichkeit der 
russischen Handwerker, die nicht daran denken, in den 
fernen Osten auszuwandern, wo ihre Arbeit viel besser be 
zahlt würde. — In einer Korrespondenz aus Tokio wird in 
demselben Blatte die japanische Nationalausstellung von 
Osaka geschildert und unter anderem angeführt, welches Bild 
man dort von der Entwickelung der japanischen Han 
delsschiffahrt erhält. Am japanischen Handel waren be 
teiligt : 
Im Jahre 
Die japanischen Fahr 
zeuge mit 
Die ausländischen 
Fahrzeuge mit 
1896 
11,90 
Proz. 
88,10 Proz. 
1897 
18,50 
}) 
81,50 „ 
1898 
24,64 
75,36 „ 
1899 
32,56 
67,44 „ 
1900 
30,75 
69,25 „ 
1901 
36,20 
» 
63,80 „ 
1902 
39,00 
» 
61,00 „ 
Die Eisenbahngesellschaften San - Jo - Tezudo und Söul- 
Fusan hätten den Plan der bequemsten Verbindung zwischen 
Tokio und Söul ausgestellt. Nach Beendigung der Söul- 
Fusaner Bahn werde die Fahrt von Söul nach Tokio nur 
44 Stunden dauern. 
— Die deutsche Kolonie Stidia in Algerien. 
Aus einer Monographie V. Démontés’ über die deutsche Kolonie 
Stidia in Algerien sei hier einiges mitgeteilt. Im Jahre 1846 
siedelte auf ihre Bitte die französische Regierung 65 deutsche 
Auswandererfamilien aus der Gegend von Trier, die bei 
Dünkirchen Schiffbruch erlitten hatten, und zu denen sich 
später noch einige andere zugesellten, am Brunnen Stidia an 
der Arzewbai bei Oran an. Es waren im ganzen 467 Personen, 
darunter aber nur 84 erwachsene Männer. Die Gegend ist 
dort gut bewässert, fruchtbar und gesund, und jede Familie 
erhielt 10 ha Land mit einem fertigen Haus und Garten. 
Trotzdem stets ein Geburtenüberschuß vorhanden war — 47 
bis 50,4 Geburten, 35 Sterbefälle auf 1000 —, hat die deutsche 
Einwohnerzahl von Stidia infolge Abwanderung nach anderen 
Teilen Algeriens fast ständig abgenommen; sie belief sich 1849 
auf 400, 1856 auf 343 und ging weiter auf 254, 133 und 
schließlich 46 zurück, während infolge Zuzugs von Franzosen 
und Arabern die gesamte Einwohnerzahl Stidias 642 erreicht 
hat. Die Abwanderung erklärt sich wieder dadurch, daß 
infolge der Vereinigung von größerem Landbesitz in den 
Händen weniger die Existenzbedingungen für die übrigen 
nicht ausreichten. Politisch sind jene rheinländischen Deutschen 
natürlich längst zu Franzosen geworden, und sie genügen 
auch ihrer Militärpflicht im französischen Heer, von wo sie, 
wie Démontés bemerkt, als Franzosen zurückkommen; trotz 
dem aber sind sie im Typus, in der Sprache und in ihren 
Sitten Deutsche geblieben. Sie heiraten fast stets unterein 
ander, doch finden ab und zu Heiraten zwischen deutschen 
Mädchen und französischen Soldaten, die nach Erfüllung 
ihrer Dienstpflicht sich in Stidia ansiedeln, statt. Auch die 
Seelsorge und der Schulunterricht sind noch deutsch, doch 
spricht man auch Französisch, und in den Schulen wird 
das Französische gelehrt. Jedenfalls wir über kurz oder lang 
diese kleine deutsche Insel von dem sie umgebenden fran 
zösischen Meere verschlungen sein, wie Démontés meint. 
— Für die Namengebung, Namenübersetzung, 
Schreib- und Sprechweise der geographischen 
Namen in den deutschen Schutzgebieten sind laut 
„Kolonialblatt“ vom 1. September neue Grundsätze auf 
gestellt, die die vom 15. August 1892 ersetzen sollen. In 
die Aufstellung der neuen Grundsätze haben sich Kommissare 
des Reichsmarineamts, des Reichspostamts und der Kolonial 
abteilung des Auswärtigen Amts geteilt. In der Namen 
gebung ist bekanntlich bei uns furchtbar gesündigt worden, 
namentlich in früheren Jahren; doch hörte man noch kurz 
vor der Veröffentlichung der neuen Grundsätze, daß einige 
Orte in Südwestafrika umgetauft seien, weil ihre ein 
heimischen Namen — zu schwer zu behalten wären! Nun 
also heißt das vornehmste und sehr richtige Prinzip: „Die 
einheimischen Namen sind mit der größten Sorgfalt fest 
zustellen und beizubehalten.“ Wo das nicht möglich ist, 
sollen solche Namen gewählt werden, die sich aus der Eigen 
art der Örtlichkeit ergeben. In der Wissenschaft anerkannte, 
also seit langem feststehende Namen sind nicht zu ändern. 
Aus den Grundsätzen für die Schreib- und Sprechweise ist 
folgendes bemerkenswert: Die Schrift hat den Wortlaut so 
genau wiederzugeben, wie dies mit deutschen Schriftzeichen 
möglich ist. Vokale und Diphthonge werden so geschrieben, 
wie sie in der deutschen Sprache klingen. Für äu, eu, oi 
und oy wird nur eu, für ai, ei, ay und ey nur ei gesetzt. 
Besondere Dehnung eines Vokals wird nur durch einen 
Dehnungsstrich (Agöme), besondere Kürzung nur durch das 
Kürzezeichen (Mohöro) kenntlich gemacht. Auf der Karte 
müssen Akut zur Bezeichnung der betonten Silbe, Länge- 
und Kürzezeichen der Vokale so lange angewendet werden 
(Agome), bis die richtige Aussprache der einheimischen 
Namen allgemein bekannt ist. Von den Konsonanten werden 
„als entbehrlich“ folgende Schi-iftzeichen ausgeschieden: 
c, ck, ph (sofern es wie f gesprochen wird), q, v, y, z. Der 
weiche s-Laut wird durch s (Masinde), der scharfe, durch 
ss bezeichnet (Ssongea). Für qu ist kw zu setzen (Rükwa). 
Zur Prüfung und endgültigen Feststellung der Namen wird 
eine ständige Kommission eingesetzt. Eine Änderung der 
Namen im Kiautschougebiet unterbleibt aus praktischen 
Gründen. 
Nach den Vorschriften von 1892 ist in der Schreibweise 
der Namen, abgesehen vielleicht von amtlichen Veröffent 
lichungen, in den letzten Jahren ohnehin nicht immer ver 
fahren worden, und man neigte den jetzt eingeführten Grund 
sätzen zu. Diese sind im allgemeinen annehmbar, wenn es 
uns auch als zu weitgehend erscheint, daß eine Reihe von 
Konsonanten ausscheiden und eine Anzahl doch sehr ver 
schiedener Diphthonge nur durch eu und ei wiedergegeben 
werden sollen. 
— Über Leichenbestattung in Yap (Westkarolinen) 
berichtet im „Kolonialblatt“ vom 1. Oktober Regierungsrat 
Dr. Born. Er sah zunächst die Aufbahrung und Aus 
stellung einer Toten kurz vor der Beerdigung. Die Leiche 
lag auf der Vorveranda des Hauses auf einer mit Matten 
belegten, aus starken Bambusstämmen gefertigten Bahre. 
Um sie herum saß eine große Anzahl von älteren Frauen. 
Durch die Nasenscheidewand der Toten war ein Stück 
des grünen Stengels des „Ritsch“ hindurchgeführt, um den 
Hals war das schwarze Band „Marefau“, das Kennzeichen 
der verheirateten Frau, geschlungen, die Lippen waren mit 
„Ngell“ zinnoberrot gefärbt, und der ganze Körper war stark 
mit „Reng“ eingerieben. Die beiden Grasröcke waren aus 
roten, grünen und gelben Blättern gefertigt. Die Bestattung 
verläuft derart, daß die Bahre von vier bis acht Männern
	        

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