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Globus, 63.1893

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Der Status des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte für diesen Datensatz wurde nicht geprüft oder ist unklar. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an die Organisation, die das Objekt zur Verfügung gestellt hat.

Bibliographische Daten

fullscreen: Globus, 63.1893

Zeitschrift

Strukturtyp:
Zeitschrift
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-714789
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-714789
Persistenter Identifier:
BV041701500
Titel:
Anthropos
Untertitel:
internationale Zeitschrift für Völker- u. Sprachenkunde
Weitere Titel:
Anthropos
Erscheinungsort:
Fribourg
Verlag:
Ed. St. Paul, Anthropos-Institut
Erscheinungsjahr:
1906
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie
Wissensgebiet:
Sozial- und Kulturanthropologie > Allgemeines

Zeitschriftenband

Strukturtyp:
Zeitschriftenband
Werks-URN (URL):
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:kobv:11-709548
URN:
urn:nbn:de:kobv:11-709548
Persistenter Identifier:
DE-11-001871391
Titel:
Anthropos, 31.1936
Erscheinungsjahr:
1936
Signatur:
LA 1118-31
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenheft

Strukturtyp:
Zeitschriftenheft
Titel:
Bd 31, 1936, Heft 5, 6
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Zeitschriftenartikel

Strukturtyp:
Zeitschriftenartikel
Titel:
Beiträge zur Chronologie und Astronomie des alten Zentralamerika
Sonstige Person:
Schulz, C.
Sammlung:
Zeitschriften und Zeitungen > Zeitschriften zur Ethnologie

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

  • Globus
    -
  • Globus, 63.1893
    [III]
  • Vorderer Einband
    -
  • Vorderer Buchspiegel
    -
  • Vorsatzblatt
    -
  • Vorblatt
    [I]
  • Titelseite
    [III]
  • Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis des LXIII. Bandes
    [V]
  • Korrekturen: Druckfehler im LXIII. Bande
    VIII
  • Zeitschriftenheft: Nr. 1. 1893 / Andree, Richard
    [1]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 2. 1893 / Andree, Richard
    [21]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 3. 1893 / Andree, Richard
    [37]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 4. 1893 / Andree, Richard
    [53]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 5. 1893 / Andree, Richard
    [69]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 6. 1893 / Andree, Richard
    [85]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 7. 1893 / Andree, Richard
    [101]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 8. 1893 / Andree, Richard
    [117]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 9. 1893 / Andree, Richard
    [133]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 10. 1893 / Andree, Richard
    [149]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 11. 1893 / Andree, Richard
    [165]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 12. 1893 / Andree, Richard
    [185]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 13. 1893 / Andree, Richard
    [201]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 14. 1893 / Andree, Richard
    [217]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 15. 1893 / Andree, Richard
    [233]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 16. 1893 / Andree, Richard
    [249]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 17. 1893 / Andree, Richard
    [265]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 18. 1893 / Andree, Richard
    [281]
  • Zeitschriftenartikel: Ein Besuch in Atjeh auf Sumatra / Schott, Gerhard
    [281]
  • Zeitschriftenartikel: Die Ornamente der Betsileo-Malgassen / Sengstake, F.
    289
  • Zeitschriftenartikel: Der Nephrit der Neuseeländer / Klittke, M.
    290
  • Zeitschriftenartikel: Höhe und Zuggeschwindigkeit der Wolkenformen / Bebber, van
    293
  • Zeitschriftenartikel: Der jetzige Stand der nordamerikanischen Indianer / Scobel, A.
    295
  • Zeitschriftenartikel: Aus allen Erdtheilen
    296
  • Zeitschriftenheft: Nr. 19. 1893 / Andree, Richard
    [297]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 20. 1893 / Andree, Richard
    [317]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 21. 1893 / Andree, Richard
    [333]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 22. 1893 / Andree, Richard
    [349]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 23. 1893 / Andree, Richard
    [365]
  • Zeitschriftenheft: Nr. 24. 1893 / Andree, Richard
    [381]
  • Nachsatzblatt
    -
  • Hinterer Buchspiegel
    -
  • Hinterer Einband
    -
  • Farbkeil
    -

Volltext

2 Prof . Dr . Ludwig Brackebusch : Die Penite 
gehört nur wenig Einbildungskraft dazu , um in ihnen Denk - mäler göttlichen Zorns , die gleich Lots Weibe für Ver - brechen bestraft sind , zu erblicken . " 
Auch andere Kordillerenreisende , deren Werke weniger bekannt sind , haben über die Penitentes berichtet ; ich gehe über sie hinweg und wende mich zu dem Reisenden , der sie erst in weiteren Kreisen bekannt gemacht , nämlich Dr . P . Güßfeldt . Diesen bekannten und berühmten Hochgebirgs - forscher , welcher seit einer Reihe von Jahren die Alpen und speziell ihre Schneeverhältnisse studiert und dabei manchen noch jungfraulichen Berggipfel oder Paß überwunden hatte , trieb es vor nunmehr zehn Jahren hinüber über den Atlantischen Ozean , um den König der amerikanischen Berge , den fast 7000 in hohen Aconcagua , auf argentinischem Gebiete gelegen , zu bewältigen . Die Ergebnisse dieser Reise hat Güßfeldt in mehreren Publikationen , deren Hauptfach - lichste seine „ Reise in den Andes von Chile und Argen - tinien , Berlin 1888 " ist , der wissenschaftlichen Welt und dem größeren Publikum zugänglich gemacht . Bevor er zn seiner Aconcagnabesteignng ( die bekanntlich nicht ganz ihr Ziel erreichte ) schritt , nahm er sich vor , die Kordilleren der Umgebung von Santiago de Chile zu passieren , uud kreuzte dieselben auf den von ihm so benannten Passe de las Leuas und dem des Maipo * ) . Als er von ersterem zu dem Cajon Aucho ( 34° 30' südl . Br . , 3600 m hoch ) genannten Hochthale hinabgestiegen war , überraschte ihn zum ersten Male der großartige Anblick des Penitentesschnees und richtet er darüber in seinem genannten Reisewerke S . 155 : „ Hier , in dem Cajon Ancho , war es , wo ich zum ersten Male jene wundersam geformten Schneefelder sah , welche unter einem besondern Namen in die Wissenschaft eingeführt zn werden verdienen . Ich bezeichnete sie anfänglich mit „ Kerzenfelder " , bis nur Zamorana ( sein Führer ) das bessere Wort nieve de los Penitentes 2 ) , oder nieve penitente ( Büßerschnee ) an die Hand gab , ein Ausdruck , dem ich später auch in den Werken von Ch . Darwin 3 ) und Gilliss begegnet bin . " „ Von dem eigentümlichen Eindruck , den diese Felder auf den Beschauer machen , ist es kaum möglich , eine Vorstellung zu geben ; wohl aber von der Art ihres Entstehens . Letzteres führe ich auf zwei Einwirkungen zurück : des Windes und der Sonne . Zunächst furchen stant wehende , meridiouale Winde die Oberfläche des Schnees , die ähnlich , aber in größeren Dimensionen , wie sand gerippt wird . Es entstehen Erhöhungen und Ver - tiefungen , Leisten und Furchen , welche von West nach Ost laufen ; auf sie wirkt die Sonne ein mit der ganzen Stärke , die ein hoher Stand , die geringe Absorptionsfähigkeit der dünnen Höhenluft , die Wolkeulosigkeit der Atmosphäre be - diugeu . Wie der Meißel den Block bearbeitet , so bearbeitet Sonnenstrahlung die vergletschernden Schneeleisten , und es entstehen durch Wegtauen ausgezackte Figureu , deren bizarre Formen jede menschliche Phantasie in den Schatte« stellen . " 
„ Ein Höllenbreughel hätte sich hier Motive holeu köuuen . Man glanbt alle nur denkbaren Formen gesehen zu haben , und dann erscheinen plötzlich ganz neue , welche unsere Ver - wunderung nie zur Ruhe kommen lassen . Figur reiht sich 
1 ) Vergl . über diese und später aufgeführte Pässe meinen in der Zeitschr . f . Erdk . , Berlin , im Erscheinen begriffenen satz über die Kordillerenpässe ( deren ich 110 beschreibe ) schen Chile und der Argentinischen Republik vom 22 . bis 35 . Grade südl . Br . 
2 ) Ich würde lieber Las Penitentes ( Büßerinnen ) sagen , denn die Figuren erinnern mehr an mit weißem Kleide unv weißem Schleier bedeckte , knieende Frauengestalten , als an Wesen in Mannestracht . 
3 ) Ich kann den Ausdruck bei Darwin nicht auffinden . 
ntesfelder der argentinischen Kordilleren . 
an Figur , jede hoch uud starr aufgerichtet , übermenschlich groß , eine jede von ihrem Nachbar verschieden , und alle scheinen , versteinerten Süudern 'gleich , auf ein erlösendes Zauberwort zu harren . Den phantastischen Unregelmäßigkeiten dieser tausendfältigen Formen dient die regelmäßige Anordnuug in geradlinigen , parallelen Reihen als Folie , als der Ausdruck , daß ein gemeinsames Gesetz alle bindet . Man muß diese Kerzenfelder des Nachts im bleichen Mondeslicht gesehen haben , wenn die Seele zum Außerirdische« neigt ! besonders solche Felder , bei welchen der Schnee in den Furchen und zwischen den Figuren ganz weggeschmolzen ist , so daß letztere nun isoliert und weiß aus dem schwarzen vulkanischen Boden aufragen . " 
„ Der Cajou Ancho ist weit und breit mit nieve tente bedeckt , und man sieht an keinem Punkte ungefurchten Schnee ; nur ist die Ausbildung zu Figuren an den ver - schiedenen Stellen verschieden weit vorgeschritten . Für die Karawane boten die Kerzenfelder eine große Erschwerung , — ganz abgesehen davon , daß wir tags znvor die Andes über - klettert hatten , und daß den Tieren während der kalten Nacht nur eine sehr spärliche Weide zu teil geworden war . Ich ritt mein stärkstes Pferd , aber mich jammerte des Rappen . Schlimmer noch waren die Maultiere daran , deren Lasten sich oft zwischen den Furchenwänden verschoben ; auch stürzten sie wohl in Schneelöcher , wollten oder konnten nicht wieder aufstehen , mußten abgeladen und wieder bepackt werden . Das gab viel Aufenthalt , der mir indes stets willkommen war . Meine braven Chilenen mußten dann allerdings hart arbeiten , ich aber erhielt Zeit , mich nach allen Seiten in die unvergleichliche Landschaft zu vertiefen . " 
„ Mein einziger Kummer blieb , daß ich nicht das ganze Panorama mit der Camera aufnehmen konnte ; aber das war unmöglich , weil sämtliche Platten in den Kassetten bereits exponiert waren und die Nacht abgewartet werden mußte , damit neue Platten eingelegt werden konnten . Solche Eni - tänschnngen muß der Exploratiousreiseude hinnehmen . Wenn er am Morgen wissen könnte , welche Bilder der Tag an seinem Auge vorüberführen wird , so würde er eben nicht dem Unbekannten zueilen . Er disponiert täglich über eine be - schränkte Anzahl von Platten ; soll er nun deshalb die Auf - nähme eines interessanten Stückes Landschaft unterlassen , weil die noch zurückzulegende Strecke des Tagesmarsches ihm möglicherweise schönere Bilder zeigt . Er greift ans gut Glück zu . Bei spätere« Expeditionen habe ich mich freilich von dieser Beschränkung unabhängig gemacht , und nahm auch bei Tage den Wechsel der Platten vor * ) . " 
Güßfeldt fährt dann fort in der Beschreibung des südlich vom Cajon Ancho gelegenen vulkanischen Cerro Overo und erwähnt einen großen Firnbruch in der Mitte seiner Südwest - flanken , der in seiner Fortsetzung zu einem zwar steil geneigten , aber doch vornehm aussehenden Gletscher sich umgestaltet , welcher eiue tiefe Kluft ausfüllte . „ Ein Vnlkangletscher hat immer etwas besonders Eindrucksvolles wegen des Gegen - satzes zwischen dem eisigen Strom uud seinem einst feuer - flüssigen Bett ; bei diesem hier zeugten auch die schwarzen , roten und gelben Farben des Gesteins von alter Glut , und traten doppelt in Gegensatz zn den bläulichweißen Reflexen des eingeschalteten Gletschers . Nachdem ich schon so viele merkwürdige Eindrücke in dem kurzen Laufe eines Tages erhalten hatte , staunte ich auch die neue Erscheinung wie ein neues Wunder an . Die Oberfläche ließ nirgendwo zusammen - hängende Eisflächen erkennen , sondern zeigte sich kerzensörmig aufgespalten , nach Art des nieve penitente . Ich fürchtete 
* ) Dem Reisewerke liegen verschiedene Photographieen bei , welche später in der Umgebung des Aconcagua ausgenommen wurden und den Penitentesschnee aufweisen ( Nr . 10 , 12 , 15 ) .
	        

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